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Wenn Samsungs DVB-T2 Tuner zickt …

Samsungs DVB-T2 Tuner zickt derzeit bei mir. Zunächst das Positive:

Ich bekomme die DVB-T2 Sender der ARD brillant (100 Prozent Empfangsleistung in HD, dazu noch einige Smart-TV-Sender, zum Beispiel CNN.

Doch dann kündigt Samsung ein Update an. Warum ich ständig Updates benötige, ist mir relativ unklar. Also tue ich das, was man so tut: Taste drücken: Ja, mach mal.

Verbinden Sie ihr Gerät mit einem LAN-Kabel“ – aha. Und wieso? Es ist per WLAN-Verbunden, warum also LAN? Ich prüfe, ob die Smart-Funktionen aktiv sind: Ja, das sind sie. Nach ungefähr sechs Versuchen (schwarzer Bildschirm) habe ich die Nase voll, gehe in das Menü und schaue mal nach meiner aktuellen Internetverbindung: Dort steht LAN, aber ich habe kein LAN-Kabel angeschlossen. Die WLAN-Verbindung geht weiterhin. Smart-TV funktioniert ausgezeichnet. udn alles andere auch.

Weil ich keine Lust auf Probleme habe, hole ich mir das Update per USB-Download. Ei, ei, es funktioniert Klasse. Also den USB-WLAN-Stecker wieder reingesteckt, und siehe: keine Internetkonfiguration mehr. Neu konfigurieren geht zwar ziemlich leicht mit dem SAMSUNG, aber dennoch nervt es.

Oh, Leute – ihr könnt so etwas doch besser, oder?

Denn soviel ist klar: Der SAMSUNG ist eine wirklich tolle Set-Box, die ich gerne jedem empfehle. Aber die ständigen Updates und vor allem die Falschinformationen nerven.

Letzte Meldungen zum terrestrischen Fernsehen

Ach, wie nett – das digitale, terrestrische HD-Fernsehen wird verschiedenen Regionen Deutschlands, unter anderem auch Erfurt, zum 25. April 2018 geschenkt.

Kohle abdrücken jederzeit - Fernsehen vielleicht später?

Ich dachte immer, es wäre so: Alle Gebührenzahler haben das Recht auf den freien und uneingeschränkten Zugang zu öffentlich-rechtlichen Medien – und zwar sofort und ohne Mehrkosten. Ich kenne den Einwand nummer eins: „In Ihrer Region geht es nur mit Außenantennen“. Ich nenne das einen billigen Trick, den man sich da ausgeheckt hat.

Und was passiert wirklich? Das Fernsehen kommt tröpfchenweise, sogar in die Landeshauptstadt Thüringens, also nach Erfurt.

Mit Tricks, Geduld und Geldeinsatz kann der Gebührenzahler ARD- und ZDF-Sender sehen

Mich selbst betrifft’s nicht einmal. Ich lebe in einem Funkloch von DVB-T2. Theoretische geht es bei mir gar nicht mit einer Zimmerantenne. Doch nach dem Tausch der teuren Marken-Antenne gegen eine billige No-Name-Antenne geht bei mir nach trickreichen Versuchen mit allen ARD-Sendern, allerdings nicht mit den ZDF-Kanälen. Wann die in die Niederungen Ostdeutschlands vordringen? Vielleicht ab April dieses Jahres? Vielleicht niemals?

Nun, dafür gibt’s ja Satellitenfernsehen, sagen manche. Ist in Ordnung, das habe ich, aber der Aufwand ist ungleich höher. Oder „Sie können die Sender ja auch per Internet empfangen“. Oder eben: die bekannte „Außenantenne auf dem Dach“, die man „jetzt noch“ brauchen würde.

Wissen Sie was? Ich will diese dreisten Ausreden überhaupt nicht hören. Da wurde herumgekaspert und herumgeeiert – aber nicht genügend getan. Und all dies auf Kosten der Gebührenzahler.

Testergebnisse – Laborergebnisse und Antennen-Voodoo?

Seit ich eine Antenne aufgrund eines Tests der „Stiftung Warentest“ (1) gekauft habe, die nicht optimale funktionierte, frage ich mich immer wieder, was Tests eigentlich wert sind, wenn sie unter Laborbedingungen stattfinden. Und ja, Stiftung Warentest, ich glaube, dass ihr objektiv seid. Und dennoch: Warum versagt ein teures Produkt, das im Test die Note „sehr gut“ bekam, ein einem Empfangsgebiet, das als schwierig bekannt ist, während eine spottbillige und zudem wesentlich leichter zu montierende Antenne grandiose Ergebnisse lieferte?

