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Für eine ausgezeichnete Musikwiedergabe müssen Sie …

Für eine ausgezeichnete Musikwiedergabe müssen Sie …

Wie würden Sie diesen Satz beenden?

Es gab Zeiten, zu denen man gesagt hätte, Sie müssten vor allem tief in die Tasche greifen. Ich erinnere ich noch an die Zeiten, an denen die Menschen mit Watts, Klirrfaktoren, Kabelquerschnitten und Ähnlichem argumentierten.

Übrigens höre ich gerade Jazz24, ein Sender, der in den USA beheimatet ist und den ich via Mini-Computer empfange. Der Datenstrom geht dann über die eingebaute Sound-Lösung an den Kopfhöreranschluss und von dort an einen der preiswertesten TEAC-Receiver. An dem wiederum hängen ein paar recht, recht alte Bassreflexboxen.

Also: Für eine ausgezeichnete Hi-Fi-Musikwiedergabe müssen Sie … wie würden Sie diesen Satz beenden? Ich bin gespannt, was Sie zu sagen haben ...

Andris Nelsons begeistert das Leipziger Konzertpublikum

Andris Nelsons begeistert das Leipziger Konzertpublikum

Nicht immer war klar, wie das teilweise etwas angejahrte Leipziger Konzertpublikum auf den neuen Dirigenten Andris Nelsons reagieren würde. Jener nämlich war als potenzieller Erneurer des Repertoires ebenso gepriesen wie beschimpft worden. Man fürchtete zu Anfang gar, in der neuen Saison (2017/2018) würde es Kündigungen der Anrechte (Abonnements) geben.

Doch nun wurde er überschwänglich bejubelt. Die Leipziger Volkszeitung schrieb bereits von einem neuen „lieblingsten“ Dirigenten der Leipziger – und dies, obgleich er sehr jung ist. Nicht halb so alt wie die meisten der Zuhörer, aber es kommt dieser Zahl nahe.

Da ich nur ein Hörer klassischer Musik bin und kein Adept: Andris Nelsons soll zu den fünf begehrtesten Dirigenten der Welt gehören.

Na also – wer das sein Abonnement kündigte, tat es möglicherweise, weil seine Ohren neue Klänge nicht mehr so recht in die Psyche einleiten wollen.

Ich besuchte das Konzert im Gewandhaus gestern, am 19.März.

ESC: Hübsche Brüste, nette Gesichter, Balladen-Einheitsbrei

Oh, ja – ich habe die Vorentscheidung zur Eurovision 2017 gesehen, jedenfalls den ersten Teil. Damen in Nachtgewändern, von denen ich später las, dass sie Brautkleider darstellen sollten, mit gefälligen Gesichtern. Einige konnten sogar singen, und die Damen und Herren Kompositeure setzten überwiegend auf Balladen. Ach ja, die gingen ja damals, also 2016, so zu herzen, nicht wahr? Der Moderator wiederholte sich mehrmals, dass die Wahl schwerfiel – zwischen Einheitsbrei und Einheitsbrei, nett anzusehen und nett anzusehen. Die Herren? Ach ja, smarte Jungs, aber leider müde Songs. Warum der Portugiese Salvador Sobral überhaupt auftreten durfte mit seinem wenig überzeugenden Stimmchen, war mir ebenso schleierhaft wie seine gute Platzierung. (1)

Was bleibt? Balladen, die alle irgendwie gleich klingen, Sängerinnen, die auf sexy gestylt waren, smarte Jungs – und dann und wann ein wenig mehr Talent, als man vermutete.

Warten wir mal den zweiten Teil ab. Nach dem Ersten würde ich sagen: Vergesst doch das blöde Festival. Das bisschen Singsang ist die Kohle nicht wert, die es kostet.

(1) Hier musste ich im Finale meine Meinung korrigieren. War er da besser oder war ich nicht objektiv genug?

New Orleans Revival

Die Hot and Blue Jazzband spielt auch mal Fats Waller und Jelly Roll Morton - und die gab's nur im Original
Zu Zeiten des „New Orleans Revivals“ spielten alte Männer so, wie sie glaubten, als junge Männer gespielt zu haben.

Dann spielten junge Männer dies nach - und sie spielten wie alte Männer, die das nachahmten, was sie als junge Männer gespielt hatten.

Die jungen Männer sind nun alte Männer, und sie spielen teilweise noch so, wie sie in der Jugend geglaubt haben, dass junge Männer spielen, die in Wirklichkeit alte Männer waren.

Nicht alle, freilich. Die Herren im Bild spielen auch schon mal Fats Waller oder Jelly Roll Morton – und die gab’s nur im Original.

Ach, Freunde – das ganze „New Orleans Revival“ war eine Mischung aus Werbetricks, Geschichtsklitterung und Sozialromantik.

Aber – schön war es doch. Und - schön ist es noch. Nur dass es nicht die Musik „von damals“ war.

Foto: Gebhard Roese. Band-Webseite (schwer zu finden): hot and blue jazz band.

Übrigens gibt es noch eine Aufnahme des Fernsehens der DDR: