<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
   >
<channel>
    
    <title>Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</title>
    <link>https://sehpferd.de/</link>
    <description>unbequemes über presse, politik und wissenschaft</description>
    <dc:language>en</dc:language>
    <generator>Serendipity 2.5.0 - http://www.s9y.org/</generator>
    <pubDate>Sat, 27 Jun 2026 16:32:08 GMT</pubDate>

    <image>
    <url>https://sehpferd.de/templates/2k11/img/s9y_banner_small.png</url>
    <title>RSS: Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende - unbequemes über presse, politik und wissenschaft</title>
    <link>https://sehpferd.de/</link>
    <width>100</width>
    <height>21</height>
</image>

<item>
    <title>Wie die viktorianische Schmerzlust bis ins 21. Jahrhundert nachwirkt </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2194-Wie-die-viktorianische-Schmerzlust-bis-ins-21.-Jahrhundert-nachwirkt.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2194-Wie-die-viktorianische-Schmerzlust-bis-ins-21.-Jahrhundert-nachwirkt.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2194</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2194</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:864 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;750&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/nv_2_1024.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wenn man auf  eine Zeitreise geht wir der Blick kritischer&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wer die Geschichte von Frau Berkley gelesen hat und überhaupt etwas von Flagellationsbordellen oder der „englischen Erziehung“ gehört hat, fragt sich sicherlich, wie es denn im Lauf der Geschichte mit der &lt;em&gt;„gewillkürten Züchtigung“&lt;/em&gt; weiterging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Zeitgeist und die Lust am Besonderen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Erotik gibt es einen „Zeitgeschmack“, den die Engländer gerne mit dem deutschen Wort „Zeitgeist“ beschreiben. Es handelt sich dabei fast immer um unterschwellige Tendenzen, die ohnehin vorhanden sind. Durch aktuelle Ereignisse und öffentliche Empörungen, aber auch durch Skandale oder Enthüllungen werden sie in die Welt gebracht, wobei sich über die Jahrhunderte lediglich die Medien änderten. Früher nannte man abweichende Verhaltensweisen „Perversionen“, in neueren Schriften heißen sie „Paraphilien“. Heute sind sie weitgehend von den &lt;em&gt;abwertenden psychiatrisch-psychologischen Begriff &lt;/em&gt;befreit, werden jedoch immer noch nicht als Teil der lustvollen sexuellen Begegnungen angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lust ohne feste Muster - das 21. Jahrhundert &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spürbare Veränderungen gab es durch Veröffentlichungen von Personen, die sich nicht weder als „Queer“ (1) noch als „CIS“ (2) einstufen lassen wollten. Sie bestanden vielmehr darauf, das eigene Leben in einer Weise zu gestalten, die überhaupt keinem fest gefügten Muster folgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So – nun haben wir schon die Schwelle zum 21. Jahrhundert erreicht. Wahrscheinlich kennt jeder die riesige Welle von Gesprächen über die Schmerzlust, die vor allem „Frauen in mittleren Jahren“ faszinierte: die „50 Shades of Gray“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Lust am Schmerz im Taschenbuch &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war keinesfalls die erste Welle, die sinnliche Schläge in die Buchhandlungen brachte. Schon gegen 1995 gab es eine ganze Reihe extrem erotischer Taschenbücher über lustvolle Schläge. Sie standen ganz offiziell in Buchhaltungen an für alle zugänglichen Ständern – und sie waren wirklich preiswert – 1998 kostete sie beispielsweise unter fünf GPB. Die meisten wurden angeblich von Frauen geschrieben und viele von ihnen handelten in Internaten. Der Unterschied zur heutigen „Mütterlein-Pornografie“ lag darin, dass ihre Auflagen klein waren und die Verleger sich an einen begrenzten Kreis von Interessentinnen wandten. Etwas gestelzt wird in einem Vorwort behauptet (3):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Diese Memoiren eignen sich hervorragend für die Verbreitung unter einer anspruchsvollen Leserschaft, der die Bildung und angemessene Erziehung junger Damen am Herzen liegt.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie Frau Berkleys Ruhm verblasste und ihr Pferd zum Erotik-Star wurde&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:854 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;820&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ber_leitermotiv_an_zg1.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Berkley-Pferd als Leiter gegen 1900&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Springen wir mal zurück zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die wundersamen Legenden über Frau Berkley verblassten – lediglich das Pferd erinnerte weiterhin an sie. Doch in der illustrierten Erotik nach 1900 wurde es so gut wie nur noch als Leiter dargestellt, auf die junge Frauen in absurder Weise und in lächerlichen Positionen festgebunden wurden, um eine Züchtigung zu erfahren. Die „Äbtissinnen“, wie man die Betreiber nannte, verschwanden mehr und mehr und mehr aus der Öffentlichkeit. Da es bei den Gentlemen nach wie vor einen Bedarf an „strenger Erziehung“ gab, wurde dieser „privat“ von Einzelpersonen gedeckt. Diese Variante war nicht allein auf das Vereinigte Königreich beschränkt, sondern hatte überall Liebhaber – beispielsweise in Österreich, Ungarn und Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Rolle - mal aktiv, mal passiv&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tendenz, auch die Rollen zu wechseln, also sich innerhalb der erotischen Rollenspiele auch auf die passive Rolle einzulassen, war nicht nur in erotischen Romanen der absolute Favorit. Auch in der Realität gab es entsprechende Angebote, so beispielsweise, sich als &lt;em&gt;Internatsschülerin, Zimmermädchen, Krankenschwester, Sekretärin oder Reiterin &lt;/em&gt;einzukleiden. Am Aufwand für derartige Sitzungen lässt sich ablesen, dass die angebotenen Rollenspiele oft als „großes Theater“ aufgeführt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Abschied von der Rute &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was fast vor allem völlig aus dem Gesichtsfeld verschwand, waren die Ruten, die in der viktorianischen Epoche besonders häufig auf die Gesäße der Damen und Herren abgewendet wurden. Der plausibelste Grund besteht darin, dass Birkenruten sehr sorgfältig gepflegt werden müssen, um ihre Biegsamkeit zu gewährleisten. So kam es, dass andere Instrumente der Züchtigung an ihre Stelle traten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob der Rohrstock für sinnliche Rollenspiele tatsächlich am besten geeignet ist, wird oft bezweifelt, weil es zu schnell zu viel Schmerz erzeugt. Das runde ich noch mit einem Zitat aus einer frivolen Quelle ab (4):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Schläge mit der Birkenrute sorgen für einen heftigen Schmerz, der jedoch schnell wieder nachlässt, sodass man die Prozedur am Gesäß innerhalb kurzer Zeit mehrfach wiederholen kann. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Ob es so etwas wir „flagellantische Nostalgie“ gibt? Ich hörte zumindest davon, dass sich manche Menschen danach sehnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zitate und Bildnachweis:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
(1) Bezeichnung aus dem Jargon (2026) der LBGT-Szene für alle, die sich nicht als Heterosexuell einstufen.&lt;br /&gt;
(2) Bezeichnung aus demselben Jargon für alle. die sich weiterhin als Heterosexuell bezeichnen. &lt;br /&gt;
(3) Zitiert nach dem Vorwort von &quot;A.S&quot;: in &quot;Private Memoirs of a Kentish Headmistress. Ähnliche Behauptungen finden sich überall.&lt;br /&gt;
(4) aus einer unzuverlässigen, aber dennoch immer wieder zitierten Schrift über den Gebrauch von Rute und Rohrstock. &lt;br /&gt;
Bild oben: Standbild aus einem Film über die Viktorianische Epoche, erotisch, aber humorvoll aufgemacht. &lt;br /&gt;
Bild unten: Zwei Beispiele auf langen Leitern (Anonym). &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 27 Jun 2026 10:59:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2194-guid.html</guid>
    <category>19 jh</category>
<category>20 jh</category>
<category>21 jh</category>
<category>heute</category>
<category>nostalgie</category>
<category>rohrstock</category>
<category>ruten</category>
<category>theresa berkley</category>

