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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Laschet, der Brückenmann

Nur noch über die Brücke ...
Die CDU gibt in der Corona-Pandemie ein Bild des Jammers ab. Das mag teilweise am Virus liegen, das sich eigentlich nie um das gekümmert hat, was Politiker oder auch Wissenschaftler weissagten. Andererseits liegt es aber auch an denjenigen Politikern, die immer wieder sinngemäß herumtröteten:

Wir müssen jetzt noch einmal durch das dunkle Tal, den siehe, bald werden wir das Ende des Tunnels erreichen.
Falls ihr euch noch erinnert: Daraus wurde nichts. Nach Weihnachten sollte die Welt schon wieder erstrahlen wie zuvor, was leider scheiterte. Dann wurde uns mitgeteilt, dass es nur noch eines kurzen, überschaubaren Zeitraums bedürfe - und spätestens Ostern sei alles wieder wie im Paradies.

Nun war zwar schon Ostern, aber vielleicht waren die Damen und Herren ja orthodoxen Glaubens - da ist Ostern später.

Eine Brücke, eine Brücke ...

Nun also kommt der Mann aus NRW, der sich einbildet, mal Kanzler werden zu können. Und der weiß, dass wir nicht durch einen Tunnel, sondern über eine Brücke gehen müssen. Darbend, versteht sich. Von zwei oder drei Wochen war die Rede bei dem Herrn aus NRW. Übrigens hat ihm der eine oder andere Redakteur deutlich hörbar Beifall geklatscht, und der Mann aus München hat sogleich die Urheberschaft dafür reklamiert.

Woher nimmt denn nun Herr Laschek die Zeitspanne? Das sagt er dem Morgenmagazin:
Wir erkennen, dass schon in ganz kurzer Zeit 20 Prozent, danach 30, 40 Prozent der deutschen Bevölkerung geimpft sind.

Die „ganz kurze Zeit“ haben und die CDU-Fernsehgesichter schon oft versprochen. Und wie kommen diese Zahlen zustande?

Äh , ach so ... irgendwie. Ich schreibe dies zu einer Zeit, in der die Impfquote (Erstimpfungen) bei 12,6 Prozent liegt. Das wäre schon angebracht, mal „Butter bei die Fisch“ zu geben, lieber Herr Laschek.

Über sieben Brücken musst du gehen ... wie kommt mir nur dieser Schlager in den Sinn?

Die Wahl in NRW – Gelb leuchtet, Grün welkt, Rot verblasst

Ja, der Journalismus ist zumeist SPD-freundlich, warum auch immer. Das kann man heute nachlesen, denn viele sind tieftraurig über NRW, ja, es rührt sie bis ans Herz, dass die SPD in ihrem "Stammland" versagt hat. Journalisten hatten ich auch fest drauf eingeschossen, die Freie Demokratische Partei möglichst herunterzuspielen. Kabarettisten weiden sich seit langer Zeit daran, und andere wollen die Partei einfach weglächeln. Sie sollten einfach mal nachdenken.

Grün welkt - deutliches "nein" für die Partei ohne Profil

Und dann ist da noch Grün: die besten Versager in politischen Aussagen, die es je gab. Und tiefrot: Ein Rot-Rot-grün-Bündnis kommt für die meisten Deutschen offenbar nicht infrage, und das ist gut so, wie denn überhaupt der Sozialismus eine Idee aus dem Keller der Geschichte ist. Die AfD mag zwar triumphieren, aber sie sollte mal auf die Piratenpartei gucken, um ihr weiteres Schicksal vorauszusehen. Von Nix kommt Nix, höchstens Protestwähler.

SPD - von Nix kommt Nix

Das sollte sich auch die SPD hinter die Ohren schreiben: Von Nix kommt Nix, und Herr Schulz hatte nur eine symbolisch-emotionale Rückendeckung in der Partei, aber nie ein innovatives Programm, das Menschen begeistert. Nun will er nachdenken – doch damit hätte er früher beginnen müssen. Und wer da so vorschnell vom Schulz-Zug redet, der muss auch wissen, dass es in der SPD mehr Bremser als Lokführer gibt. Denn selbst wenn Schulz wirklich durchstarten wollte – womit denn, bitte? Begeisterung und SPD? Das waren Brandt, Schmidt und nicht zuletzt sogar Schröder. Letzterem und seinen Reformen ist eigentlich zu verdanken, dass Merkelland heute so gut dasteht. Selbst wenn einige davon re-reformiert werden sollten, sind sie die eine der Säulen für den wirtschaftlichen Erfolg der Bundesrepublik Deutschland heute.

