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Wieder Spammer mit „Privater KV“

In der badischen Stadt Wehr gibt es keinen Ostkorso, und wieder versucht einer dieser widerwärtigen Spammer mit dieser Adresse in mein Privatleben einzudringen – mit einer angeblichen Verbraucherberatung über Private Krankenversicherungen.

Der Text beginnt so:

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Wieder geht alles – wie zuvor – über verschlüsselte Seiten, falls man so dumm ist, auf den Link zu klicken.

Da bleiben allerdings drei Fragen offen:

Erstens: Warum finden zwei Spam-Filter nicht heraus, dass es sich um Spam handelt? (Es ist offenkundig aufgrund der abermals verborgenen Unsinns-Nachrichten).

Zweitens: Warum warnt der „Verband der Privaten Krankenversicherungen“ nicht vor den potenziell schädlichen Auswirkungen?

Drittes: Wo verstecken sich eigentlich die Verbraucherschützer, wenn wahre Bomben von Spam verschickt werden, die Verbraucher belästigen dun schädigen könnten?

Krankenversicherungs-Spam nimmt Überhand

Diesmal kam die SPAM-Werbung für Krankenversicherungen aus Spremberg, sorbisch Grodk, in Sachsen-Anhalt. Das ist ein größerer Ort als die Käffer, in denen die anderen Spammer ganz offensichtlich nicht wohnten, dort aber ihre Adresse angaben. Natürlich gibt es die Person, die mir angeblich schrieb, in Spremberg nicht. Die Internet-Adresse wird verschlüsselt, die Seite, auf der man landet, gehört der „neuepkv-tarife.net“, die in Prag angesiedelt ist. Sie ist bereits einer Anti-SPAM-Organisation aufgefallen, weil sie auch für andere Produkte wirbt.

Der größte Blödsinn am Ende:

Die Austragung ist über unser Webseitenformular möglich. Alternativ haben Sie die Möglichkeit auf diese Mail zu antworten.

Die E-Mail enthält außerdem sichtbaren Text noch wild gemischte Wörter in Sätzen ohne Sinn, zum Beispiel:

Amüsements unhygienischerer erholsamsten strebende Leichenverbrennungen Dramatik Gesangvereine radargesteuerten mitzuerlebend.


Spam-Filter erkennen diese SPAM-E-Mail aus unerfindlichen Gründen nicht.

Und noch einmal SPAM – von 2000 Euro auf 6000 Euro?

Diese E-Mail war mir natürlich als SPAM bekannt –wie ich täglich 2000 Euro verdienen kann. Diesmal, so hieß es, könnten es zwischen 2000 und 6000 Euro im Monat sein. Immerhin sind die Spammer jetzt von Tagen auf Monate übergegangen.

Die Adresse der Dame (oder wem auch immer), die mir dies schrieb, residiert im Zeil 107 in Frankfurt. Das Gebäude ist eine Baustelle. Wie nett.

Übrigens fällt mir auf: Es waren auch schon mal 5.000 Euro täglich.

Neueste SPAM-E-Mail: Kosten für Krankenversicherung einsparen

Heute sind zwei E-Mails bei mir eingegangen, die von zwei Algorithmen nicht eindeutig als SPAM identifiziert werden konnten, aber von jeweils einer dort unbekannten Einwohnerin der kleinen Orte Biere (99 Einwohner) und Hollnich (303) Einwohner stammen sollen. Vermutlich sind beide Namen und Adressen falsch,

Beide verweisen auf eine angebliche Testseite für private Krankenversicherungen. Ob es sich wirklich um eine solche handelt und welche Motive dahinter stehen, sie auf merkwürdigen ausländischen Webseiten zu verbreiten, entzieht sich meiner Kenntnis.

Das angebliche Achteinhalb-Millionen-Erbe

Die erste Frage: „Wie kommen Spammer eigentlich an meine Fax-Nummer?“, kann ich nicht beantworten. In Verdacht stehen einige unzuverlässige Internet-Firmen, die mit den Daten ihrer Kunden hausieren gehen oder eine undichte Stelle in der Übermittlung von Kundendaten an Dritte, zum Beispiel an Transporteure.

Während sonst immer die Nigeriaconnection am Werk ist und versucht, mit E-Mail zu bescheißen, ist es diesmal eine andere Masche, deren Praktiken bereits hier und hier beschrieben wurden. Es geht immer um angebliche Erbschaften in Millionenhöhe – und natürlich in US-Dollar. Der Name des Erblassers wird immer wieder angepasst, ansonsten sind die Anschreiben inhaltlich gleich.

Kurz: alte Masche, diesmal per Fax.