</item>
<item>
    <title>Was ist wahr an der Geschichte um Frau Berkley und ihr Bordell in London?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html</link>
            <category>mythen</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2191</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2191</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:862 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1219&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/1895_police_news.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Flagellation eines Mannes - nicht nur in England&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tatsache? Wahrheit? Gerücht? Was war wirklich los mit dieser Frau Berkley, die gelegentlich als als „Königin der Flagellationsbordelle&quot; bezeichnet wurde? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mir dazu drei Kategorien ausgewählt, etwa so: „Was an der Geschichte der Theresa Berkley ist bewiesen, was fragwürdig und was zweifelhaft?&quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu habe ich einfachere, recht unspezifische Anfragen über die Glaubwürdigkeit der Berkley-Legende gestellt. Sie bilden sozusagen den „Mainstream&quot;   der im Internet vertretenen „Tatsachen&quot;, die nur einen begrenzten Wahrheitswert haben. Die Ergebnisse präsentiere ich heute - ich habe sie teilweise stark vereinfacht dargestellt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Entspricht die heutige Sicht von Theresa Berkley der historischen Wirklichkeit?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mainstream: &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Sie war eine reale historische Persönlichkeit, die im späten gregorianischen bzw. frühen viktorianischen Zeitalter mit London in Verbindung stand.“&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Prüfung - begrenzte Glaubwürdigkeit &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige überprüfbare Quelle ist Henry Spencer Ashbee, der die Figur in die Geschichtsschreibung einbrachte. Weitere Belege fehlen, zum Beispiel über „den Bruder, der Missionar war“ oder den Verwalter ihres Nachlasses, den angeblichen „Dr. Vance“. Zwar wird eine mögliche Adresse von Frau Berkleys Bordell angegeben (Charlotte Street 28, Portland Place), aber sie konnte nicht verifiziert werden. Ashbee selber glaubte aber ganz offensichtlich an ihre historische Existenz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Relativ leicht fällt hingegen der Beweis, dass sie die genannte Summe von &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html&quot;&gt;10.000 Pfund Sterling&lt;/a&gt; in kurzer Zeit verdienen konnte, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie verlässlich ist die Sichtweise von Henry Spencer Ashbee?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mainstream: &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Der wohlhabende Geschäftsmann und Bibliograf Henry Spencer Ashbee (1834–1900) gilt als einer der profundesten – und faszinierendsten – Kenner der viktorianischen Gesellschaft.“&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Prüfung: Was konnte Ashbee wirklich wissen? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit verbürgt, hat Ashbee seine Kenntnisse über „die viktorianische Gesellschaft“ erst 1877 und 1885 veröffentlicht, also bereits gegen Ende der viktorianischen Epoche. Die Kenntnisse erwarb er sich etwa seit 1863, als er sich einem &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html&quot;&gt;informellen Kreis&lt;/a&gt; von Wissenschaftlern, Buchliebhabern und Autoren anschloss. Am besten nachgewiesen sind seine Kenntnisse über erotische Literatur. Auf diesem Gebiet bewies er also genügend Sachverstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meinung von einigen Literaturhistorikern, Ashbee könnte Autor oder Mitautor des Romans „My Sectret Life“ sein, führte dazu, ihn als „profunden Kenner“ der viktorianischen Ära anzusehen. Andererseits wird seine Autorenschaft aber bestritten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Behauptungen, die auch „offiziell&quot;   als zweifelhaft gelten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mainstream (Zusammengefasst) &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt; Schlecht belegt ist, dass Frau Berkley  im modernen Sinne eine Betreiberin eines Luxusbordells war.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Prüfung: Die Geschichte wird durch Glanz und Ruhm veredelt.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zweifelhaft gilt vor allem der Ruhm von Frau Berkley, den sie zu Lebzeiten genoss, aber auch die Exklusivität ihrer Klientel sowie die prachtvolle Ausstattung ihres Bordells. Diese Behauptungen wurden benutzt, um das Besondere an Frau Berkleys Etablissement zu betonen und dienten vor allem dazu, die Geschichte „glorioser“   erscheinen zu lassen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Umstritten oder unbeweisbar: die kreative Frau Berkley&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den zweifelhaften Behauptungen wurden mir noch folgende umstrittene oder unbeweisbare Behauptungen genannt. Sie alle sind also weder historisch beweisbar noch ausreichend belegt. Selbst im „Mainstream“ werden sie bereits bezweifelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mainstream (Detailliert) &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;1.	Die Erfindung des Berkley-Horse nach der Zeichnung, die von Ashbee erstellt wurde. &lt;br /&gt;
2.	Die Erfindung und/oder Nutzung irgendeines anderen Prügelbocks, der ungewöhnlich war. &lt;br /&gt;
3.	Ihre angeblichen Memoiren und ihr Kontakt zu anderen Autoren und Verlegern.&lt;br /&gt;
4.	Ihre gesamte Korrespondenz sei vernichtet worden oder verschollen. &lt;br /&gt;
5.	„Biografische Anekdoten“, vor allem solche, die von angeblichen „Augenzeugen“ stammen sollen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Prüfung: Niemand hat etwas gesehen, keiner etwas gelesen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall kann ich die Begründung abkürzen: Was weder Henry Spencer Ashbee noch irgendjemand sonst jemals gesehen, gelesen oder beobachtet hat, kann nicht als „historisch zuverlässig“ betrachtet werden. Was die Memoiren betrifft, war Ashbee offenbar selbst der Meinung, dass sie bei einem Verleger der damaligen Zeit auf Veröffentlichung warten würden – ein Trugschluss, wie sich bald zeigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Legende von der „berühmten Bordellbesitzerin Theresa Berkley“ kann entweder auf der Geschäftstätigkeit einer anderen Persönlichkeit zu jener Zeit beruhen, die auf keinen Fall genannt werden wollte. Sie kann aber auch auf einer Legende beruhen, die durch den Tod einer historischen Person ausgelöst wurde. Diese beiden und viele andere Möglichkeiten legen nahe, dass jemand versuchte, eine Art „Memoiren“ zu verfassen, dann aber einsehen musste, dass es nicht genügend Material darüber gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es mag viele Wahrheiten geben. Eine historische Wahrheit, eine Wahrheit im Glauben an etwas oder auch nur die eigene Wahrheit im Kopf der Autoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es eine allgemeine Wahrheit gäbe, so müsste sie sehr gut fundiert sein. Das alles trifft auf die „Legende von der Frau Berkley“ nicht zu. Um meine Ansicht zu widerlegen, müsste ein Historiker mindestens Spuren ihrer kompletten Lebensgeschichte finden. Soweit mir bekannt, hat dies nie jemand ernsthaft versucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so zitiere ich gerne Lewis Carroll, aus seinem bekannten Kinderbuch „Alice im Wunderland“. Es erschien 1865. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Wenn es keinen Sinn ergibt“, sagte der König, „erspart uns das eine Menge Ärger – wir brauchen nämlich gar nicht erst zu versuchen, einen zu finden.“&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild: Aus einem Polizei-Magazin, 1895.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Original-Zitat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„If there’s no meaning in it“, said the King, „that saves a world of trouble, you know, as we needn’t try to find any.”&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hinweis: Für die Fragestellungen (also nicht für meinen persönlichen Beitrag) habe ich künstliche Intelligenz verwendet. &lt;/em&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Was ist wahr an der Geschichte um Frau Berkley und ihr Bordell in London?&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 07:07:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-guid.html</guid>
    <category>anaylse</category>
<category>berkley. berkeley</category>
<category>mythen</category>
<category>wahrheit</category>

</item>
<item>
    <title>Der Rösselsprung - oder der Sprung von der Erotik zur Sexualwissenschaft</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-Der-Roesselsprung-oder-der-Sprung-von-der-Erotik-zur-Sexualwissenschaft.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-Der-Roesselsprung-oder-der-Sprung-von-der-Erotik-zur-Sexualwissenschaft.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2190</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2190</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:859 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;504&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/die_wissenschaft_ruft.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Wissenschaft übernimmt ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt; In diesem Artikel ist die Rede davon, wie das Wissen über ein Londoner Flagellationsbordell nach Deutschland kam. Wer sich für den Beginn der Artikelserie interessiert, kann alle Beiträge zum Thema im Inhaltsverzeichnis finden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das neue Jahrhundert - Theresa Berkley in der deutschen Literatur &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das neue Jahrhundert beginnt mit einem Tusch: Deutschland interessiert sich mächtig für einen französischen Skandalautor, den „Marquis de Sade“. Jener ist zwar schon vor längerer Zeit verstorben, nämlich 1814, aber warum sollte man gegen 1900 nicht noch ein Buch über ihn und seine Zeit schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gedacht, so getan: Das Werk heißt „&lt;em&gt;Der Marquis de Sade und seine Zeit“&lt;/em&gt; und es erschien irgendwann zwischen 189 und 1919. Im ursprünglichen Verlag erschienen mindestens acht Auflagen, wahrscheinlich also 8.000 – 15.000 Exemplare. (Soweit ich Ausschnitte veröffentliche, stammen sie aus der sechsten Auflage). Für die damalige Zeit war diese Auflage außerordentlich hoch, wenngleich ein anderes Buch, „Das Liebesleben in der Natur&quot; von Wilhelm Bölsche, noch weitaus höher Auflagen erzielte. Die bürgerliche Welt hatte die Sexualität entdeckt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die bürgerliche Welt und die erotischen Geheimnisse &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk des Autors, der Autor, der als Dr. Eugen Dühren auftritt, würde heute wahrscheinlich als „populärwissenschaftlich“ bezeichnet. Es wendet sich zwar auch an „fachliche Interessierte“, denen er ein „Geheimnis erschließen“ will, doch richtet sich dieses Buch gleichwohl vor allem an die Neugierde bürgerlicher Interessenten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Mann heißt eigentlich Iwan Bloch und er wird später zu einem der ersten Sexualwissenschaftler in Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der  Marquis de Sade und die Frau Berkley&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was hat dies alles mit der Engländerin Theresa Berkley und ihrem „berühmten Pferd“ zu tun? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde ist es ein winziger Hinweis, der sowohl die Existenz der Frau Berkley, wie auch die Memoiren und das geheimnisvolle Pferd enthielt. Im Grunde wäre zu erwarten gewesen, dass die Frau, ihre Memoiren und ihr „Horse“ längst im Rauschen des erotischen Blätterwaldes verschwunden wären. Immerhin lagen nun schon viele Jahre zwischen Frau Berkleys Tod und dem neuen Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Dühren/Bloch zitiert Fraxi Wort für Wort – so, als ob er aus einem Geschichtsbuch zitieren würde. Hier ein kleiner Auszug aus der Seite 211:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:858 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;282&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/england_ist_bekanntlich.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die berühmteste Geißlerin in England? &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Nun interessieren Iwan Bloch (1) und  Albert Eulenburg (2) durchaus aus anderen Gründen, und ihre Werke haben sicherlich die Sexualforschung bereichert. Doch gelang ihnen – sozusagen „im Vorübergehen“ auch der Rösselsprung des Berkley-Pferdes, samt Erfinderin und der nicht existenten Memoiren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:861 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;679&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/von_london_nach_deutschland.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Über den Kanal nach Deutschland mit Ross und Reiter&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Die Königin wird nach Deutschland umgesetzt - die Wissenschaft &quot;übernimmt&quot;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Seither steht die Geschichte nicht in irgendeinem Buch über erotische Schriften, das zu diesem Zeitpunkt kaum jemand kannte. Nein, mit dem Sprung über den Ärmelkanal wurde sie alle Teile der seriösen Wissenschaftsgeschichte – sozusagen das erotische Kulturerbe des „englischen Lasters“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg ist bekannt: Die Mär von Frau, Pferd und Memoiren zog sich durch viele Sittengeschichten. Im Jahr 1930 wurde sie in ein namhaftes Lexikon übernommen und seither ist sie fester Bestandteil des „Wissens“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:823 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1452&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/berkley_lexikomon_bilder_lex_1930_na_1961.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Ursprung im Lexikon - 1930&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Entwicklung: Über die sozialen Netzwerke und mithilfe von KI wird die wundersame Geschichte kritiklos fortgetragen und mit zusätzlichen Schnörkeln versehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fakten und Gerüchte über Frau Berkley - was habe ich erfahren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr nun wissen wollt, welche Fakten über die sagenhafte Frau Berkley existieren und was ihr nach ihrem Tod angedichtet wurde, dem biete ich noch an, &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html&quot;&gt;meine Recherchen zu verfolgen&lt;/a&gt;. Dabei habe ich ein kleines Hilfsmittel benutzt, nämlich eine qualifizierte Internet-Abfrage darüber, was als bewiesen gilt, was zweifelhaft erscheint und was wahrscheinlich erfunden ist. Kurzgefasst: &lt;em&gt; Die Faktenlage ist denkbar schlecht. &lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
1. Quelle Online: &lt;a href=&quot;https://archive.org/details/neueforschungenb00dhre/mode/2up&quot;&gt;Archive.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
2. Vollständiger Beitrag auf &lt;a href=&quot;https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/91/Sadismus_und_Masochismus_%28IA_sadismusundmasoc00eule%29.pdf&quot;&gt;WikiCommons&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Beitrag vom gleichen Autor auf &quot;sehpferd&quot;- &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/78-Englische-Erziehung-einmal-ganz-anders.html&quot;&gt;Englische Erziehung einmal anders&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildquellen: Liebesverlag.de &lt;br /&gt;
Oben: Zeichnung und Collage unter Verwendung eines historischen anonymen Fotos. &lt;br /&gt;
Unten: Foto mit Figuren aus &quot;Alice im Wunderland&quot;. &lt;/em&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-Der-Roesselsprung-oder-der-Sprung-von-der-Erotik-zur-Sexualwissenschaft.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Der Rösselsprung - oder der Sprung von der Erotik zur Sexualwissenschaft&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 12:11:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-guid.html</guid>
    <category>bloch</category>
<category>düren</category>
<category>eulenburg</category>
<category>fraxi</category>
<category>legenden</category>
<category>lexika</category>
<category>wissenschaft</category>

