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Samsung GX-MB540TL: Dieser Dienst steht nicht zur Verfügung

Ich wollte gestern bei meinem softwaregeschädigten Samsung GX-MB540TL meinen Augen nicht trauen und habe deswegen nicht alles sofort dokumentiert. Aber das ist nun wirklich neu:

Normalerweise gibt es zu Anfang immer die bereits bekannten Unsinns-Meldungen, die ich mehrfach dokumentiert habe. Na schön, man kann dann (wie auch bereits dokumentiert) den Kanalwähler drücken und feststellen, welchen Sender die Software nun aufzurufen wünscht - was auch immer da läuft.- es ist eine Zumutung für den Kunden.

Zum Beispiel diese:
So werden Benutzer zum Verzweifleln gebracht: Sinnlose Fehlermeldung

Doch nun gib es eine Neuigkeit. Ich zeige Ihnen mal, wie ich den Fehler bisher beseitigt habe:
Kanalwähler gedrdückt - Problem diesmal nicht behoben


Sobald der Kanalwähler (CH) betätigt wird, erscheint die Meldung:

Dieser Dienst steht nicht zur Verfügung (Aufnahme(n) aktiv).

Neue Fehlermeldung ohne Sinn - die Software taugt nichts

Ach, wie schön – was hilft? Taste „1“ drücken, tief durchatmen, und „Das Erste“ erscheint klar und brillant. Natürlich gab und gibt es keine "Aufnahme".

Wenigstens hat der Softwareentwickler dem armen User noch einen Ausweg gelassen, das Gerät standardmäßig zu verwenden.

Nachtrag: Dieser Fehler (also nicht der bekannte Fehler) konnte vermieden werden, wenn die Set-Box das Fernsehgerät nicht automatisch einschaltet.

Öffentlich-Rechlicher Rundfunk in der Schweiz bleibt

Kläglich gescheitert ist eine Initiative einiger Schweizer Populisten, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuschaffen. Neben vielen anderen Argumenten sollen die Schweizer befürchtet haben, dass ausländische Medienkonzerne wie die Heuschrecken über die Medienlandschaft der Schweiz herfallen.

Das Ergebnis ist in jedem Fall zu begrüßen. Zwar ist die Schweiz anders aufgestellt als die Bundesrepublik Deutschland, aber auch in der Schweiz sind es Populisten, die gegen die „Zwangsabgabe“ wettern. Doch auch in der Schweiz wurden Argumente aus dem rechtsradikalen Umfeld genutzt, unter andrem, die Berichterstattung für tendenziös und überflüssig – ähnlich hatte in Deutschland bereits die AfD argumentiert.

Wie auch immer (Zitat NZZ):

Das Schweizer Stimmvolk lehnt «No Billag» mit 71,6 Prozent Nein ab. Die Initiative erreicht in keinem Kanton eine Ja-Mehrheit.


Das ist zunächst einmal sehr beruhigend, auch, wenn die Diskussion hinter den Kulissen munter fortgeführt wird. Denn: Wir brauchen ein Fernsehen, das jenseits aller Wirtschaftsinteressen und Meinungs-Flüsterern möglichst objektiv über das Geschen in der Welt, in Europa, Deutschland und den Bundesländern berichtet und uns werbefrei unterhält. Für andere Medien ist noch Platz genug, sei es auf „offiziellen“ Fernsehkanälen oder im Internet.

Öfter mal was Neues auf dem Bildschirm …

E48-32 - ein Errorcode, unerwünscht und irrelevant

Gestern startete meine SAMSUNG-Setbox auf diese Weise: Sie meldete sich mit alternierendem schwarzen Bildschirm und dieser sicher sehr aufschlussreichen Meldung: E38-32 Kein Signal.

Natürlich war es kein großes Problem, das Flackern zu beseitigen und die Unsinns-Meldung vom Bildschirm zu nehmen. Wie immer hatte ich zuletzt „Das Erste“ gesehen. Ein Druck auf die „1“ – und das Erste Programm war wieder da. Alles funktionierte wunderbar.

Das Internet gibt (für andere Geräte) Hinweise für diesen Error-Code, aber er war nun einmal gar nicht relevant für meine Einstellungen und Sehgewohnheiten.

Sie haben keine Internet-Verbindung!

Oh! Ich habe keine WiFi-Verbindung! Es ist nicht das erste Mal, dass mir meine Set-Box diese Meldung ausgibt. Meist habe ich dann doch eine, was mich schon immer sehr verwundert hat, zum Beispiel, als ich das letzte Update herunterladen wollte (ich habe es mir später aus dem Internet geholt. Also, dachte ich, da hat die Set-Box mal wieder das Gedächtnis verloren, denn es war nicht das erste Mal, das so etwas geschah.

Keine Internet-Verbindung? Ei Potz!

Keine große Affäre, denke ich. Muss eben mal wieder rekonfiguriert werden.

Frisch gewagt ist halb konfiguriert ...

Also flugs den Code aus der Schublade holen: Refkonfiguration einleiten ... doch was passiert? Ich habe gar kein WiFi?

Fast richtig geraten


Gerät ausschalten, Gerät einschalten (woran erinnert mich das bloß?) und Oh, Enttäuschung – es geht immer noch nicht.