Korrekturen sind vielleicht nötig - aber "soziale Gerechtigkeit" ist Geschwätz

Sicher – nicht alle profitieren davon. Und ja, da braucht man Ideen, wie sich dies ändern lässt. Aber das ist keine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern eine Frage, wie mehr arbeitende Menschen vom Reichtum Deutschlands profitieren können. Denn das unterschreibe ich: Arbeit muss sich lohnen, und gute, engagierte Arbeit muss auch gut bezahlt werden. Fragt sich, wer eigentlich dagegen ist.

NRW: Die Quittung

Die Quittung für schlechte Politik gibt der Wähler am Wahltag. Der hat nun gesprochen und die SPD abgewählt – aber nicht nur sie, sondern auch der Koalitionspartner, die Grünen, wurden empfindlich abgestraft, und man kann sagen: Ebenfalls durchaus verdient.

Das ist nicht nur demokratisch, sondern auch klug: NRW muss sich aus dem Jammertal wieder aufrappeln und dazu braucht man einerseits die Menschen im Land, andererseits die Wirtschaft und drittens Politiker, die beide zusammenbringen-.

Es ist gut, dass die Bremser die Lokomotive verlassen. Und dieser Herr Schulz tut gut daran, Programme für die Bundestagswahl zu entwickeln und das Geschwätz von irgendeiner „sozialen Gerechtigkeit“ den Hasen zu geben.
Categories: demokratie | 0 Comments
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NRW: Wahlen sollten mit Leistung gewonnen werden

Natürlich gibt es in der Presse Befürworter der Sozialdemokratie, und mancher Journalist setzt sich still, aber leidenschaftlich für die gegenwärtige Regierungschefin Hannelore Kraft ein.

Indessen hatte Frau Kraft und die von ihr geführte Regierung seit 2012 Zeit, NRW wieder auf einen Weg zurückzuführen, der mit den Worten: „Bildung, Wirtschaftskraft und Arbeit“ recht gut beschrieben werden kann. Doch ist davon etwas erkennbar? Man kann nur schwer glauben, dass diese Regierung auf dem richtigen Weg ist.

Wie ich schon zuvor schrieb, könnte der stetige Stillstand in NRW natürlich auch an der Bevölkerung liegen, die weiterhin an Arbeiter- Wiederaufbau- und Bergbauromantik hängt. Aber auch die Bevölkerung kann (sogar im Osten Deutschlands) positiv motiviert werden, indem man die Jugend anspricht und fördert.

Es mag sein, dass die „Sicherheitskarte“ von der Opposition zu hoch gereizt wird und man auch ein wenig die Neidkarte ausspielt, um AfD-Wähler an sich zu ziehen. Doch die „Sicherheitskarte“ reicht nur für den Moment – und sie beschummelt den Wähler, der neben öffentlicher Sicherheit vor allem wirtschaftliche Sicherheit einfordert. Und da gilt: Öffentliche Sicherheit kann mit ein bisschen verbalem Blendwerk schnell getürkt werden – wirtschaftliche Sicherheit aber erfordert Klugheit und Weitsicht – und da darf man fragen, ob sie bei der gegenwärtigen Opposition zuhause ist.


Wahlzeit – hitziger Journalismus und kühler Kopf

Die Wahl in Schleswig-Holstein hat gerade erst begonnen, da labern unsere dreisten Kolumnisten und andere nach Lesern geifernde Journalisten darüber, wer denn wohl in Kiel koalieren könnte.

Merkwürdig – man schaut auf Deutschland, schaut auf die SPD, denkt an diesen Martin Schulz, der ein paar Tage als Ikone gehandelt wurde … und meint eigentlich alles andere als Schleswig-Holstein. Doch darum genau geht es: um Schleswig-Holstein und um die beste Wahl für das Land zwischen zwei Meeren. Ich wage nicht zu sagen, was die beste Lösung wäre – aus meiner Sicht sind beide Spitzenkandidaten geeignet, dieses Land zu führen, dem es so schlecht gar nicht geht.


NRW - soll alles so weitergehen?

In NRW sehe ich das ganz anders. Hier ist seit Jahren kein Fortschritt mehr erkennbar – und dem Land geht es gleichbleibend schlecht. Ob es an der Psyche der ehemals großsprecherischen Menschen in NRW liegt oder an der Regierungschefin? An der SPD oder an der Koalition? Hier wird viel interessanter werden, ob der Wähler eine Wende im abgewirtschafteten Bundesland will.

Hoffnung auf Vernunft in Frankreich udn für Europa

Und ich blicke nach Frankreich … und hoffe, dass die Bürger heute den Weg der Vernunft finden. Denn ob NRW, Schleswig-Holstein oder gar die ständige Medienpräsenz des Landes Bayern, die mich stört – es geht immer nur um unser Europa, von dem wir leben und mit dem wir leben.