</item>
<item>
    <title>Das Berkley-Horse und seine Nachbauten - ein Überblick</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html</link>
            <category>sehpferd</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2188</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2188</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:860 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;821&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ein_pruegelbock_ist_ein_bock_1024.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nein, dies ist nicht der Bock, den angeblich Frau Berkley schuf&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die angeblich „offizielle“ Zeichnung des „Berkley-Horse“ soll von Pisanus Fraxis stammen, also von George Spencer Ashbee. Alle anderen Berichte über bestehende „Zeichnungen“ haben sich als Schall und Rauch erwiesen – egal, wann etwas darüber behauptet wurde und wer es behauptet hat.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum Herr Ashbee kein guter Zeitzeuge für das &quot;Berkley Horse&quot; ist &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Ashbee war weder Konstrukteur, noch war er Schreiner oder gar Designer für Bordellmöbel. Und ob das, was er zeichnete, einem Gebrauchsmöbel entsprechen würde, war ihm sichtlich egal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:829 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;126&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/fraxi_horse_small.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dennoch wurden nach der vorliegenden Zeichnung allerlei Nachbauten angefertigt – solche, von denen wir wissen und auch solche, die nie veröffentlicht wurden. In manchen Fällen wurden sie aus der „Werbung“ für einer „Domina“ bekannt, in einem Fall stand ein solches Gerät zum Verkauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Standfest und stabil - und dabei noch ausgesprochen flexibel? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstrukteure mussten ihr Design zunächst an die Proportionen existierender Personen anpassen, dann aber auch dafür sorgen, dass die Ergebnisse standfest genug waren. Sie gingen in keinem Fall davon aus, dass die von Fraxi in seinen Texten angeben Flexibilität auf diese Weise erreicht werden konnte. Allerdings sollten sie ähnlich aussehen und möglichst etwas flexibler in der Handhabung sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob dies erreicht wurde, könnten im Prinzip nur die entsprechenden Auftraggeberinnen beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Gegenüberstellung einiger dieser „Horses“ haben wir versucht, eine maßstabgerechte Zeichnung des Vorderteils ohne Neigung darzustellen, und eine Person dazu abzubilden. Naturgemäß war dies sehr schwierig, vor allem angesichts der einzigen Vorlage, die es für das angebliche „Original“ („A“) gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 2048px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:849 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;2048&quot; height=&quot;1702&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/fuenf_berkley_horses.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der erste  Versuch eines Vergleichs - Berkley Horse und vier Nachbauten&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Wir haben dazu das angebliche „Original“ sowie vier bekanntgewordene Kopien in einer Darstellung unterzubringen. Dabei wurde deutlich, dass die Versionen „B“ und „E“ wahrscheinlich die besten Voraussetzungen für den Einsatz bieten. In der Version „E“ ist es auch möglich, die Hände über dem Kopf zu fixieren - es hat andere Proportionen als die übrigen Modelle und wirkt auf Fotos deutlich stabiler und standfester als in der vorliegenden Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Jahr ist ein neuer Nachbau in traditioneller Bauweise aufgetaucht, die der dargestellten Version „B“ sehr ähnlich ist. Die Konstrukteure, Erbauer oder Eigentümer(innen) sind mir nicht bekannt, und die Darstellungen müssen nicht zwangsläufig in allen Details den Originalen entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant daran ist auch, dass Fraxis  „Berkley-Horse“ immer wieder als Leiter dargestellt wurde. Aus dem Jahr 2023 stammt diese&lt;a href=&quot;https://historyofthedominatrix.com/blogs/blog/behind-the-scenes-set-of-19th-century-governess-theresa-berkley-for-sky-tv&quot;&gt; Bemerkung:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wie wäre es, wenn ich statt eines brandneuen „Berkley Horse“ diese antike Bockleiter mit ihrem wunderbaren, aufwendig konstruierten Klappmechanismus aus Eisen kaufen und sie zu einem „Berkley Horse“ umbauen würde?&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mehr über das &quot;Berkley Horse&quot; in Vergangenheit und Zukunft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohin nun? In die Zukunft? Oder noch einmal zurück in die Zeit, als das „Berkley Horse“ ganz selbstverständlich als Leiter dargestellt wurde? Wenn ich es mal so ausdrücken darf: In der Zukunft (Deutschland ab ca. 1900) wird wissenschaftlich moralisiert, in der Vergangenheit (überwiegend England zwischen 1890 und 1910) werden Frivolitäten dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wundersame Erfindung der Theresa Berkley könnte aus technischer Sicht wirklich existiert haben. Aber dann würde der Prügelbock anders aussehen als in der Skizze von Pisanus Fraxi. Gegen 1899 wurde das &quot;Berkley Horse&quot; erstmalig von Dr. Eugen Dühren (Iwan Bloch) erwähnt - und damit hatte es den Rösselsprung vom erotischen Bücherklub zur &quot;Darstellung des &lt;a href=&quot;https://archive.org/details/b29012557 &quot;&gt;Geschlechtslebens in England&lt;/a&gt;&quot; (1903) geschafft. Dieser Beitrag ist der letzte zum Thea &quot;Berkley Horse&quot;. Über die &quot;Wiederbelebung&quot; der Legende könnt ihr im nächsten Abschnitt nachlesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildnachweis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Für das angebliche Original: Pisanus Fraxi.&lt;br /&gt;
Alle Zeichnung erstellt, maßstäblich angepasst und gegenübergestellt: &amp;copy; 2026 by liebesverlag.de &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nun habe ich doch tatsächlich drei Beiträge über das geheimnisvolle &quot;Berkley Horse&quot; geschrieben. Der erste handelte von verschiedenen &quot;Böcken&quot; (Horse oder Pony genannt) zur Züchtigung in Gefängnissen und &quot;Besserungsanstalten&quot;. Der zweite von der angeblichen Erfindung durch &quot;Frau Berkley&quot;, der zu skurrilen Zeichnungen und Fotos führte. Dieser Artikel beschäftigt sich ausschließlich mit den Nachbauten. Wie die Legende in deutsche Lexika kam, habe ich bereits im Eingangskapitel erwähnt - und dazu gibt es noch einen kleinen Beitrag über zwei honorige Mediziner, die den Herrn Ashbee für einen kompetenten Zeitzeugen hielten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Das Berkley-Horse und seine Nachbauten - ein Überblick&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 16 Jun 2026 07:34:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-guid.html</guid>
    <category>berkeley</category>
<category>berkley</category>
<category>berkley horse</category>
<category>berkly</category>
<category>dominatrix</category>
<category>horse</category>
<category>mistress</category>