Nachträglich ist man schlauer

Ich habe inzwischen gelernt, dass Stabantennen aufgrund ihrer Konstruktion bestenfalls in Gebieten eingesetzt werden können, in den die Signalqualität ohnehin hoch ist. Und ich habe erfahren, dass auch die Konstruktionsprinzipien der flächigen Antennen sehr simpel sind. Was letztlich auch bedeutet: Bauchige oder ausladende Geräte sind auf gar keinen Fall nötig, und der Verstärker muss keinesfalls in die Antenne integriert werden – er kann auch außerhalb stehen, was die Montage wesentlich vereinfacht.

Voodoo, Designzuschlag oder Flexibilität?

Müssen wir bei den Spitzen (Preis) Fabrikaten da einen Voodoo-Effekt vermuten? Einen Aufpreis für eine verborgene Technologie, die gar nicht existiert? Denn soviel ist sicher: Die paar Drähte, die die eigentliche Antenne ausmachen, sind spottbillig – und kein Verstärker dieser Erde kann mehr aus dem Signal herausholen, als von diesen Drähtchen aufgefangen wird. Und also frage ich mich: Wieso baut man beides in eine elegant aussehende Kiste, sodass alles klobig und schwer montierbar wird? Die „Kisten“ wiegen immerhin von 200 bis über 600 Gramm – im Grunde ein totaler Blödsinn, so schwere Geräte herzustellen und zu vertreiben. Und wo die Aufstellung kritisch ist, ist jede leichte Antenne einfacher zu montieren als jedes der schweren und klobigen Stand- oder Hängegeräte.

Testergebnisse nur unter Laborbedingungen erreichbar?

Ähnliche Ergebnisse bei anderen Geräten und anderen Testern sind mir durchaus geläufig: Erst neulich erwarb ich nach einer Testempfehlung einen sehr teuren USB-WLAN-Adapter für Microsoft-Betriebssysteme. Er soll eine ultimative WiFi-Leistung bieten – aber ach, er war keinesfalls besser als mein ständiger Begleiter von TP-Link. Ich will das Gerät nicht nennen, weil ich kein Test-Equipment habe, sondern nur einen Praxistest durchführen konnte, bei dem Verpixelungen im Bild von HD-Fernseh-Übertragungen auftraten. Was ich sagen will, ist dies: Test von Empfängern (egal welche) beruhen auf Laborergebnissen, nicht auf Praxisergebnissen. Insofern können Sie auf Tests eben nicht bauen – nur erproben hilft.

(1) Heft Februar 2017

Digital-Fernsehen: wenn etwas schief geht … und etwas gut wird

Meine positive Bewertung für die High-Performance WiFi Bridge von Vonets könnte ich ja aufrechterhalten, wenn

1. Diese nicht etwa zwei Wochen nach der Re-Konfiguration zusammengebrochen wäre und sich nun nicht mehr Rekonfigurieren ließ.. (1)
2. Es bei Vonets auch nur den Hauch eines Supports geben würde.

Ich bin gespannt, ob eine erneute Anfrage/Beschwerde beim Support etwas nützt. Normalerweise, so meine Erfahrung, wachen die Hersteller und Händler erst auf, wenn man mit Gewährleistungsansprüchen droht.

So war es auch bei einem Gerät, dessen Hersteller in Deutschland sitzt. Bei TELESTAR habe ich die Lösung (nicht ganz billig) auch selber finden müssen, nachdem man mir zwar ein Ersatzgerät geschickt hat, das aber andere Probleme aufwies. Die Lösung sehen Sie hier. Ergänzend kann ich sagen, dass weder die Hersteller von USB-Sticks noch TELESTAR selbst sagen konnten, welche USB-Sticks für das Gerät geeignet sind – außer dem „hauseigenen“ mit denkbar schwacher Leistung.

Beim SAMSUNG habe ich ein ähnliches Problem mit dem DVB-T2-Empfänger lösen können: Nachdem der Vonets-Anschluss nicht mehr funktionierte, habe ich geforscht, welche Sticks ich hier verwenden kann. Denkwürdigerweise unterstützt Samsung beispielsweise TP-Link WLAN-USB-Sticks. Und denken Sie mal – das hat auf Anhieb funktioniert – übrigens wesentlich besser (weil schneller) als mit dem VONETS-Produkt.

(1) Inzwischen habe ich das Problem selber "gelöst" - VONETS hat wieder nicht geantwortet.

