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Warum Pessimisten nicht gefragt sind

Originaltext (1915):Ich glaube, ich hänge mein Geschäft an den Nagel - alles rennt zum Optimisten.
Pessimisten waren niemals beliebt, und es wäre auch in diesen Tagen günstig, darauf hinzuweisen. Ob es der Nachkriegs-Bürgermeister Wilhelm Kaisen zu Bremen war, oder der Bundespräsident Theodor Heuss, beide wussten: Mit Pessimismus ruiniert man die Stimmung. Und beide behielten recht.

Und mal Tacheles dazu: Ein bisschen Optimismus könnte uns gegenwärtig nicht schaden.

Heuss:

Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.

Kaisen (1):
Kiek nich in‘t Muuslock, kiek inne Sünn.

Diese Karikatur entstammt wahrhaftig finsteren Zeiten. Ein gewisser Wilhem Anton Wellner (1859-1939) soll sie gegen 1915 erstellt haben. Es handelt sich um einen Ausschnitt.
(1) Verkürzte Darstellung, im Original und übersetzt soll der Spruch geheißen haben: Schau nicht ins Mausloch, wo alles dunkel ist - schau in die Sonne!"

Passionsblume, blau, 2020

Sie wurde mir im letzten Jahr geschenkt
Damit ihr merkt, dass ich auch noch etwas anderes liebe als dies Blog: Hier kommt die Blüte einer tiefblauen Passionsblume, die gestern gegen Abend aufgegangen ist. Ich habe es erst in der Dämmerung bemerkt.

Ein immerwährender Satz zu Liebe, Glück und Erfolg

Ein Satz, der mein gesamtes Bloggerleben, also mindestens die letzten 15 Jahre, begleitete, ist ein Grundsatz, den mir vor vielen Jahren einmal ein Arzt verriet.

Eine Änderung des Zustands kann durch eine Maßnahme, trotz einer Maßnahme oder unabhängig von einer Maßnahme erfolgen.

In der Schule lernen wir es anders, und die einfältigen Menschen glauben ihr ganzes Leben daran: Unsere Maßnahmen werden durchgeführt, um positive Wirkungen zu erzielen. Haben sei diese Wirkung, so rühmen wir uns, sie erzielt zu haben. Haben sie keine Wirkung, sind nicht unsere Maßnahmen dafür verantwortlich.

Nachprüfbar oder nicht?

Nun gibt es ohne jeden Zweifel wirksame medizinisch, emotionale, soziale und technische Maßnahmen, die etwas zum „Positiven“ hin verändern – jeder wird dies schon einmal erfahren haben. Das beruht darauf, dass es viele ähnliche Fälle gibt, in denen sich diese Verfahren bewährt haben. Und eben auch darauf, dass dies nachprüfbar ist.

Zumeist nicht nachprüfbar: Glück und Erfolg

Gerade im esoterischen, psychischen und emotionalen Bereich sind „Erfolge“ oft reine Spekulation. Eine zufällige Begegnung kann ausreichen, um einem Menschen das höchste Glück zu verschaffen oder ihn in tiefes Leid zu stürzen. Oder gar nichts zu bewirken, wie dutzende anderer Begegnungen zuvor.

Fragwürdige und falsche Gründe für Erfolg und Misserfolg

Wer Erfolg hatte, sie es privat oder beruflich, wird oftmals Gründe nennen, warum es so war. Der Erfolglose hingegen glaubt, keinen Anteil daran zu haben. Gerade las ich die Behauptung, Talente würde immer durch andere hervorgebracht – ein völliger Unsinn. Seit ich über die Liebe und die Partnerschaft schreibe, höre ich, dass der Misserfolg immer auf andere zurückzuführen ist – ein gefährlicher Umkehrschluss der Behauptung. Oh nein – der Erfolg erwächst aus uns selbst, auch wenn wir nicht genau wissen, wie wir „die Sache gedeichselt“ haben. Und der Misserfolg kommt ebenfalls aus uns selbst. Er ist nicht ehrenrührig, denn auch erfolgreiche Menschen haben schon einmal versagt. Neben unserem Talent und unserem Willen benötigen wir günstige Zufälle und etwas Glück, das man kaum beeinflussen kann.

Man sagt, das Glück lache am Ende nur dem Tüchtigen. Das ist nicht ganz richtig, aber der Miesepeter bemerkt nicht einmal, wenn der kleine Finger des Glücks in berührt.

Insoweit wünsche ich euch Freude im Mai und ein lustvolles Wochenende, wenn ihr die Gelegenheit dazu habt.

Hirnloses, Falsches und Maskenmänner

Heute mal in aller Kürze die neuesten Beobachtungen: Nach wie vor weiß niemand, was wirklich nützt, um das grassierenden biologische Virus einzudämmen. Weiterhin besteht das ganze Repertoire der Politik aus Versuch-und-Irrtum.

Aber ebenso weiß niemand mehr, was wirklich nützt, um zwei weitere, gefährliche Viren auszumerzen: Das Dummheitsvirus und das Hysterievirus, vom Virus des hirnlosen Aktionismus einmal abgesehen. Und vom Fußball will ich gar nicht reden.

Zweitens: Es gibt zahllose Märchenerzähler, die Unsinn über das biologische Virus verbreiten. Der Faktencheck entlarvt die Spinner.

Drittes: Neuerdings sieht man in der Öffentlichkeit verstärkt Maskenfrauen und Maskenmänner. Ihre Haupteigenschaft besteht darin, den Mindestabstand nicht mehr einzahlten, weil sie glauben, sich nicht mehr infizieren (lassen) u können. Und in Essen wurde ein Weihnachtsmarkt (ja richtig gelesen) abgesagt.

Und nein, das Leben als solches wurde noch nicht abgesagt - nur verschoben.

Ein frohes Osterfest

Ostern - das schwarze Kaninchen

Nicht als ein frohes Osterfest (wenngleich nachträglich) wünsche ich allen, die mich kennen oder noch nicht kennen, vor allem aber jenen,die mich mögen oder an mir zweifeln. Ich habe lange überlegt, ob ich ein schwarzes Kaninchen als Symbol nehmen soll - aber warum nicht? Die Ostereier sind ja schon vielfarbig - da kann der Osterhase ruhig schwarz sein - oder etwa nicht?