</item>
<item>
    <title>Das Berkley Horse als Haushaltsleiter und die körperliche Züchtigung</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-Das-Berkley-Horse-als-Haushaltsleiter-und-die-koerperliche-Zuechtigung.html</link>
            <category>mythen</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-Das-Berkley-Horse-als-Haushaltsleiter-und-die-koerperliche-Zuechtigung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2189</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2189</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:857 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1074&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/sub_leiter_domina_x.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das neue 20 Jahrhundert - Flagellationen auf Pseudo-Berkley-Leitern &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vermutlich nehmen die meisten von euch an, dass in einem Flagellationsbordell in der viktorianischen Zeit vor allem sehr reiche, aber leider recht perverse Männer gezüchtigt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begründet wird dies im Allgemeinen mit der sogenannten „englischen Erziehung“, also der Prügelstrafe, die seinerzeit in den meisten Schulen üblich war. Doch die wirklich wollüstigen Geschichten jener Zeit stammen aus Besserungsanstalten oder aus anderen Einrichtungen, in denen „körperliche Züchtigung“ (angeblich oder tatsächlich) zum Alltag gehörte. Ob wahr oder unwahr – literarisch aufbereitet versprachen die Bücher einen satten Profit. In ihnen fanden die Männer der damaligen Zeit das, was sie erhofft hatten: Es ging um junge Frauen, die körperlich gezüchtigt wurden – und zwar überwiegend vor anderen Frauen. Zur  Erinnerung:  bis ca. 1899 kannten fast ausschließlich die Leser(innen) der Werke von Pisanus Fraxi (Henry Spencer Ashbee) den Begriff &quot;Berkley-Horse&quot;.  &lt;/em&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Blicke in die Erziehung junger Damen in einem viktorianischen Magazin&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wechsel von der schlagenden Bordellwirtin zur geschlagenen jungen Frau fand in der Literatur schon zu Praxis Lebzeiten ihren Niederschlag. Wir behalten dabei das &quot;Berkely Horse&quot; im Augen und werfen dazu recht vorsichtig einen Blick in das erotische Monatsmagazin „The Pearl“ – zunächst mal nur textlich (Seite 464 der Gesamtausgabe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Schließlich … wurde (jede von uns) von einer Erzieherin in den Raum geführt, der eigens für Bestrafungen eingerichtet war und genutzt wurde. Er wurde durch ein Dachfenster erhellt und war mit Leitern, „Berkeley-Pferden“ und anderen Vorrichtungen ausgestattet, etwa von der Decke herabhängenden Seilen sowie Ringen im Boden und an der Decke, an denen widerspenstige Übeltäter festgebunden werden konnten.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
An anderer Stelle wir die „Leiter“ ähnlich beschrieben, wie Fraxi sie darstellte, diesmal „mit rotem Flanell bespannt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Bald darauf wurde ich in ein unbenutztes Zimmer gebracht, das ich noch nie zuvor betreten hatte; es war kaum möbliert – abgesehen von einem Teppich und einem bequemen Sessel. An den Wänden hingen jedoch mehrere Reisigbündel, und in einer Ecke stand ein Gestell, das einer Trittleiter ähnelte, aber mit rotem Flanell bespannt war und über sechs Ringe verfügte: zwei auf halber Höhe, zwei unten und zwei oben.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das Pferd wird auch an anderer Stelle noch erwähnt, teils auch, um die Entkleidung plastisch zu beschreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt; „Komm, liebe Rosa, mach keine Schwierigkeiten und verärgere deinen Großvater nicht noch mehr“, sagte Mrs. Mansell, während sie meinen Rockbund löste. „Streif dein Kleid ab, während die Mädchen das Pferd in die Mitte des Zimmers stellen.“&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Irgendjemand hat diese Szenen damals sogar illustriert, und ich habe eine &quot;abgemilderte&quot;, aber technisch deutlich verbesserte und entfleckte Version gefunden, mit der ich hier auch optisch demonstrieren will, wie die Zeichner das angebliche &quot;Berkley Horse&quot; sahen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:850 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;685&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/das_leitermotiv_nachkoloriert.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nach einer zeitgenössischen Zeichnung, technisch nachgebessert &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Das Leitermotiv kommt in zahllosen erotischen Romanen jener Zeit vor. Diese Beispiele sind, so weit ich weiß, anonym. Ich kenne sie nur in dieser relativ schlechten Qualität:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:854 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;820&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ber_leitermotiv_an_zg1.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ähnliche Motive, möglicherweise vom gleichen Künstler&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Auch die folgenden Zeichnungen von einem Künstler, sich &quot;Giglio&quot; nennt, nutzen das Leitermotiv bei einer Züchtigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 784px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:855 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;784&quot; height=&quot;570&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/giglio_2_3.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Leiter wird allenthalben genutzt, um erotisch Züchtigungen darzustellen. &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, warum das angeblich Berkley-Horse lange Zeit als Leitergestell durch die Literatur geisterte, ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die Zeichnung von Fraxi diesen Eindruck unterstützte. Andererseits wusste jeder Illustrator, wie er einen Menschen auf einer Leiter erotisch attraktiv in Szene setzen konnte. Doch mit Fraxis Beschreibung war nicht viel anzufangen – und nur wenige Menschen hatten vor 1900 jemals davon gelesen. Das wurde erst anders, als man gegen Ende des 20. Jahrhunderts auf die Idee kam, das &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html&quot;&gt;Berkley-Horse nachzubauen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bildnachweis: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Titelbild: &amp;copy; Liebesverlag.de, Juni 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel oben, farbig:&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nachgebesserte Version nach einem Original, das nach einer Expertenmeinung 1879 in der Dezemberausgabe von &quot;The Pearl&quot; veröffentlicht wurde. Die Version, die ich hier veröffentlicht habe, wurde nach einer etwas vergilbten Vorlage des Originals angefertigt, das in der Anlage zu sehen ist.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte: &lt;br /&gt;
Vermutlich Darstellungen des gleichen Künstlers für ein Buch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten: Zwei recht unterschiedliche Zeichnungen des Künstlers &quot;Giglio&quot;, näehere Daten unbekannt. &lt;/em&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-Das-Berkley-Horse-als-Haushaltsleiter-und-die-koerperliche-Zuechtigung.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Das Berkley Horse als Haushaltsleiter und die körperliche Züchtigung&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 15 Jun 2026 08:13:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-guid.html</guid>
    <category>berkeley</category>
<category>berkley</category>
<category>horse</category>
<category>magazin</category>
<category>mythos</category>
<category>pearl</category>

</item>
<item>
    <title>Das Berkley Horse: Vom Zuchthaus zum Haus der Züchtigung</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-Das-Berkley-Horse-Vom-Zuchthaus-zum-Haus-der-Zuechtigung.html</link>
            <category>mythen</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-Das-Berkley-Horse-Vom-Zuchthaus-zum-Haus-der-Zuechtigung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2187</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2187</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:852 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1143&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/zuechtigung_ueber_dem_bock.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Auf einem Bock gezüchtigt ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Begriff „Horse“ (Pferd) mag für die meisten von uns ungewöhnlich sein. Doch eigentlich ist es nichts als ein Bock, ähnlich dem „Turnbock“, den wir in Deutschland als Sportgerät benutzen. (Englisch auch „Pommel Horse“ genannt). Ein ähnliches Wort finden wir auch noch im „Sägebock“, also einem relativ stabilen Ständer, den man benötigt, um Holz zu sägen. Habe ich zu weit ausgeholt? Nun, ein Bock bleibt ein Bock, und in der Welt der Flagellation ist es eben eine Vorrichtung, auf die der „Kunde“ geschnallt wird, um gezüchtigt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sagt, eine Rose ist eine Rose, wenn sie aussieht wie eine Rose und  eine Ente ist eine Ente, wenn sie schnattert wie eine Ente.  Nur die Vorrichtung, einen Menschen zu fesseln, um ihn zu verprügeln, hat kein bestimmtes Aussehen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wieso strafte und züchtigte man eigentlich &quot;auf einem Bock&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:843 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1059&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/Strafe_im_Harem_17_JH_aus_harem_stuttgart_1997.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Beginn der Züchtigung im 17. Jahrhundert&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Die erste Idee, jemandem auf einem „Bock“ zu züchtigen, ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass man dabei keine „dritte Person“ benötigt. Zuvor war es so, dass der zu Bestrafende einen anderen Menschen umhalsen musste, der gezüchtigt werden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hals ließ sich natürlich durch eine Nachbildung ersetzen, und schon haben wir ein „Pony“, das nach zeitgenössischen Zeichnungen in Zuchthäuser verwendet wurde. Man nannte es wohl „Pony“, weil es vor allem zur Bestrafung von Jugendlichen diente, wie in der Abbildung dargestellt. Solche Geräte mussten fest, aber dennoch flexibel (z. B. auf Schienen) an Boden oder Wand befestigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:844 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;776&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/clerkenwell_house_of-Correction_pony_1874_small.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Pony wird einer Besucher-Ehepaar erklärt (1874), Zeitungsbericht&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt; &lt;br /&gt;
Immerhin ist ein Pony auch ein Pferd. Doch bei den buchstäblich „schweren Jungs“ nutzte man lieber fest installierte, aber dennoch verstellbare Rahmen, etwa das gezeigte Gestell, ein &quot;Whipping Frame&quot;. Auch diese Konstruktionen waren verstellbar. Auf manchen Zeichnungen und Fotografien sind Varianten dieser Vorrichtung dargestellt, die so verstellt werden können, dass ausschließlich das Gesäß geschlagen werden konnte - also nicht, wie vielfach üblich, ausschließlich der Rücken.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:845 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1580&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/zuchthaus_frame_nach_froto_von_1910.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Schwere Geräte aus dem Zuchthaus - im Grunde sehen sie aus wie Leitern.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Nun haben wir einige Bilder gesehen. Doch wie ordnen sich die anderen Konstruktionen ein, die auch als &quot;Prügelböcke&quot; bezeichnet werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu existiert eine anonyme Zeichnung eines Mannes, der zur Züchtigung auf einem großen Prügelbock in Form eines etwas veränderten Sportgeräts geschnallt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1025px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:848 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1025&quot; height=&quot;809&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/cheval_de_berkley.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Cheval de Berkeley - in zeitgenössischer Darstellung&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die wundervolle Maschine der Frau Berkeley in Dichtung und Wahrheit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich soll das „Berkley Horse“ für alle Körpergrößen geeignet gewesen sein, und es soll in jedem gewünschten Winkel verstellbar gewesen sein, sogar vielfach. Das war mit den Mitteln der damaligen Zeit durchaus möglich, aber nicht mit einer einfachen Leiterkonstruktion, die uns Fraxi mit seiner Skizze als das „Berkley Horse“ vorstellte. Kurz: Die mit Leder bezogene Leiterkonstruktion ist auf keinen Fall identisch mit dem, was im Text beschreiben wurde. Eine solide Holzkonstruktion, unter der auch noch eine „auf einem Stuhl sitzende Frictrix“ Platz gehabt hätte, wäre ohnehin wesentlich stabiler als das „Berkley Horse“ in der Zeichnung. Es ist weder belastbar noch verstellbar. Und die Proportionen entsprechen eher einer Haushaltsklappleiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst einmal die Beschreibung von Fraxi im Original:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:846 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1114&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/zitat_mit_berkley_horse.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Seltsame &quot;Fakten&quot; über ein eigenartiges Gerät&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Und nun dazu die magere Skizze der leiterähnlichen Konstruktion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:847 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1352&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/berkley_horse_fraxi.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ist es eine Leiter mit Polsterung? Das angebliche Berkley-Horse.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte lässt sich auf drei Arten weiterverfolgen: einmal durch das damals sehr populäre Erotik-Magazin &quot;The Pearl&quot; - gegen Ende der viktorianischen Zeit. Dann in den Werken deutscher Sexualforscher zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Schließlich gewinnt es zu Beginn des 21. Jahrhunderts wieder an Interesse – als Nachbau des Prügelbocks nach der ursprünglichen Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleiben wir zunächst noch in der Zeit kurz vor 1900. Da wird plötzlich ein Berkley-Horse hereingerollt - und es erweist sich als Leiter in Wort und Bild. Nun wird es Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen und einen Blick in die eigenartige Welt zu werfen, in der vor allem Frauen auf diese Leiter gebunden werden. Auch das ist eine Neuerung: Nachdem die Kunden von Frau Berkley vermutlich fast ausschließlich Männer waren, sie die Menschen, die nun gezüchtigt werden, werden in den erotischen Romanen, und ihren Illustrationen überwiegend Frauen an solche Holzleitern gefesselt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr mögt, folgt mir zuerst in die &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-Das-Berkley-Horse-als-Haushaltsleiter-und-die-koerperliche-Zuechtigung.html&quot;&gt;Welt der Holzleitern&lt;/a&gt; - das Thema ist höchst amüsant und natürlich schrecklich frivol, solange wir uns in der Blütezeit der erotischen Literatur aufhalten. Dann allerdings werfen wir einen ziemlich langen Blick auf die Replikate - &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html&quot;&gt;Nachbauten&lt;/a&gt; eines Geräts, für das es keine Konstruktionszeichnungen gab.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich die beiden Ärzte vergessen? Oh nein ... sie sind Personen der Zeitgeschichte und werden deshalb in manchem Lexikon zum Thema des &quot;Berkley Horse&quot; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Bildquellen: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titel: Nach einer angeblich von Paul Klamm stammenden Zeichnung 2025 restauriert. Ob es ein Original ist, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
Orientalische Züchtigung: &quot;Harem&quot; , Stuttgart 1997, nach einer Zeichnung aus dem Jahre 1884.&lt;br /&gt;
Züchtigung Jugendlicher: Zeitungsbericht von 1847.&lt;br /&gt;
Zuchthaus (Erwachsene): um 1905, Demonstration aus einem Zuchthaus, grafisch aufbereitet. &lt;br /&gt;
Sowie verschiedene andere Quellen, die ich nicht mehr genau nachverfolgen konnte. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-Das-Berkley-Horse-Vom-Zuchthaus-zum-Haus-der-Zuechtigung.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Das Berkley Horse: Vom Zuchthaus zum Haus der Züchtigung&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 13 Jun 2026 13:40:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-guid.html</guid>
    <category>berkeley horse</category>
<category>berkley horse</category>
<category>fraxi</category>
<category>history</category>
<category>modern times</category>

