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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Hi-Fi: Wie High ist eigentlich die Fidelity?

Ich beabsichtige, etwas über Hi-Fi zu schreiben, dass die meisten Menschen wirklich nachvollziehen können. Und natürlich über den Aufwand, den man mindestens betreiben sollte, um einen guten Klang im Wohnraum zu erreichen.

Ich schicke schon mal einen Fachmann vor, der genau wusste, wovon er sprach:

Bei der Hi-Fi-Wiedergabe wird … nicht der Originalklang reproduziert, sondern es soll eine beabsichtigte Illusion entstehen, die den Wunsch nach schöner und reiner Musikwiedergabe erfüllt.

Was klingt eigentlich wo "authentisch"?

Oh, ich habe viel gehört: Ein elektrischer Konzertflügel, der mit Lochstreifen gefüttert wurde – und dennoch wie ein Konzertflügel klang, weil er eben einer war. (1) Klassik-Aufführungen im Freien, in recht alten Universal-Festsälen, in Theatern, im alten Konzertsaal der Budapester Musikakademie und in modernen Konzerthallen - zuletzt sogar in einem Theaterzelt. Jazz? Beinahe überall, auch auf Straßen, im Saal eines Rundfunksenders, in Hotelhallen wie auch im Jazzkeller.

Sogar im Konzertsaal "klingt" es nicht für alle gleich

So viel kann ich euch sagen: Es gibt keinen „Original-Klang“. Selbst in den besten Konzertsälen „klingt“ die Musik auf jedem Platz ein klein wenig anders. Am besten angeblich im ersten Rang - links vom Orchester. Da klingt aus akustischer Sicht durchaus plausibel und entspricht tatsächlich meinen eigenen Erfahrungen.

Die vielen Stufen der Musikübertragung

Das alles betraf die „natürliche Musikwiedergabe“, also die direkte Hörerfahrung. Doch ist die Wiedergabe über die vielen Stufen der Elektronik von der Original-Aufnahme bis hin zum Lautsprecher daheim wirklich "authentisch?"

Jeder Techniker, Ingenieur oder Intimkenner der Musik-Verarbeitung wird euch sagen: Nein, das kann er gar nicht sein.

Also reden wir mal darüber. Hast du Lust, mitzureden? Besonders, wenn du im Bereich der Akustik, Musikproduktion oder Datenübertragung tätig bist?

Ich bin gespannt.

Zitat: HiFi-Stereo Handbuch, München 1972.
(1) Ich konnte nicht feststellen, ob es ein Welte-Mignon Konzertflügel war. Ich hörte und sah ihn in Kopenhagen, als das Museum noch aktiv war.

Der Zugang zur Liebe - und Du

Der Zugang zur Liebe geht durch die Tür
„Welchen Zugang haben Sie denn zur Kunst?“, fragte die selbstsicher wirkende Endvierzigerin. Sie ging davon aus, dass man eine bestimmte Sichtweise benötigt, um „Kunst“ wirklich zu verstehen.

Ehrlich gesagt war ich versucht, sie zu fragen, welchen Zugang sie denn zur Sexualität hätte. Das wäre mir nicht nur heute, sondern auch damals (vor etwa 35 Jahren) als unverschämt und beleidigend ausgelegt worden.

Stattdessen sagte ich: „Oh, ich kann sehen und ich weiß, was ich mag.“

Gibt es "Profis" für Liebesfragen?

Heute wird jeder, der Stellung zu etwas bezieht, nach seiner professionellen (also beruflichen) Kompetenz gefragt. Du musst mindestens Psychologe, Pädagoge, Soziologe, Theologe oder gar Sexologe sein, um Stellung zu beziehen. Ja, all diese Berufsbilder haben möglicherweise ein wenig mit der Interpretation von Liebe zu tun. Mehr allerdings nicht. Oder mal ganz salopp ausgedrückt: Ein Elefantenschwanz definiert noch keine Elefanten.

Meine Methode

Ich versuche hier und heute, eine Mischung aus Erfahrungswissen, logischem Denken und Vergleichen an die Dinge heranzugehen. Ich bediene mich bei der Evolution, der Kybernetik und der Kommunikationslehre. Manchmal gehe ich einen Schritt weiter und zitiere Thesen aus dem Konstruktivismus. Dazu kann ich auf Wunsch weitere Auskünfte geben.

Kurz: Ich sehe Liebe ziemlich nüchtern.

