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Intimität

Über Gefühle zu schreiben ist schwer – nicht nur in Kurzgeschichten und Romanen, sonder sogar in Zeitungsartikeln und Internetbeiträgen.

Wenn ich euch fragen würde: „Wie lange dauert es, eine gedankliche oder gefühlsmäßige Intimität aufzubauen?“, dann würde ich von den Vorlauten unter euch Antworten bekommen, die einen Zeitrahmen bieten. Vielleicht von ein paar Wochen bis zu mehreren Jahren. Die Nachdenklichen hingegen würden fragen: „Welchem Zweck soll die Intimität denn dienen?“ Und die Klugen würden sagen: „Zunächst müsste ich meine Intimität ja abbauen, um sie zu teilen – und dafür müsste ich einen Grund haben.“

Da haben wir es, das Wischiwaschi: Die „Intimität“ ist ohne Zweifel das „Innere“, das „Eigene“, das normalerweise nicht geteilt wird: Dabei ist es zunächst völlig gleich, ob wir von Geist, Emotion oder Körper sprechen.

Intimität teilen - nicht ohne Absicht

Und nun sehen wir klarer: Menschen benötigen einen Grund, um das Privateste, Verborgenste und Eigenste zu teilen.

Handelt es sich um Gedanken, so sind sie immer dann intim, wenn sie sich nicht teilen lassen. Wenn wir einem anderen Menschen einen solchen Gedanken mitteilen, dann haben wir einen Grund. Wir wollen beispielsweise wissen, ob es Menschen gibt, die ähnlich denken. Das ist ein Risiko, aus dem der Ruin oder der Ruhm erwachsen kann. Haben wir Glück damit, unsere Gedanken zu teilen, so haben wir „Gleichgesinnte“ gefunden.

Das intime Gefühl ist analog dazu ein Gefühl, das der Inhaber niemandem offenbart, es sei denn, um es zu klären. Das tut er aber nur, wenn ein Anlass dazu besteht. Im Grunde gibt es nur drei Anlässe: Wenn das Gefühl ihn so sehr bedrückt, dass er es „teilen“ will: dann geht er zum Psychoanalytiker. Ist er hingegen nur neugierig, dann sucht er bedächtig nach Menschen, die ähnlich fühlen. Hegt er nun aber legale intime Gefühle zu einer Person, beispielsweise, weil er sich in sie verliebt hat, dann muss er sich dieser Person offenbaren.

Ich denke, ich muss nicht erläutern, wieso dies alles für körperliche Gefühle ebenso zutrifft, insbesondere, wenn diese sexueller Natur sind.

Halten wir fest: Intimität ist das Eigene – der Teil von Geist, Psyche und Körper, den wir nicht mit jedem anderen teilen. Sollten wir es dennoch tun, so benötigen wir einen Anlass.

Wenn alle Regungen zu Gefühlen werden

Kürzlich las ich in einem esoterisch angehauchten Beitrag:

Unter emotionaler Intimität versteht man ein Gefühl der Nähe zu einer anderen Person.


Das „Gefühl der Nähe“? Nähe und Distanz, etwas zuzulassen oder zu verweigern sind sehr ursprüngliche Säugetiereigenschaften- und sie bestimmen weitgehend unsere sozialen Kontakte. Das „Gefühl der Nähe“ zählt also zum Repertoire unseres Verhaltens. So gesehen, ist es werde positiv noch negativ – es existiert einfach.

Wenn wir das Wort „Gefühl“ sehr weit dehnen, kann es unser gesamtes Verhalten umfassen – aber dann sind eben alle menschlichen Regungen „irgendwie Gefühle“. Und das Intime? Das teilen wir nur dann, wenn wir dazu bereit sind.

Gut und Böse in der Erziehung

In diesem Artikel soll davon die Rede sein, wie aus Kindern Erwachsene werden. Und um diesen weiten Bereich einzugrenzen, habe ich „Gut und Böse“ gewählt.

Dabei liegt das Problem in der angeblich „abendländisch“ geprägten Gesellschaft nicht allein in oft zitierten biblischen Auffassungen, wie etwa bei Jesaja:

Wehe denen, die Böses gut nennen und Gutes böse, die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis, die bitter zu süß machen und süß zu bitter.


Es liegt vielmehr an den Begriffen selbst: Die bigotten Unwissenden, die solche Bibelstellen lesen, glauben, dass der Prophet Gottes die gleiche Auffassung von „gut“ und „böse“ hätten wie sie selbst. Und Jesaja unterstützt solche Meinungen natürlich auch, indem er Pseudo-Fakten schafft: Böse und Gut sind gleiche Gegensätze wie Sauer und Süß – das verhindert die Differenzierung von vornherein.

Ich schreibe euch dies, weil viele naive und ideologisch angehauchte Erzieher und Umerzieher wirklich glauben, sie hätten eine universelle Eingebung dessen, was „gut“ und was „böse“ ist.