</item>
<item>
    <title>Die verschwundenen Memoiren der Theresa Berkley </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-Die-verschwundenen-Memoiren-der-Theresa-Berkley.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-Die-verschwundenen-Memoiren-der-Theresa-Berkley.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2186</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2186</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 7510px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:842 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;7510&quot; height=&quot;8220&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/1898_georges_Melies.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eben war sie noch da ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aus welchen Gründen schreiben Menschen ihre Memoiren? Ich weiß, warum mein Urgroßvater sie schrieb. In Zeiten raschen Wandels versuchen viele Menschen, das Bestehende zu dokumentieren und mit dem Neuen zu vergleichen, und genau das war auch sein Anliegen. Den Memoiren gehen oft Tagebücher voraus, die mal mehr, mal weniger als Zeitzeugnis taugen. Wer daraus ein Buch über das eigene Leben machen wollte, scheiterte oft an der Hürde, einen Verleger er zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls steht fest: Wenn du deine Memoiren veröffentlichen willst, muss dein Leben für andere interessant sein, sonst wird dein Buch nicht gelesen. Und sollte es eine hohe Auflage erreichen, fließt auch gutes Geld. Es gibt also durchaus ökonomische Gründe, Memoiren zu schreiben. Und ob wir nun in der viktorianischen Epoche oder in der Jetztzeit leben: Nicht jeder, der ein interessantes Leben führt, ist auch ein guter Autor. Schon allein deshalb benötigt man oftmals einen Schriftsteller, um eine „Autobiografie“ schreiben zu lassen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Und wie war das nun mit Frau Berkley?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:837 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;130&quot; height=&quot;129&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/zauberei_da_ist_es.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Obgleich der Autor Henry Spencer Ashbee (Pisanus Fraxi) seit 1877 darauf hoffte, dass die „Memoiren“ der Theresa Berkley veröffentlicht würden, musst er schließlich aufgeben. Tatsächlich gab es ein verirrendes Geflecht von falschen Fährten, die immer wieder gelegt wurden, um der Geschichte rund um Frau Berkley etwas mehr Glaubwürdigkeit zu verliehen. Typisch dafür ist eine Verbindung mit ihrer angeblichen Vorgängerin, die als „Mary Wilson“ durch die frühe viktorianische Geschichte geistert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu will die gewöhnlich gut orientierte Webseite (1) wissen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Mary Wilson war entweder eine fiktive englische Prostituierte und ein Pseudonym für George Cannon oder eine reale Prostituierte, der George Cannon pornografische Schriften zuschrieb. Das Werk &lt;strong&gt;The Sexual Life in England: Past and Present&lt;/strong&gt; (1901–1903) behauptet, sie habe tatsächlich existiert; diese Information stammte wahrscheinlich aus der &lt;strong&gt;Catena Librorum Tacendorum&lt;/strong&gt; (1885).&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Konstruktion von Beweisen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letztgenannte Buch stammt – wie könnte es anders sein – aus der Feder von Henry Spencer Ashbee, sodass sich die „Beweise“ für die Existenz von Frau Berkley künstlich verstärkt werden sollten. Auf diese Weise ergänzen sich die beiden „Persönlichkeiten“ ideal: Eine bürgt für die andere, aber keine wird ausreichend nachgewiesen. Seit beide Figuren auch durch das Internet geistern, wird sogar das Geburtsjahr, die Lehrzeit und die Zeit des Wirkens im eigenen Bordell mit Pseudo-Daten belegt, die keinen historischen Wert haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1240px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:838 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1240&quot; height=&quot;597&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/wilson_fake_1828.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Beweis ohne Wert von 1828&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Wenn Daten nur Schall und Rauch sind ...&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehört beispielsweise das Geburtsdatum von Frau Berkley, das mit 1770 angegeben wird, wie auch ihre „Lehrzeit“ in einem anderen Bordell (1787). Ebenfalls unglaubwürdig ist die Übergabe eines exklusiven Bordells von Frau Wilson (1828) sowie die Einführung der „ungewöhnlichen Prügelmaschine“ ebenfalls im Jahr 1828. Das Todesdatum von Frau Berkley (1836) wird zwar mit einer Art „Beleg“ versehen, doch beruhen alle anderen Daten auf einer zweifelhaften Rückrechnung. Ein Buch, das immer wieder im Rahmen der Biografien erwähnt wird, ist die &lt;em&gt;„Venus School Mistress&lt;/em&gt;“ des Autors und Verlegers George Cannon, das in Wahrheit gar keinen Aufschluss über das Leben von Frau Berkley gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als angeblichen Beweis legte Ashbee (Fraxi) diese seltsame Verknüpfung von Daten  vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Venus-Schulmeisterin; oder Birchen Sports. Von R. Birch, übersetzt aus Manons Memoiren. Gedruckt für Philosemus und verziert mit einem schönen Druck. Preis 10 Schilling, 6 Pence. Wahrscheinliches Erscheinungsdatum 1808 bis 1810…. Es gibt eine weitere Ausgabe von ca. 1820, „mit 4 farbigen Tafeln“.Um 1830 druckte Cannon das Werk mit dem Titel &quot;Venus School Mistress; or Birchen Sports. Es wurde im Titel als ein „Nachdruck der Ausgabe von 1788“ bezeichnet und mit einem Vorwort von Mary Wilson eingeleitet, das einige Hinweise auf Mrs. Berkley enthielt. London: „Gedruckt von John Ludbury, Nr. 256, High Holborn.&lt;/blockquote&gt; Im Original (bei Pisanus Fraxi, Index Librorum Prohibitorum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:839 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;774&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/venus_school_mistress_fraxi.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Verunsicherung über Daten und Fakten: Pisanus Fraxi.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Motive: Warum Memoiren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, warum eine Prostituierte, Domina oder Bordellwirtin eine Autobiografie schreiben sollte, sind keinesfalls unbekannt. Zum einen eignen sich bekannte Ereignisse der Geschichte vorzüglich, um sie mit dem Glanz der „Wahrscheinlichkeit“ zu schmücken. Zum anderen wirken sie auch als rein fiktionale Werke durchaus nach, weil solche Themen nach wie vor gefragt sind. Schlussendlich gibt es tatsächlich Autobiografien von Sexarbeiterinnen, die zwar literarisch fragwürdig, aber dennoch weitgehend authentisch sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der Motivationen dürfte die Aussicht auf Honorare sein, eine andere eine möglichst neutrale Darstellung des Berufs, der diesen weder beschönigt noch verdammt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine Dame verschwindet ...&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:840 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;130&quot; height=&quot;130&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/eine_dame_vers_klein.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Wenn wir zurück in die Jahre 1877 – 1900 gehen, finden wir weder einen Beweis für die Existenz einer Autobiografie von Frau Theresa Berkley noch eine vergleichbare Biografie. Henry Spencer Ashbee bedauerte dies selbst zutiefst, hoffte aber bis zum letzten Moment, dass sie doch noch ein Verleger aus dem Hut zaubern würde. Doch all seine Hoffnungen wurden zerstört. Stattdessen kam das fast vergessene &quot;Berkley Horse&quot; wieder zu Ehren - eingebettet in die Geschichten, die inzwischen im Magazin &quot;The PearL&quot; veröffentlicht wurden. Davon berichte ich in einem weiteren Beitrag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerer, als zu beweisen, dass etwas existiert, von dem noch niemand weiß, ist es, etwas zu bezweifeln, von der jedermann angeblich etwas weiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe es zumindest versucht – und wer es besser kann, der mag es versuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verbinde dies mit einer kleinen Warnung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Seit die „Künstliche Intelligenz“ das Internet beherrscht, erhalten Menschen, die nach Fakten suchen, immer mehr dubiose Antworten aus höchst fragwürdigen Quellen. Als Beweis wird schon gewertet, wenn die KI im Internet zwei Fundstellen erwischt, egal, wie glaubwürdig sie sind. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1)	Gab es eine &lt;a href=&quot;https://www.artandpopularculture.com/Mary_Wilson_%28sex_worker%29&quot;&gt;Mary Wilson&lt;/a&gt;?  &lt;br /&gt;
Sowie diverse Zitate aus:&lt;br /&gt;
Fraxi: Index Librorum Prohibitorum (1877).&lt;br /&gt;
Fraxi: Catena Librorum Tacendorum (1885)&lt;br /&gt;
Bilder: Zauberer im Titel: Film-Standbild aus Escamotage d&#039;une dame  (Georges Méliès, 1896)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-Die-verschwundenen-Memoiren-der-Theresa-Berkley.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Die verschwundenen Memoiren der Theresa Berkley &quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 08:38:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-guid.html</guid>
    <category>berkeley</category>
<category>berkley</category>
<category>memoiren</category>
<category>verschwunden</category>

</item>
<item>
    <title>Frau Theresa Berkley und die Tarife für sinnlichen Prügel</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2185</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2185</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:833 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;931&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ein_feines_bordell.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Aufenthalt im Luxusbordell hatte seinen Preis ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die einzige Quelle, die es für das Einkommen der Bordellbetreiberin Theresa Berkley gibt, stammt von Pisanus Fraxi (Henry Spencer Ashbee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er setzt den Zeitpunkt der Erfindung ihrer „Maschine zum Auspeitschen“ gleich mit ihrem wirtschaftlichen Erfolg. Das liest sich dann so (1): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Als das neue Gerät zum Auspeitschen erfunden wurde, sagte der Konstrukteur ihr, dass sie dadurch sie bekannt werden würde und die Maschine nach ihrem Tod ihren Namen tragen würde. Tatsächlich sprach man nun darüber, und diese Tatsache verschaffte ihr einen sehr guten Umsatz. Sie starb im September 1836, nachdem sie in den acht Jahren, in denen sie als Gouvernante tätig gewesen war, ein Vermögen von zehntausend Pfund angehäuft hatte. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Um es gleich zu sagen: Das war für die damalige Zeit ein beachtliches Vermögen – heute würde es etwas unter 1 Mio. Pfund sein, nämlich £ 989,583.28. (2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden einige von euch sagen: „Was, so viel Geld? Das kann doch niemand in acht Jahren mit einem Puff verdienen …“. Und wer weiter nachdenkt, wird vielleicht noch an heutige Großbordelle denken und ergänzen: „Die musste aber viele Zimmer gehabt haben, wenn die so viel Geld damit gemacht hat …“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, gemach, Lieber Leserin, lieber Leser. Wir befinden uns irgendwo zwischen 1828 und 1836.  Das Einkommensgefälle zwischen Adligen, Grundbesitzern und Industriellen einerseits und dem „gewöhnlichen Volk“ andererseits ist riesig. Nimmt man noch die typischen Besitzer großer Ländereien dazu, so öffnet sich die Schere noch erheblich weiter. Ein Pfund Sterling war damals schon ziemlich viel Geld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Viktorianische Bordell - Umsatz, Gewinn und Kosten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:834 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;125&quot; height=&quot;125&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/some_pounds.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Die Daten aus dem 19. Jahrhundert mögen schwer zu ermitteln sein – in einem Punkt sind sie allerdings sehr genau: Bei den Preisen, Einkünften und Kosten. Aufgrund dieser Zahlenbasis ist es möglich, Umsatz und Gewinn für ein Bordell der damaligen Zeit zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo siedelte ich es an? Die teuersten Bordelle der damaligen Zeit bestanden im Londoner West End und sie waren relativ überschaubar. Ein Haus mit Salon, drei Zimmern zur Verrichtung und sechs Damen zur Auswahl. Das Ergebnis, war, gerundet und verkürzt: Bruttojahreseinkommen 2.300 Pfund, Gesamtkosten 700 Pfund, Nettogewinn demnach 1.600 Pfund Sterling.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Pfund Sterling für die Sinneslust - ist das wenig oder viel?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Rechnung basierte allerdings auf einem „Tarif“ von einem Pfund Sterling pro Besuch plus „Nebenkosten“ – war das zu viel oder zu wenig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst scheint ein solcher „Tarif“ gering zu sein. Doch wenn wir dagegenhalten, dass dies nach heutigen (2016) Geld etwa 100 GBP entspricht, ergibt sich für viele die Frage: „Wer konnte sich so etwas denn leisten?“ War es nicht damals ungefähr ein halbes Monatsgehalt für einen kleinen Angestellten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine völlig andere Tarifstruktur &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:835 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;130&quot; height=&quot;138&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/domina_rund.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Vermuten wir einfach mal, dass dieser „kleine Angestellte“ kein Bordell im Londoner Westend besuchte – und vor allem kein Flagellationsbordell, dessen „Tarifstruktur“ sich völlig anders darstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Etablissement wie dem, das Frau Berkley angeblich führte, lagen die zu zahlenden „Tribute“ deutlich höher – zunächst unabhängig von der Art der Dienstleistungen. Wenn wir davon ausgehen, dass ausschließlich ungewöhnliche Dienste angeboten wurden, dürfte der Preis zwischen drei und fünf Pfund Sterling gelegen haben. Wir können hier getrost annehmen, dass in Flagellationsbordellen neben aktiver und passiver Flagellation auch andere Dienste angeboten wurden – einzeln oder in Kombinationen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Halten wir einen Moment den Atem an – das wären also drei bis fünf Pfund Sterling, also etwa 300 – 500 GBP nach heutigem Geld. Wer konnte solche Summen überhaupt bezahlen? Offenbar konnten es einige der reichen Adligen, Grundbesitzer und Fabrikanten. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:832 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;140&quot; height=&quot;134&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/onle_five_pounds.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Es ist nicht schwer, die Zahlen von damals zu überprüfen. Man benötigt dazu einen intimen Londoner Stadtführer aus jener Zeit, in dem einzelne „Tarife“ für Lusterlebnisse verzeichnet sind. (3) Fünf Pfund sind dabei im Jahr 1850 ein durchaus übliches Honorar für eine einzelne, lustvolle Beregnung mit einer der „besonders talentierten“ Londoner Prostituierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:836 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;421&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/five_pounds_final.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Original-Auszug aus dem viktorianischen Bordellführer&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Wahrheit - oder jedenfalls eine Wahrscheinlichkeit &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Sicht könnte die vermeintliche „Frau Berkley“ in jenen acht Jahren durchaus 10.000 Britische Pfund an Barvermögen angesammelt haben. Möglicherweise allerdings auch noch wesentlich mehr. Dazu wäre noch zu sagen, dass es  keinerlei Unterlagen darüber gibt,  wie sich der genannte Betrag zusammensetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das angebliche „Berkley Horse“ wirklich existierte, ist für die Berechnung völlig unerheblich – es wird lediglich von Pisanus Fraxi als wichtig für den Erfolg für Frau Berkleys Etablissement angesehen. Dazu habe ich noch wesentlich mehr für euch vorbereitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachwort:&lt;/strong&gt; Alles, was ihr hier lesen könnt, ist spekulativ. Allein der „Tarif“ von etwa fünf Pfund Sterling für Prostituierte mit besonderen Fähigkeiten im Londoner Westend ist halbwegs verbürgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel habe ich außer vielen eigenen Recherchen. für die Berechnungen auch künstliche Intelligenz verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Fraxi (Ashbee)&lt;br /&gt;
(2) &lt;a href=&quot; https://inflationhistory.com/de-DE/?currency=GBP&amp;amount=10000&amp;year=1836&quot;&gt;Geldbeträge umrechnen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(3) Höhe der echten Preise &lt;em&gt;Man of Pleasure&#039;s Illustrated Pocket-Book for 1850&lt;/em&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Begriffe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Flagellationsbordell - Heute in deutscher Sprache als Domina-Studio bekannt, nicht völlig identisch mit der damaligen Zeit.&lt;br /&gt;
GBP ist die heutige Bezeichnung für das Pfund Sterling&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Frau Theresa Berkley und die Tarife für sinnlichen Prügel&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 12:31:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-guid.html</guid>
    <category>19. jh</category>
<category>ashbee</category>
<category>dr.vance</category>
<category>england</category>
<category>erbe</category>
<category>fraxi</category>
<category>nachlass</category>
<category>vermögen</category>
<category>victorianisch</category>