Andere mögen darüber völlig anders denken, und einige werden sich die Haare raufen, weil ich vergessen habe … (hier kannst du jeden Begriff einfügen, der dir gerade einfällt).

Eine Bitte hätte ich allerdings: Die Liebe ist ein freier, bunter Vogel. Damit es so bleibt, sollten wir ihr beim Fliegen zusehen, bevor wir ihr einen Sitzplatz auf der Papageienstange anbieten.

Und in diesem Sinne sage ich einfach mal: Wir Menschen sind alle in der Liebe kompetent, und wir erleiden trotzdem manchmal Rückschläge.

Erst Sex, dann Kennenlernen?

Something Blue - aber wollen eigentlich alle Frauen heiraten?

Erst Sex, dann Kennenlernen? Voraussichtlich werdet ihr demnächst einen Haufen Unsinn darüber lesen, weil ein Fernsehsender seine „neuartige" Datingshow so ähnlich aufbauen will.

Sex ist eine Methode, einander kennenzulernen

Sex, genau genommen Geschlechtsverkehr, ist eine intensive und sehr intime Art der nonverbalen Kommunikation.

Es ist also unmöglich, erst „Sex zu haben“ und einander „danach“ kennenzulernen. Denn wer sich auf Sex mit einer Person eingelassen hat, der hat zumindest schon einen Teil von ihr kennengelernt.

Passen die Persönlichkeiten so, wie sie sind?

Was bei rein sexuellen Begegnungen fehlt, ist der Austausch darüber, ob die Persönlichkeiten zueinander passen. Darauf wird besonders in westlichen Ländern mit liberalen Ansichten geachtet. Man geht nicht einfach davon aus, dass sich die Partner „schon aneinander gewöhnen würden“, wie es im 19. Jahrhundert noch weitgehend üblich war. Vielmehr versuchen die heutigen „frischen“ Paare herauszufinden, ob ihre Lebensweisen zusammenpassen.

Übereinstimmende oder sehr ähnliche Lebensweisen sind die Hauptgründe, zusammenzukommen und vor allem zusammen zu bleiben.

Besonders Psychologen und Soziologen vertreten oftmals ganz andere Standpunkte. Die Ersteren sind der Überzeugung, dass die Paare in psychischen Merkmalen übereinstimmen sollten, die Letzteren wollen bestimme Einstellungen zu Politik, Religion und Sozialem als Gründe für gute Ehen gefunden haben.

Wann ist es Zeit, an eine gemeinsame Zukunft zu denken?

Um einen Entschluss zu fassen, ein Leben gemeinsam zu gestalten, brauchen die meisten Paare etwa drei Monate bis zu einem Jahr. Und ob es nachhaltig funktioniert, können nur sie selbst feststellen.

Glaubt nicht, was andere über eure Beziehung sagen

Der Sinn vom Ganzen: Glaubt niemals jemandem, der sagt „ihr passt gut zusammen, weil …“, egal ob Postbote, Gastwirt, Wahrsager, Freund oder Wissenschaftler.

Ich dachte, es wäre ganz gut, die Partnersuchenden unter euch daran zu erinnern.

Und was meint ihr dazu?



Hinweis:
Das Bild symbolisiert den Spruch: „Something Old, Something New, Something Borrowed, Something Blue" - das blaue "Something" kann aber erst am verborgenen Ort gefunden werden ...

Mini-Skandälchen im Sommerloch um Dieter Nuhr

Dieter Nuhr? Das ist ein Mann, über den konservativer Menschen gerne lachen, während er anderen eigentlich nicht viel zu sagen hat. Seine Gegner kennen wir: Grüne sowieso, Linke aus Prinzip und studierte Feministinnen im Besonderen.

Nuhr ist nicht sonderlich daran interessiert, mit scharfzüngigen Argumenten zu punkten. Er wartet, bis seine beliebten Opfer mal wieder in ein „Fettnäpfchen“ getreten sind. Diesmal versuchte sich der Herr Nuhr (auch nicht zum ersten Mal) an den akademisch tätigen Feministinnen, die ebenfalls gelegentlich mal etwas heftiger „zur Sache“ reden.

Seitenhiebe auf die Sexualität der Frauen

Es ging um fast nichts. Dieter Nuhr machte, wie gewohnt, Witze über andere. Das wurde ihm schnell als Täter-Opfer-Umkehr ausgelegt – und auch sein süffisanter Rat „Frauen sollten ihren Partner „vor dem Geschlechtsverkehr vielleicht einfach erst mal kennenlernen" wurde kritisiert – nun ja. Das kann man meinen, aber wer es sagt, der meint damit ja auch noch etwas anderes: „Spontaner Sex ziemt sich nicht für Damen“.