Sehen wir uns einen sehr jungen Menschen an. Er wird mit Geboten und Verboten erzogen, und für sein Verhalten wird er gelobt oder gerügt werden. Ihn wird vermittelt, dass all dies zu seinem Besten ist. Dabei ist die Frage, ob die Gebote ihm schaden, nützen, oder gar nichts bewirken. Und erstaunlicherweise ist es mit den Verboten ähnlich. Sie können ihn vor tatsächlichem Schaden bewahren, aber auch positive Neigungen und Emotionen unterdrücken – und sie können letztendlich eben auch gar nichts bewirken.

Die meisten Menschen versuchen im Erwachsenenalter zunächst das, was sie als „gut“ erlernt haben. Erst, wenn sie nur mäßigen oder gar keinen Erfolg damit haben, erinnern sie sich an das, was ihnen als „böse“ vermittelt wurde.

Um konkreter zu werden: Wer gelernt hat, brav, höflich und nachgiebig zu sein, wird bald erkennen, dass er damit „nicht weit kommt“. Er kann aber auch nicht einfach auf das vermeintlich „Böse“ umschwenken, weil er damit ja keine Erfahrungen machen durfte. Das verwirrt seine Emotionen, und vielleicht landet er eines Tages bei einem Psychotherapeuten.

Was wir sofort erkennen: Es gibt keine universelle Definition davon, was „für uns gut“ oder „für uns schlecht“ ist. Du kannst bestenfalls wissen, was für dich gut ist oder was du als schlecht für dich ansiehst.

Deine Verhaltensweisen im sozialen oder partnerschaftlichen Bereich müssen für dich selbst erträglich sein. Deine Berufstätigkeit und die damit verbundenen Freuden und Entbehrungen musst du aushalten können. Du musst ertragen können, Härte auszuüben und Güte zu schenken. Und du musst bereits sein, sowohl die Erfolge wie auch das Scheitern deiner Bemühungen zu ertragen.

Es spielt wirklich keine Rolle, was deine Eltern, deine Lehrer, dein Lehrherr oder dein Professor dazu meinte. Sie alle tragen dein Leben nicht dauerhaft.

Nur du kannst es.

Was ist eigentlich los mit diesem "Bremer" und seinen "50 Frauen"?

Angeblich hat ein „Bremer“ bei Tinder über 50 Frauen angeschrieben und musste sich dann bei „Jodel“ anhören, was für eine Pflaume er ist.

Was steht dahinter? Eine Mitteilung des „Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. Sie steuert vor allem drei Sätze bei (Zitat):

• Bei Tinder schreibt ein Mann aus Bremen mit über 50 Frauen.
• Das Ergebnis der Partnersuche auf dem Dating-Portal verblüfft.
• Jetzt sucht der Tinder-Nutzer aus Bremen dringend Hilfe bei Jodel.


Mal der Reihe nach: Ob es den „Mann aus Bremen“ wirklich gibt, und ob er sich „mit 50 Frauen geschrieben hat“, ist unsicher. Die Redakteure „wissen“ es nur aus den Eigenaussagen, die dieser auf dem Ratgeberportal „Jodel“ veröffentlicht hat. Der Name Jodel erscheint im Artikel 15 Mal – also viel zu oft für einen Artikel mit ca. 770 Wörtern.

Auf „Tinder“ Bezug zu nehmen, erweist sich immer als publikumswirksam. Der Name der populären Dating-App erscheint insgesamt 21 Mal – diese Häufung eines Markennamens ist ebenfalls ist ausgesprochen merkwürdig.

Sich „mit 50 Frauen zu schreiben“ klingt viel – wir wissen aber nicht so genau, was er jeder der 50 Frauen schrieb. Jedenfalls hatte er keinen Dating-Erfolg damit. Das ist bei einem Großteil der männlichen Tinder-Nutzer nicht ungewöhnlich – und ist schon gar nicht „verblüffend“. Schließlich „sucht der Mann Hilfe“. Und was macht er? Jodelt seinen Misserfolg in die Welt hinaus – bei Jodel. Dabei handelt es sich sich um ein sogenanntes „Soziales Netzwerk“, das nur als App existiert.

Warum braucht er eigentlich „dringend“ Hilfe? Kann er nicht einfach hinnehmen, dass Tinder sich für ihn nicht eignet? Und warum sucht er Hilfe bei „Jodel“? Kann er nicht einen Kumpel fragen, wie er vorgehen soll? Hat er kein Umfeld, in dem man so allgemeine Fragen stellen kann?

Kann er offenbar nicht. Er wird, wie auf Foren oder Netzwerken ja nun mal nicht unüblich, beleidigt und diffamiert. Damit hätte er rechnen müssen.

Ich denke mir da so meinen Teil.