</item>
<item>
    <title>Der wundersame Pisanius Fraxi und seine Quellen</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2184</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2184</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1048px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:828 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1048&quot; height=&quot;1079&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/die_wundervolle_miss_parks.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Abbildungen von Prostituierten - sehr selten zu finden&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt; &lt;br /&gt;
Es ist an der Zeit, den Vorgang für den Mann zu öffnen, der in den Lexika der Jetztzeit (2026) mal als &lt;em&gt;Schriftsteller&lt;/em&gt; und mal als &lt;em&gt;Sammler von erotischen Büchern&lt;/em&gt; auftritt. Zumeist wird er als „Bibliophiler und Bibliograf“ bezeichnet, also als Buchliebhaber und als Literaturkenner, der erotische Schriften einzuordnen weiß. Als Schriftsteller schrieb er sowohl unter seinem eignen Namen &lt;strong&gt;Henry Spencer Ashbee&lt;/strong&gt;. aber auch unter dem Namen Pisanus Fraxi. Außerdem vermuten einige Literaturhistoriker, dass er auch als Autor des überaus frivolen Entwicklungsromans &lt;em&gt;„Walter – My Secret Life“&lt;/em&gt; infrage kommen könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Pisanius Fraxi als Autor, die Flagellationsbordelle und die geheimnisvolle Frau Berkley &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für all das, was Frau Berkley und die wundersame Geschichte ihres Flagellationsbordells betrifft, interessiert nur das, was Ashbee als „Pisanus Fraxi“ verfasste – und diese Werke waren allesamt nicht viel mehr als Verzeichnisse erotischer Literatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste dieser Werke,&lt;em&gt; „Index Librorum Prohibitorum“&lt;/em&gt;, auf Deutsch also das „Verzeichnis verbotener Bücher“, enthält die meisten der Informationen, über die ich (wie auch alle anderen Autoren dieses Themas) verfüge.  Das „verbotene“ an ihnen war der erotische Inhalt, und das Buch skizzierte die erotischen Werke jener Zeit ziemlich schnörkellos. Nur wenige Stelle in diesen Büchern wurden in einer blumigen Sprache beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mal gibt sich Fraxi als Historiker, mal als blumiger Autor&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:831 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;145&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/rute_rund_color.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Pisanius Fraxi schreibt zunächst über einige Londoner Betreiberinnen von Flagellationsbordellen. Die Quelle wird nicht genannt – aber sie enthält einen langen Beitrag über eine &lt;em&gt;bereits verstorbene Bordellbetreiberin&lt;/em&gt;, die einen exquisiten Geschmack hatte. Dies traf auch auf ihre Kunden zu, die zu einem großen Teil Liebhaber der körperlichen Züchtigung waren. Die übertriebene Schilderung der Vorzüge dieser Dame und ihrer Ausstattung könnte gut und gerne eine Art Werbung gewesen sein. Doch an dieser Stelle sollten wir und daran erinnern, dass die Dame zum Zeitpunkt der Drucklegung (1877) bereits vor 40 Jahren (1836) verstorben war. Nach so langer Zeit vergilben die meisten der verfügbaren Dokumente und die Erinnerung der Zeitzeugen lässt spürbar nach. Nun gut - lesen wir einfach mal nach.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ashbee (Fraxi) begann das entsprechende Kapitel wie ein Historiker:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Zu Beginn dieses Jahrhunderts [des 19.] waren in London überaus prunkvoll ausgestattete Etablissements, die sich ausschließlich der Anwendung der Birkenrute widmeten, keine Seltenheit. Die Frauen, die dieses Gewerbe ausübten, absolvierten zuvor gewissermaßen eine Lehre, um sich die Kunst anzueignen, die Rute anmutig und wirkungsvoll zu führen. Es wäre ein Leichtes, eine sehr umfangreiche Liste dieser weiblichen Flagellantinnen zusammenzustellen, doch werde ich mich darauf beschränken, lediglich einige wenige zu erwähnen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das tut er dann auch, und er nennt zunächst einige andere Namen, bevor er fortfährt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Doch die Königin ihrer Branche war zweifellos Mrs. Theresa Berkley aus der Charlotte Street Nr. 28 am Portland Place; sie war eine vollkommene Meisterin ihrer Kunst, verstand es, ihre Klienten zufriedenzustellen, und war zudem eine durch und durch geschäftstüchtige Frau – denn im Laufe ihrer Laufbahn häufte sie eine beträchtliche Summe Geldes an. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
(Es handelte sich dabei um 10.000 Pfund Sterling, nach heutigem Kurs gegen 1 Mio. GBP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:830 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;124&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/instruments_of_torture.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Im weiteren Text wird das „Arsenal“ des Bordells mit deutlichen  Worten und ausgesprochenen anschaulich beschrieben. Der Text mag für Flagellanten und andere Schmerzliebhaber verlockend klingen, den übrigen Lesern will ich sie aber vorenthalten. Da alle Texte öffentlich zugänglich sind, kann sich jeder dennoch selbst davon überzeugen. Die darin enthaltenen Übertreibungen sind typisch für die damalige Zeit, den je sensationeller etwa beschrieben werden konnte, umso mehr Aufmerksamkeit erreichte man damit. Teilweise wurde auch Namen der Prostituierten genannt, die angeblich in ihrem Bordell arbeiteten - entweder als &quot;Frictrice&quot;(4) oder in anderen Funktion, zum Beispiel, um die devote Rolle zu übernehmen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:825 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;118&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/seite_46_einleitung_charlotte_street_punkt.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;charlotte street&quot;&gt;Nachdem Ashbee in einigen Abschnitten über das fragliche Bordell sehr viel Aufmerksamkeit auf kleinste Details legt, sind die nachvollziehbaren oder überprüfbaren Fakten extrem selten. So existiert beispielsweise keine genaue Beschreibung des Gebäudes und seines Interieurs. So bleiben Zweifel, ob an der Adresse &lt;em&gt;„Charlotte Street 28, Portland Place“ &lt;/em&gt;„ihr“ Bordell betrieben wurde, ein anderes Flagellationsbordell oder möglicherweise ein völlig anderes Bordell. In den Schilderungen fehlen beispielsweise genaue Angaben über die Anzahl der Räume, Grundrisse, glaubhafte Zeichnungen, Fotografien oder wenigstens die Aussagen glaubwürdiger Zeitzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:827 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;118&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/dr_vance_keine_memoiren.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Ashbee (Fraxi) fehlte möglicherweise jeder Beweis für die vielen Behauptungen, die er über die mysteriöse „Mrs. Berkley“ verbreitet hatte. Tatsächlich hoffte er darauf, dass diese Frau tatsächlich Memoiren geschrieben hatte und dass diese „demnächst“ veröffentlicht würden. Er schrieb jedenfalls: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Viele Menschen sind enttäuscht über die lange Verzögerung ihrer angekündigten Memoiren, deren Veröffentlichung auf Wunsch von Dr. Vance aus der Cork Street – dem Testamentsvollstrecker – zunächst ausgesetzt worden war. Sein kürzlicher Tod wird es der Firma, die die Urheberrechte an ihrer Autobiografie hält, nun jedoch ermöglichen, das Werk rasch in Druck zu geben.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde niemals veröffentlicht – und der naheliegendste Grund ist mit Sicherheit, dass es niemals eine Autobiografie von Frau Berkley oder eine vergleichbare Biografie irgendeiner Betreiberin eines Londoner Flagellationsbordells gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:829 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;126&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/fraxi_horse_small.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Im Grunde könnten wir jetzt auf weitere Zweifel verzichten, denn schließlich wird das viktorianische Zeitalter schon bald zu Ende gehen. Doch einige Exemplare von Ashbees  Büchern überstanden die Zeit – und viele andere wollten sogar vom „Hörensagen“ oder aus eigener Anschauung wissen, wie das legendäre „Berkley Horse“ ausgesehen hätte. Tatsache ist: Niemand würde es anhand der Zeichnung von Ashbee erkennen, aber alle glaubten, dass es sich um eine Art Leiter handeln würde – und tatsächlich wurde sie von Künstlern auch in Wort und Bild dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies und noch viel mehr mag Ashbee nicht gestört haben. Seine  beiden Bücher „Index Librorum Prohibitorum“ von 1877  und der Band drei der Serie, Catena Librorum Tacendorum, das fast 20 Jahre später (1885) erschien, nehmen zwar auf auf Ms. Berkley Bezug – doch im Grunde ist diese Figur nur eine Episode in dem verschlungenen Gewirr von Dichtung und Wahrheit., Sensationsmache und Gerüchten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;War alle dies vielleicht eine Zeiterscheinung?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann schon sein. Die Literaturhistorikerin  &lt;em&gt;Sarah Bull&lt;/em&gt; jedenfalls hält es für möglich. Sie schreibt (stark gekürzt):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wissenschaftler haben Ashbees Charakterisierung erotischer Literatur als Spiegel der Realität mit berechtigter Skepsis betrachtet. Die sexuellen Fantasien des Bibliografen sollen als Beweis dafür dienen, dass fiktive Episoden sexueller Handlungen „tatsächlich stattgefunden“ haben.&quot; &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten: Die Fantasiegebilde, die über die viktorianische Zeit in solchen Sittengemälden verbreitet wurden,  sollten wie Realitäten wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise ist diese Saat aufgegangen, denn einige erotische Werke der Viktorianischen Zeit vermischten Dichtung und Zeitgeschehen in raffinierter Weise. Und diejenigen, die später darüber schrieben, benutzen tatsächlich Asbees / Fraxis Werke, um sich selbst und seinen Lesern ein Bild von dieser Zeit und ihrer Kultur zu entwerfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine persönliche Stellungnahme unseres Autors Gebhard Roese&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Henry Spencer Ashbee  war nicht nur ein Büchersammler, sondern er bündelte erotische Literatur, Memoiren und antiquarische Notizen zu „erotischen Sensationen“. Sowohl sein Stil wie auch die Aussagen zeigen einerseits seine eigenen Interessen, dann aber auch den erotischen Teil des viktorianischen Milieus generell. &lt;br /&gt;
Es wäre vermessen, seine Werke als „erotischen Bücherzirkus des 19. Jahrhunderts“ zu bezeichnen, aber ich halte für angemessen, Teile seines Werks als „Sensationslüsternen Spaziergang durch eine Bibliothek“ zu nennen. &lt;br /&gt;
Ashbee schreibt teilweise über eine Zeit, die längst vergangen ist und die er selbst nicht mehr als erwachsener Mann erlebt hat. Um diese Zeit zu rekonstruieren, benutzt er außer der Erotik-Literatur vor allem das „Hörensagen“, insbesondere dann, wenn angebliche „Zeitzeugen“ zu Wort kommen. Ein stichhaltiger Beweis für die reale Existenz der Theresa Berkley fehlt nach all den Quellen, die mir zur Verfügung standen. Das schließt nicht aus, dass es tatsächlich ein lebendiges Vorbild für diese Figur gab. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Die nächsten Teile beschäftigen sich mit der Ökonomie von Bordellen, einer bekannten Kurtisane, dem  &quot;Berkley Horse&quot;  und mit zwei deutschen Ärzten, die den Ruhm von Frau Berkley in die Jetztzeit trugen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bildquellen: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
(Rund Bilder, Text) Auszüge aus Büchern von Praxi.&lt;br /&gt;
Berkley Horse - nach der Zeichnung von Praxi.&lt;br /&gt;
Domina symbolisch mit Rute - Version einer anonymen Buchillustration. &lt;br /&gt;
Prostituierte: Solche Zeichnungen waren in Bordellführern jener Zeit zu finden. (Miss A. Parks, 1850, in Thee Man of Pleasure&#039;s Pocket Book&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Andere Quellen: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Index Librorum Prohibitorum ist für registrierte Benutzer von archiv.org online verfügbar. &lt;br /&gt;
(2) Catena Librorum Tacendorum verfügbar bei archiv.org und möglicherweise anderen Quellen.&lt;br /&gt;
(3) The Archival Logic of the Secret Museum by Sarah Bull - Book History, Volume 20, 2017. &lt;a href=&quot;https://muse.jhu.edu/article/674969&quot;&gt;Online&lt;/a&gt;. (Die akademische Sprache wurde in ein leichter verständliches Deutsch umgesetzt).&lt;br /&gt;
(4) Frictrice:  Die Frictrix („Reiberin“) ist eine Frau, die mit der Hand an den Geschlechtsteilen einer anderen Frau oder eines Mannes tätig wird. Bei der Umwandlung in andere Sprachen wurde auch der Begriff „Frictrice“ verwendet. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Kursrechnung nach &lt;a href=&quot;https://inflationhistory.com/de-DE/?currency=GBP&amp;amount=10000&amp;year=1836&quot;&gt;Inflationhistory&lt;/a&gt;. &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Der wundersame Pisanius Fraxi und seine Quellen&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 08 Jun 2026 10:27:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-guid.html</guid>
    <category>ashbee</category>
<category>berkley horse</category>
<category>bordell</category>
<category>flagellationsbordell</category>
<category>fraxi</category>
<category>london</category>
<category>mrs. berkley</category>
<category>viktorianische zeit</category>