Allerdings – aha! Da fällt mir der zweite Trick ein – und den kennt auch die Software vom Hersteller: „Bitte überprüfen Sie, ob Ihr USB-Dongle richtig verbunden ist.

Die Verbindung existiert noch - Re-Konfiguration überflüssig

Der war natürlich „richtig“ verbunden. Aber wieder lässt „The IT Crowd“ grüßen: USB-Stick herausgezogen, wieder hereingesteckt – geht. Ohne Neukonfiguration.

Ist das nun beruhigend oder beunruhigend?

Für die schlechten Screenshots entschuldige ich mich schon mal ...das war mein Fehler.

Die hilflosen Hotline-Helfer

Die hilflosen Hotline-Helfer - oder: erst mal abwimmeln ...

Zunächst einmal: Ich habe schon ausgezeichnete Erfahrungen mit Hotlines gemacht. All diese hatten eines gemeinsam – sie haben sich nicht nur bemüht, sondern die Probleme sorgfältig eingekreist und dann entweder behoben oder dies wenigstens versucht.

Lösungen aus Datenbanken - Mitarbeiter haben vermutlich keine Ahnung vom Produkt

Leider trifft man in letzter Zeit häufig auf die „andere Art“ von Service-Zentren oder Hotlines. Bei ihnen werden die potenziellen Probleme sowie die dazu gehörigen „Lösungen“ aus Datenbanken abgerufen, und diese Standards werden dann den Kunden um die Ohren gehauen, bis sie entnervt aufgeben, die Hotline noch einmal zu konsultieren.

Oftmals: Keine Lösungen sondern dummes Gewäsch

Dabei wird das „wahrscheinliche Problem abgerufen“ – aber es wird darauf verzichtet, das Problem genau zu untersuchen. Dabei kommt dann oft ständig derselbe Unsinn heraus, weil Hotline-Mitarbeiter nichts lernen dürfen oder nichts lernen wollen, sondern irgendwelchen Direktiven folgen müssen. Das Resultat: Der Kunde hat nichts davon und das Personal (sofern überhaupt qualifiziert) wird nicht klüger. Und wir sogenannte „Kunden“ stehen da wie die begossenen Pudel. Wir sehen vor unserem geistigen Auge, wie der Hotline-Helfer sich zurücklehnt, uns als „dusselige Kundenwürstchen, die sowieso nichts verstehen“ abqualifiziert. Verpackt werden solche Aussagen in höfliche Nichtigkeiten wie „unser Kollegen waren auch der Meinung, dass …“ oder „wir haben noch einmal in der Abteilung nachgefragt und diese bestätigt, dass …“. All diese Aussagen haben eines gemeinsam: Sie enthalten keine Details – warum auch. Der Kunde, so glauben die Hotliner, sei ohnehin viel zu blöd, um den komplexen Sachverhalt zu verstehen.

Updates: Sie wissen nicht, wovon sie reden

Ich habe dergleichen jetzt zwei Mal erlebt (und einmal anhand des Verlaufs nachgelesen), und immer handelte es sich um fehlerhafte Software-Updates. Die Analyse wäre einfach: Man fragt den Programmierer des Updates, was den Zustand vor dem Update von dem Zustand nach dem Update unterscheidet, und wertet beides aus. Dann hat man ein Indiz, warum der Fehler entstanden ist.

Wie Kunden von hilflosen Hotlinern verulkt werden

Aber das tun die Hersteller nicht – es wäre ja auch viel zu kompliziert, auf den Kunden einzugehen, nicht wahr?

Also macht man es so in acht (oder etwas weniger) Schritten:

1) Kunden eine „Lösung“ aus der Datenbank andrehen – sie ist entweder Unsinn oder funktioniert nicht. Alternativ (hatte ich auch schon) gar nichts von sich hören lassen, ignorieren.
2) Beklagt sich der Kunden, bezichtigt man ihn, etwas falsch zu machen oder keinen Rat anzunehmen.
3) Lässt der Kunde nicht locker oder beharrt er auf die Rechte im Rahmen der Gewährleistung, wird ihm geraten, eine Spezial-Hotline anzurufen, wenn man nicht gleich zu Punkt (5) übergeht.
4) Der richtige Service (falls vorhanden) ist vom Problem überfordert und rät dazu, das Gerät zur Überprüfung zurückzuschicken.
5) Das Gerät geht zurück, wenn man Glück hat, auf Kosten des Lieferanten mit genauer Schilderung (oder auch ohne, das Problem liegt ja schon vor).
6) Nach einigen Tagen kommt ein neues Gerät kommentarlos zurück. Es muss neu konfiguriert werden – das kann Zeit und Mühe kosten. Die Ursache für das Problem wird nicht einmal mitgeteilt.
7) Wenn man Glück hat, funktioniert das Gerät nun, wenn nicht, muss man selber eine Lösung finden.
8-) Für den Lieferanten oder Hersteller ist das Problem damit erfolgreich gelöst.

Was das alles ist? Eine Zumutung. Und die Hotline-Helfer? Entweder sie sind wirklich hilflos oder sie haben die Direktive, möglichst alles so lange abzuwimmeln, bis der Kunde auf seine Rechte pocht.

Und falls Sie Humor mögen: Manchmal denke ich dabei an die Fernseh-Serie "The IT Crowd".