Daraus wurde flugs ein Mini-Skandälchen inszeniert. Das Magazin „Watson“ griff die Sache mit der Empörung auf, und auch der Focus schloss sich an.

Ei ei, das riecht doch eher nach „Sommerloch füllen“ als nach einem echten Skandal. Und obwohl ich die Art, in der dieser Herr Nuhr über andere witzelt, nicht mag, sag ich doch: Er muss es sagen dürfen. Und diejenigen, die sich jetzt empören, müssen das aushalten können.

Quellen:
Männer-Media
Watson
Focus.

Psychologie als Verstärker des Zeitgeistes?

Psychologie ist ein seltsames Gemisch aus Fakten, Ansichten und Interpretationen. Die „Gesellschaft“ und auch der „Zeitgeist“ fließen in sie ein und sorgen durch Rückkoppelung wieder dafür, dass die Thesen und Meinung weitgehend akzeptiert werden.

Wie es funktioniert - Psychologie als Handlanger des Zeitgeistes

Sobald in der Gesellschaft eine Tendenz erkannt wird, beispielsweise die Gleichheit und Ungleichheit der Geschlechter, kümmern sich Psychologen darum, dazu Thesen und Antithesen aufzustellen. Was die Wissenschaft dann über populäre Kanäle „zurückspielt“, wird als „Beweis“ oder „Gegenbeweis“ für diese Thesen verstanden – und wandert so erneut in die Gesellschaft ein. Der unbefangene Mensch nimmt dann an, dass „die Wissenschaft“ die Inhalte der Tendenz bestätigt hat.

So etwas funktioniert sehr gut, solange der „Mainstream“ oder eine andere „populäre Strömung“ in der Gesellschaft diese Meinungen als „wahr“ akzeptiert.

Thesen - wahr, falsch oder "unerwünscht"?

Die Frage ist allerdings: Glauben die Psychologen in Person wirklich, was sie da in die Welt setzen? Oder anders ausgedrückt: Können grundlegende Erkenntnisse der Biologie, der Medizin oder der Evolution durch den Zeitgeist verfälscht werden?

Kürzlich wurden einigen ausgewählten Professoren danach gefragt, ob sie eine Anzahl von Thesen für „wahr“ oder „falsch“ hielten. Doch nicht nur das: Sie wurden auch befragt, ob sie diese Thesen selbst vertreten würden.

Das Ergebnis war verblüffend (hier zittere ich wörtlich):

Je stärker die Befragten eine These für wahr hielten, desto eher berichteten sie, ihre Meinung für sich behalten zu wollen. Angst vor sozialer Ausgrenzung, Beschimpfungen und Attacken in den sozialen Medien waren die häufigsten Gründe für Selbstzensur.

Sieht man sich nun die Themen an, so spielen Genderfragen und evolutionäre Thesen eine große Rolle in der Befragung.

Kontroversen dazu waren typischerweise bei den Fragen nach Geschlecht und Gender zu erkennen (geordneten nach Prozent der Selbstzensur).

50 %

Die Neigung zu sexualisierter Gewalt ist wahrscheinlich entstanden, weil sie Männern evolutionäre Vorteile brachte. (Wahrheitsgehalt 53 %)

47 %

Eine Transgender-Identität ist manchmal das Ergebnis sozialer Einflüsse. (Wahrheitsgehalt 56 %)

43 %

Für die Mehrheit der Menschen gilt, dass das biologische Geschlecht binär ist. (Wahrheitsgehalt 66 %)

Wenn unerwünschte Wahrheiten unterdrückt werden, erwachen die Manipulateure

Die Beispiele zeigen, dass die Wahrheit in vielen Fällen als „unerwünscht“ gilt. Man kann daraus durchaus schließen, dass es deshalb deutlich weniger Beiträge im Internet gibt, die „wahre“ oder wenigstens „wahrscheinliche“ Thesen unterstützen. Und je weniger die Wahrheit gewürdigt wird, umso mehr Beiträge zum Thema mit Halbwahrheiten, Manipulationen und Ideologien können gefunden und technisch ausgewertet werden.

Ich wiederhole mich ungern: Aber vor allem griffige, gängige und einfache Thesen sind ein „gefundenes Fressen“ der KI, die eben auch dafür sorgt, dass Wahrheiten „neu bewertet“ werden.

Zitat und weitere Informationen: Spektrum