</item>
<item>
    <title>Henry Spencer Ashbee und der Cannibal Club</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2183</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2183</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:821 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;833&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/schmemenhafte_erinnerung_1024.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nach und nach schwindet die Erinnerung &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Wie aus Fantasien, erotischer Literatur und vielen Beimischungen &quot;Fakten&quot; endstanden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Prolog über einen Club von erotisch interessierten Gentlemen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gab es den Club, von dem ich  hier schreiben will, wirklich? Ein Teil der Quellen gibt präzise Auskünfte - sie könnten dennoch falsch sein. Einige Quellen nennen den Namen &quot;Henry Spencer Ashbee&quot; als Mitglied, andere wissen nichts davon. Dennoch will ich darüber berichten, so gut es geht. Denn damals wie heute gab es informelle Kontakte, die nirgendwo historisch belegt sind. Um solche Kontakte handelt es sich offenbar auch in der Welt, in der ich euch nun entführen will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Henry Spencer Ashbee - eine historische &quot;Primärquelle&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henry Spencer Ashbee, der als „Primärquelle“ für die Existenz von Frau Berkley gilt, war er mit Sicherheit kein Historiker, wie oft angenommen wird. Er war Textilkaufmann und Schriftsteller, Bücherfreund und Sammler erotischer Literatur, über die er drei Bücher schrieb. Die meisten heutigen Quellen nennen allein ihn als Primärquelle für die Existenz einer „Frau Theresa Berkley“. Wenn er in London war, tauschte er sich darüber auch mit anderen aus. Zunächst in einem besonderen Kreis von Freigeistern, dem „Cannibal Club“, dann aber auch über die Mitglieder des „Geheimen Museums“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Männliche Freigeister und Erotik-Interessenten Anno 1863&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Institutionen waren keine festen Organisationen – sie ähnelten eher Stammtischen. Da nahezu alle der Teilnehmer Interesse an erotischen Themen hatten, tauschten sie auch Informationen darüber aus. Dabei speilet es keine große Rolle, ob diese Informationen einen gewissen Wahrheitsgehalt hatten oder nicht. Man benötigte sie allenfalls, um die Neugier zu befriedigen. Da einige der Teilnehmer Schriftsteller waren, benutzen sie das Gehörte auch, um neue Bücher zu schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cannibal Club soll zwischen 1863 und etwa 1870 existiert haben. Vermutet wird aber, dass Ashbee noch lange Kontakt mit einigen der ehemaligen Mitglieder hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Zeit überholt Herrn Ashbee - er kommt 40 Jahre zu spät &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ashbee selbst vertraute oft ganz und gar auf die Informationen, die er in Büchern vorfand, ohne die Fakten ernsthaft zu überprüfen. Im Fall der Theresa Berkley hatte ihn die Zeit ohnehin längst überholt, als er 1877 über sie schrieb – etwa 40 Jahre nach ihrem Tod, der auf 1836 datiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Wert der Informationen aus dem Kreis der &quot;Kannibalen&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was genau Ashbee im Cannibal Club erfuhr, ist ganz und gar unbekannt – nicht einmal seine Mitgliedschaft ist gesichert. Beides spielte auch kaum eine Rolle, denn nahezu jeder Erotik-Autor in der viktorianischen Epoche mischte Tagesereignisse, Reiseberichte und bekannte Skandale in seine Bücher ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer wissenschaftlichen Stellungnahme zu den erotischen Werken jener Zeit heißt es (1):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;(Diese Werke) sind sehr unterschiedlich hinsichtlich ihrer Gattung, Geschichte und Sprache: Dazu gehören juristische und religiöse Traktate, medizinische Schriften, Übersetzungen östlicher Sexualhandbücher, „galante“ Romane … sowie … neuartige pornografische Zeitschriften, Romane und Gedichte, die sexuelle Körper, Akte und Begierden in unterschiedlichen Stilformen und sehr unterschiedlicher Deutlichkeit darstellen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ashbee ist umstritten - auch unter Historikern &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unterschiedliche Meinungen über Henry Spencer Ashbee und seine Werke&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meinungen über Ashbee sind durchaus umstritten – manche bezeichnen ihn als ausgezeichneten Kenner der viktorianischen Gesellschaft, während ihn andere als recht unzuverlässigen Zeitzeugen beschreiben.  Manche Autoren des 21. Jahrhunderts ignorieren ihn als Quelle völlig. Was Frau Berkley betrifft, so fehlen jedenfalls authentische Belege für seine Behauptungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hat dieser Autor überhaupt geschrieben?  Und wo finden wir die Originale seiner Bücher? Welche schrieb er unter seinem Namen, welche als Pisanius Fraxi? Welche wurden vermutlich anonym veröffentlicht? Wie und durch wen wurden seine Gedanken fortgetragen? Auch darüber wird spekuliert. Schauen wir mal nach ... und folgt mir, wenn ihr wollt. Hier ist die &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html&quot;&gt;Fortsetzung&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
(1) The Archival Logic of the Secret Museum by Sarah Bull - Book History, Volume 20, 2017. &lt;a href=&quot;https://muse.jhu.edu/article/674969&quot;&gt;Online&lt;/a&gt;. (Die akademische Sprache wurde in ein leichter verständliches Deutsch umgesetzt).&lt;br /&gt;
(2) Für die Existenz des Clubs, Artikel im &quot;&lt;a href=&quot;https://www.smithsonianmag.com/history/cannibal-club-racism-and-rabble-rousing-victorian-england-180952088/&quot;&gt;Smitonian Magazine, 2014.&lt;/a&gt;&quot;. &lt;br /&gt;
(3) Mit angeblicher Mitgliederliste, &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/The_Cannibal_Club&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
(4) Mit anderer angeblicher Mitgliederliste, mit Ashbee&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Cannibal_Club&quot;&gt;Wikipedia deutsch&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
(5) Abwertung (beispielsweise) in &quot;Lob der Peitsche&quot; von Niklaus Largier, S. 289&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
(6) Ignoriert z.B. in &quot;The Origins of Sex&quot;, London 2012 oder in &quot;The Pleasure is all mine&quot;. London 2013 &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:822 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1022&quot; height=&quot;6&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/waagerecht.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Henry Spencer Ashbee und der Cannibal Club&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 15:16:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-guid.html</guid>
    <category>ashlee</category>
<category>berkley</category>
<category>cannibal club</category>
<category>fraxi</category>

</item>
<item>
    <title>Inhaltsverzeichnis &quot;Theresa Berkley&quot; - Viktorianische Zeit - Wahr oder Erfunden?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2192-Inhaltsverzeichnis-Theresa-Berkley-Viktorianische-Zeit-Wahr-oder-Erfunden.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2192-Inhaltsverzeichnis-Theresa-Berkley-Viktorianische-Zeit-Wahr-oder-Erfunden.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2192</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2192</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 720px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:863 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;720&quot; height=&quot;67&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/berkley_header.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Theresa Berkley bei Sehpferd - die Inhalte&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;1. Einführung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theresa Berkley - &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2180-Die-Moeglichkeit-von-Fake-News-zu-Urgrossvaters-Zeiten.html&quot;&gt;Fake News vor 200 Jahren?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großes Theater - &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2178-Die-Geschichte-einer-seltsamen-Dame,-die-sich-Berkley-nannte.html&quot;&gt;die angeblichen Fakten mit Humor&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;2. Henry Spencer Ashbee  - der Urheber der Legende.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html&quot;&gt;Klub der Kannibalen&lt;/a&gt; - Kontakte knüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Ashbee als &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html&quot;&gt;Pisanus Fraxi&lt;/a&gt; - die Quelle, aus der die Legende kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vermögen mit einem Bordell verdienen - &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html&quot;&gt;Verifizierung&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hokus, Pokus - die &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-Die-verschwundenen-Memoiren-der-Theresa-Berkley.html&quot;&gt;Memoiren und Briefe sind verschwunden&lt;/a&gt;. Plötzlich fehlen die Nachweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;3. Das wundersame Pferd im Stall&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumentation - Vom &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-Das-Berkley-Horse-Vom-Zuchthaus-zum-Haus-der-Zuechtigung.html&quot;&gt;Zuchthaus zur Züchtigung&lt;/a&gt; - die Welt der Prügelböcke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prügelbock und die Haushaltsleiter - warum das Berkley-Horse sich kaum als &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-Das-Berkley-Horse-als-Haushaltsleiter-und-die-koerperliche-Zuechtigung.html&quot;&gt;Prügelbock&lt;/a&gt; eignete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachbauten - fünf Beispiele für &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html&quot;&gt;nachempfundene Berkley-Horses&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;4. Von der Erotik zur Populärwissenschaft &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sprung aufs europäische Festland - &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-Der-Roesselsprung-oder-der-Sprung-von-der-Erotik-zur-Sexualwissenschaft.html&quot;&gt;Doktoren und Lexika&lt;br /&gt;
&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;5. Mainstream und kritisch nachgefragt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html&quot;&gt;Bewertung der Legende 2026&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;6. Nachträge - auf Lustsünden.de&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://lustsuenden.de/index.php?/archives/82-Was-macht-eine-Gouvernante-mit-einer-Leiter.html&quot;&gt;Was machten Gouvernanten eigentlich mit einer Leiter? &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://lustsuenden.de/index.php?/archives/83-Die-luesternen-Triebe-unserer-Vorfahren.html&quot;&gt;Wird die Schmerzsucht in England &quot;vererbt&quot;?&lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 02 Jun 2026 15:29:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2192-guid.html</guid>
    <category>inhaltsverzeichnis berkley</category>

</item>
<item>
    <title>Die Möglichkeit von &quot;Fake News&quot; zu Urgroßvaters Zeiten</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2180-Die-Moeglichkeit-von-Fake-News-zu-Urgrossvaters-Zeiten.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2180-Die-Moeglichkeit-von-Fake-News-zu-Urgrossvaters-Zeiten.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2180</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2180</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Bevor das Internet mit all seinen geschwätzigen Kanälen, sozialen Netzwerken und Influencern Gerüchte verbreiteten, wurden sie über literarische Werke bekannt. Und obwohl die Auflage für heutige Verhältnisse gering war, besaßen doch einige Menschen solche „unanständige Bücher“, und nicht wenige sammelten sie. Auf diese Weise begann auch die Geschichte, die ich in mehreren Folgen auf ungewöhnliche Art  präsentieren will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das 19. Jahrhundert und die Liebhaber erotischer Bücher&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse an erotischen Werken war in Sammlerkreisen des 19. Jahrhunderts groß, der Wahrheitsgehalt jedoch oft gering. In den erotischen Büchern der viktorianischen Ära wurde ohnehin oft „skandalöse Tatsachen“ mit den Inhalten bereits existierender Bücher abgemischt und mit viel Fantasie angereichert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine berühmte Bordellwirtin aus der Sicht eines Buchliebabers&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier versuchen wir, den Fall einer reichen Londoner Bordellwirtin wieder aufzurollen. Er wäre kaum eine Randnotiz wert, wenn er nicht in spektakulärer Weise von einem gewissen Pisanus Fraxi aufbereitet worden wäre. Hinter dem Pseudonym verbarg sich ein Londoner Kaufmann, Autor, Bibliograf und vor allem Sammler erotischer Werke. Von ihm wird noch vielfach die Rede sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnen wir mit etwas Humor - ich habe die Hauptaussagen in ein Theater verlegt, in dem die&lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2178-Die-Geschichte-einer-seltsamen-Dame,-die-sich-Berkley-nannte.html&quot;&gt; Hauptakteure ihre Auftritte bekommen.&lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 30 May 2026 10:15:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2180-guid.html</guid>
    <category>berkley</category>
<category>erotik</category>
<category>fraxi</category>
<category>literatur</category>
<category>viktoranische zeit</category>

</item>

</channel>
</rss>