Öffentlich-Rechtliche: Garanten der objektiven Information

Sie sind nicht immer unzweifelhaft, doch ihr bemühen um Objektivität ist offenkundig: öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehsender.

Der Krieg der Verleger auf dem Schauplatz "Internet"

Die Verleger, die zugleich auch gelegentlich Betreiber privater Fernsehsender sind, wettern oftmals, was das Zeug hält: Schließlich seien sie es, die die Informationsfreiheit und Vielfalt garantierten, nicht die öffentlich-rechlichen Sender. Und sie klagen von Gerichten, um durchzusetzen, dass gerade die von öffentlich-rechlichen Sendern verbreiteten Meldungen in den „angestammten Medien“ verbleiben. Was konkret heißt: Das Internet ist der Schauplatz und der Austragungsort des Pressekriegs. Dabei forcieren die Verleger eine offenkundige Unredlichkeit: Sie selbst waren es ja, die das Medium „Internet“ lange ignoriert haben. Sie sind es, die fragwürdige Nachrichten, Sensationsberichte oder Promi-Scheiß bis zum Abwinken ins Internet stellen. Man muss gar keine Namen mehr nennen – sehr viele Redaktionen – nicht nur diejenigen, über deren Häusern „Springer“ steht, reiten sich auf dieser Masche wund.

Eine tödliche Messerattacke als Aufhänger?

Kürzlich haben sich insbesondere die janusköpfigen Sensationsgeier echauffiert: Da war doch diese Sache mit der tödlichen Messerattacke. Warum berichtet die ARD nicht sofort darüber? Und schon wissen die Verschwörungstheoretiker, warum: weil der verdächtigte Mann, der zugestochen haben soll, ein Afghane war, zudem einer, dem man sein jugendliches Alter nicht abnehmen möchte. Was, bitte, hätte die ARD darüber „berichten“ sollen? Bestürzte Mitschüler zeigen, Passanten oder Kunden interviewen, die diese grausige Tat beobachtet haben? Nein, man hielt sich zurück. Trauer und Bestürzung zuerst.

Tod einer Polizistin

In derselben Nacht lenkte ein nach Polizeiangaben volltrunkener ukrainischer Lkw-Fahrer (mehr als zwei Promille) seinen Sattelzug gegen ein Polizeifahrzeug, fuhr dieses zu Schrott und tötete bei diesem Vorfall eine 23-jährige Polizistin, verletzte eine weitere Polizistin lebensgefährlich und einen jungen Polizisten schwer. Es mag natürlich sein, dass diese Nachricht als „Unfall“ eingestuft wurde. Doch wo auch immer – diese Nachricht versandete, während die Wirrköpfe weiterhin nicht trauern können, sondern giften müssen.

Ich mag noch einmal zurückkommen auf die Zeitungsverleger, ihre Arroganz und ihre zumindest partielle Unredlichkeit. Einerseits, in dem ich Karola Wille zitiere:

Wenn Zeitungen den Begriff „Staatsfunk“ benutzen und wenig später der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger von den Online-Angeboten der ARD als „gebührenfinanzierter Staatspresse“ spricht, dann sind das Sprachverschiebungen, die ich mir so am Beginn unseres Vorsitzes nicht vorstellen konnte. Sie sind allerdings auch ein Zeichen von Unredlichkeit. Ich meine damit die fortgesetzte Suggestion, der öffentliche Rundfunk wäre es, der durch seine Angebote im Netz den Zeitungsverlagen die Rückgänge ihrer Erträge verursachen würde.


Wer sieht denn eigentlich noch fern?

Doch der andere Punkt wiegt schwerer: Immer mehr junge Leute informieren sie weder aus der sogenannten „Bürgerpresse“, noch aus der Boulevardpresse, ja nicht einmal mehr aus dem Fernsehen. Was das bedeutet, lässt sich nur schwer ermessen: Nachrichten gibt es in Hülle und Fülle, und Öffentlich-Rechtliche wie auch Private, Sender wie Zeitungen, wirken dabei als Filter. Ohne diese Filter wäre die Informationsfülle gar nicht mehr zu bewältigen.

Sehen Sie, und dazu benötigen wie die Tagesschau (oder meinetwegen auch die Sendung „Heute“). Und um die Hintergründe wirklich zu erfassen (falls wir es noch können) benötigen wir eine kompetente, nicht sensationsgeile Presse. Und was die jungen Leute betrifft: Wir müssen sie lehren, Informationen sinnvoller zu filtern und zu verarbeiten, die sie aus dem Internet gewinnen.