Übrigens muss ich gestehen, dass ich „Jodel“ zuvor nicht kannte. Und ich will es auch nicht kennenlernen.

Kompromisslos nackt: die Wahrheit über die Partnersuche

Kompromisslos nackt: die Wahrheit über die Partnersuche und die Liebe an sich
Es gibt eine Wahrheit über die Partnersuche - und sehpferd veröffentlicht sie
Wer unabhängig von Singlebörsen, Dating-Beratern, Influenzern und Psychologen berichten kann, hat zwei Vorteile.

Erstens kann er die Wahrheit dort suchen, wo sie zu finden ist: bei den Menschen, die wirklich betroffen sind. Und zweitens kann er die Quellen anzapfen, die andere nur mit der Kohlenzange berühren: Logik als Basis, Ökonomie als soziales Prinzip, aber auch unberechenbare Triebhaftigkeit und ein Gefühlsgemenge, das wir recht oberflächlich als „Liebe“ bezeichnen.

Als ich vor einigen Jahren begann, 60 Jahre Lebenserfahrung, 40 Jahre Beschäftigung mit der Partnersuche und 20 Jahre Online-Dating-Kenntnisse zusammenzufassen, hatte ich mir ein Ziel gesteckt, das ich inzwischen auf alle Theorien anwende:

Vermute nichts, glaube niemandem, und überprüfe ständig die Wahrscheinlichkeit der Aussagen.


Die Wirklichkeit der Menschen als Basis

Wer so vorgeht, bekommt ein anderes Bild der Wirklichkeit als jene, die sich „aus einer Profession“ heraus zu Wort melden. Jede Begegnung, sei sei sie von Begierde getrieben oder vom Wunsch, eine Ehe zu führen, schlägt sich in einem komplizierten, individuellen und nicht nachvollziehbaren Prozess nieder.

Auch die Suchenden selbst sind nicht frei von Irrungen und Verwirrungen. Ein großer Teil von ihnen muss heftig am Selbstbild rütteln, und bei einem anderen Teil steht das Weltbild auf schwankenden Füßen.


Neue Methoden, keine Beeinflussung, andere Ansätze

Zunächst will ich die Wahrheit enthüllen – und sie ist anders als das, was die Interessengruppen, Geschäftemacher, Wissenschaftler und Populisten euch ständig präsentieren. Denn wer die Wahrheit sucht, muss an die Graswurzeln: Natur, Kulturentwicklung, Kybernetik, Ökonomie und individuelle Lebensentwürfe. Soweit mir bekannt, hat dies noch niemand versucht.

Dabei bleibt nicht aus, dass ich dem einen oder anderen vor den Kopf stoßen muss – denn am Ende sollen ja Lösungen stehen.

Anders, als ursprünglich geplant, wird dies alles in einem nicht-kommerziellen, unabhängigen und werbefreien Blog verwirklicht. Er befindet sich teilweise noch im Aufbau, aber er wächst stetig. Er trägt den sinnigen Namen „LiebeBeziehungen“ läuft auf WordPress und wurde von mir bewusst schnörkellos gestaltet.

Kommunikation, Realität und Liebe

Was bedeuten Illusionen in der Liebe?
Themen, von denen ich wirklich etwas verstehe, behandle ich am liebsten. Für einen Schreiner oder Physiker mag dieser Satz selbstverständlich klingen, aber für Journalisten und Blogger ist er es nicht. Journalisten schreiben über viel Dinge, von denen sie gar nichts wissen – das gehört zu ihrem Beruf.

Von Kommunikation und Realität verstehe ich mehr als viele andere Menschen. Wer mal in der Schule gehört hat, dass es zwei Arten von Kommunikation (verbal und nonverbal) geben soll, weiß ungefähr so viel wie jemand, der gelernt hat, dass es auf der Erde Wasser und Festland gibt. Das liegt in erheblichem Maße daran, dass es nicht zum Bildungsauftrag der Schulen gehört, die Strukturen der Kommunikation zu ergründen. „Kommunikative Kompetenzen“ zu erwerben ist etwas anderes, möglicherweise gar Wichtigeres, weil es interessanter für den Umgang miteinander ist.

Kommunikation, Betrachtungsweisen und Realitäten sind Themen, die dem Lehrenden wie dem Lernenden viel Abstraktionsvermögen abverlangen, obgleich der Hintergrund sehr konkret ist.

Dieser Tage habe ich mich sowohl an das Thema „Liebe und Kommunikation“ wie auch an das ungleich schwierigere Thema „Liebe und Illusion“ herangemacht. Ich habe versucht. Mich kurzzufassen und mich verständlich auszudrücken.

Falls du dich dafür interessierst, warum du selbst bei der Liebe in Illusionen verfällst, kann es sehr sinnvoll sein, diesen Artikel zu lesen.