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Markt und Partnersuche

Der Markt gibt nur her, was er hergibt
Wenn man im Internet nach Artikeln über „Partnersuche“ fahndet, wird man überschwemmt von Werbung, Nichtigkeiten und letztendlich zahllosen psychologischen und soziologischen Betrachtungen.

Erstaunlicherweise wird selten (ja, fast nie) darüber geschrieben, dass die Psychologie eine höchst untergeordnete Rolle spielt, wenn die Ressourcen nicht ausreichen, oder brutaler: wenn der Partnermarkt nicht das hergibt, was sich die Singles erträumen.

Klartext:

Wenn einzelne Menschen mit „hohen Ansprüchen“ am Markt sind (womit eigentlich ihre Wünsche und Vorstellungen gemeint sind), dann müssen sie länger oder intensiver suchen und ihre Jagdreviere erweitern.

Wenn nun aber sehr viele Menschen mit immer höheren „Ansprüchen“ an den Markt gehen, dann sind die verfügbaren humanen Ressourcen bald erschöpft, weil die wenigen Marktteilnehmer, die viele ausgezeichnete Eigenschaften auf sich vereinen, schnell „weggekauft“ werden.


Ökonomie vor Psychologie

Eigentlich sollten nur Ökonomen darüber forschen und berichten, was sich an den Partnermärkten tut – es würde zur Aufklärung und vielleicht auch zur Umkehr beitragen.

Und die Psychologen und Soziologen? Solange niemand ihre Kompetenz bezweifelt, werden sie weiterhin drauflos plappern. Dabei könnten sie selbst einen Beitrag dazu leisten, den Menschen im Land zu vermitteln, warum ihre Rechnungen nicht aufgehen. Und was sie tun müssten, um ihre „Ansprüche“ herabzusetzen und warum dies äußert sinnvoll für ihre Zufriedenheit und ihr Lebensglück sein kann.

Versagt die Schule an den Anforderungen der Zukunft?

Ich las gerade dies (Zitat):

Arbeitsmarktforscher haben mit Blick auf den bevorstehenden Einzug von Computern und Internet in Fabrikhallen einen flächendeckenden Informatikunterricht an deutschen Schulen gefordert.


Ich wundere mich, dass es dazu eines Anstoßes aus der Wirtschaft bedarf. Und ich amüsiere mich ein klein wenig über das Wort „bevorstehende“. Wenn es unsere demnächst eingeschulten Kids mal geschafft haben, die Schule zu verlassen, sind zwischen 10 und 13 Jahre vergangen. Und eigentlich ist das „Bevorstehende“ heute schon Realität. Und solange sollen wir weiter „muddeln“?

Unser Leben basiert auf Naturwissenschaften und deren Abstraktionen. Und das soziale Leben fußt weitgehend auf Ökonomie.

Und die Schule, besonders das Gymnasium? Hinkt allem hinterher … es ist nicht Informatik allein. Es ist das Denken in klaren logischen Zusammenhängen jenseits von Weltanschauungen. So begreifen wir auch Kultur, Ökonomie und Sozialwesen schneller. Und so können wir sogar die Psychologie begreifen und das herausfiltern, was logisch und sinnvoll daran ist. Sicher können wir versuchen, die Ideale der Bildung des 19. Jahrhunderts zu heiligen. Doch damit nützen wir kaum noch jemandem.

Das jedenfalls ist meine Meinung. Sie dürfen widersprechen.