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Buttnase und die Politik Anno 2018

Warum erinnere ich mich angesichts der Auftritte gewisser Politiker (durchaus unterschiedlicher Parteien) eigentlich derzeit an Knut Buttnase?

Buttnase aus Dösenbüttel an der Döse, war Gründer der „Moralsoziologogischen Deutschen Vortschritts-Partei“, kurz MDVP, und die hatte ähnliche ulkige Ziele wir diese Rechtskasper heute (wie bereits gesagt, durchaus unterschiedlicher Parteien).

Nein, ich vergesse nicht zu sagen, dass Knut Buttnase die Erfindung eines Radiomoderators war.Heute würde man Buttnase wohl eher Gamsnase nennen, und Alois würde besser zu ihm passen als Knut. Und er könnte aus Verrottungen an der Rotte stammen.

Sagt nun bloß nicht: Gibt’s schon.

Das gebrochene Herz und das CNN

Außer in Kitschromanen hat das “gebrochene Herz“ in der Sprache nichts verloren. Und da lese ich bei CNN dies hier:

Grundsätzlich kann unser Gehirn den Unterschied zwischen einem gebrochenen Herzen und einem gebrochenen Knochen erkennen.


Nein, kann es nicht. Schon deshalb, weil ein wirklich „gebrochenes Herz“, also ein Infarkt, manchmal den Tod herbeiführt. Und weil ein aus psychologischen Gründen „gebrochenes Herz“ lediglich ein Begriff für eine Herzmuskelerkrankung ist. (Broken-Heart-Syndrom). In diesem Fall ist also wirklich das Herz betroffen – physisch, also wie bei einem gebrochenen Knochen. Der Kitschbegriff „das gebrochene Herz“ für einen psychischen Schrägstand ist hingegen eine emotionale Befindlichkeit, für deren Bewältigung mancher mehrere Wochen benötigt, während ein anderer dafür nur ein paar Tage braucht. Denn je nach Konditionierung der Psyche ist sie entweder auf Rückschläge vorbereitet oder auch nicht.

Schönen Gruß, CNN – ihr habt Bullshit geschrieben.

The Loo in Leipzig

Ich weiß nicht, ob Sie gelegentlich auswärts pinkeln müssen. Falls ja, dann suchen sie ein Klo, einen Abort, eine Toilette. Im Leipziger Hauptbahnhof versteckte man die Toilettenanlagen sehr geschickt in einer der äußerten Ecken – sie sollen ja nicht auffallen, nicht wahr?

Nun weiß ich ungefähr, in welche Ecke man sie versteckt hält, die Aborte. Wenn Sie's nicht wissen, kann ich Ihnen versprechen, dass sie Geduld brauchen. Und also schlage ich die bekannte Richtung ein, und da grinst mich ein Waschbär an. Mensch, denke ich, ist da jetzt das Büro vom Zoo hingekommen? Dann muss das Pinkulatorium ja wohl woanders sein.

The Loo

Doch nein – das Klo war da, wo das Klo ist. Nur heißt es jetzt anders, nämlich „Loo&Me“. Nun weiß ich als auslandserfahrener Mensch natürlich, was ein „Loo“ ist. Es ist britisches Englisch und lässt sich relativ einfach mit „Klo“ übersetzen. Die Wortherkunft ist fragwürdig – manche meinen, es sei eine Verballhornung von „Waterloo“- hoffen wir, dass wir dort nicht mal unser Waterloo erleben, was ja bei der Deutschen Bahn gelegentlich vorkommen soll. Eine andere Ansicht sagt aus, dass es vom französischen „Eau“ kommt – vom Wasser. Spricht sich übriges wie "Luh" oder "Lou".

Das Loo in Leipzig

Mit so viel Wissen ausgestattet sind nun leider nicht alle Besucher des Leipzigers Hauptbahnhofs, und deshalb gab es eine Einführung in die Loologie. Und siehe – es heißt ja auch nicht einfach nur irgendwie „Loo“ – sondern eben „Loo&Me“ – das Klo und ich.

Ich war ja schon froh, nicht irgendwo Mitglied werden zu müssen, damit ich bei Loo pinkeln durfte. Rufen Sie gerne die Seite im Internet auf – aber schalten Sie bitte vorher den Lautsprecher ab, sonst bekommen Sie einen Riesenschreck.

Falls Sie das Klo jemals suchen sollten: Es befindet sich im ziemlich abgelegenen hinteren Teil des Bahnhofs, auf der Ebene des Fernverkehrs, gegenüber Bahnsteig 24.