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Kackertstraße und neuer Werbekot von PKV-Spammern

Die Bombardierung mit SPAM über angebliche PKV-Tests hört nicht auf.

Diesmal kam die PKV-Vergleichsportal-Nachricht aus der Kackertstraße. Eine Kackertstraße gibt es tatsächlich – aber in Aachen, und nicht in Briesen, einem Ort in Brandenburg, der etwa 2.300 Einwohner hat. Dort will die fiktive Fachfrau für die PKV diesmal ihren Wohnsitz haben.

Und diesmal hat einer meiner SPAM-Filter reagiert.

Endlich reagieren SPAM-Filter auf die SPAM-Flut mit PKV


Die gute Nachricht zuerst: SPAM-Filter sind offenbar in der Lage, die unseriöse Werbung mit dem inzwischen bekannten angeblichen PKV-Vergleichsportal abzuwehren. Jedenfalls zeigte sich gestern dieses Bild:

Die schlechte Nachricht: Offensichtlich fanden die SPAM-Gangster eine Möglichkeit, Server zu knacken, um seriöse Meldungen mit ihrem Werbekot zu verbinden. Dabei wurden ganz offensichtlich höchst private Daten abgegriffen. Das mögliche Opfer des Hacks wurde schriftlich benachrichtigt.

Tatort mit Sperma im Magen – und sonst?

Wenn die Tatort-Macher mal was Glitschiges machen wollen, dann spielt der Film im „Milieu“ – Puff, Straßenhuren, Rotlichtbars, Camgirls – oder eben Pornodrehs. So also kommen die Esel aufs Eis, und man lacht über ihre Tänzchen, die sie dort aufführen. Oder man (frau?) denkt nach, und manche zetern über das Thema an sich.

Also zunächst mal: Der Porno-Branche geht es schlecht. Das einst blühende Geschäft mit VHS-Kassetten, DVDs und so weiter wurde inzwischen erheblich tiefer gelegt. Der Grund: Internet. Die Folge: Jedermann-Pornos (oder Jederfrau-Pornos)? Eigentlich braucht man wenig dazu, aber diesen Teil der Branche zeigte der Tatort vorsichtshalber erst gar nicht. Klar wurde nur: Porno-Gardemaße braucht die Frau nicht, um einer der neuen Pornostars zu werden.

Also gut, ein bisschen Krimi war auch. Schließlich stirbt die Darstellerin mit „Sperma von zwei Dutzend Männer im Magen“. Und nun kommt der Trick: Alle sind sehr, sehr verdächtig bis auf den Täter, der selten und erst recht spät gezeigt wird. Und sehr schnell wird auch klar: Die Kollegin, die ebenfalls „früher“ Pornos drehte, tut das noch immer. Der Rest war teils witzig, damit auch diejenigen Zuschauer mal lachen konnten, die ansonsten empört gewesen wären, und teils banal.

Ja, es gibt sie – die Darstellerinnen, die zwei voreinander abweichende Leben führen, eines kreuzbrav, das andere rot belichtet. Und einige sind auch aus „gutem Hause“ – da könnte auch mal eine Staatsanwalts-Tochter dabei sein oder eine Arzttochter. Aber das ist nicht der Punkt. Die Frage ist, warum dieses Geschäft mit dem Ausziehen und den Körper preisgeben und sich möglicherweise dabei überwinden zu müssen, doch recht viele Frauen anzieht. Der Krimi orakelt dabei eigenartig: Am Geld allein kann’s nicht liegen, doch er gibt auch keine Antwort darauf, woran es sonst liegen könnte.

Ansonsten war’s ganz hübsch, weil’s eben doch eher lustig war als moralisauer, und eher eine Kriminal-Komödie als ein Kriminalfall. Und wunderschön, und selbst splitternackt noch ganz eine selbstbewusste Dame, war in einer Nebenrolle Jarah Maria Anders.

Wie spricht doch der alte Häuptling der Indianer? Wild ist der Westen (oder der Süden), schwer ist der Beruf. Uff. Gleich, ob Pornoproduzent, Pornodarsteller oder Tatort-Produzent und Tatort-Drehbuchschreiber. Und die Hauptschwierigkeit beliebt immer die Gleiche: Wo, verdammt noch mal, soll man die Moral hernehmen, die auch noch die Leser der Boulevardpresse befriedigt?

Die Antwort: Gar nicht. Selbst „seriöse“ Journalisten sind so öde, ein paar bekannte Statements wie die, dass „Medienexperten vor einer Porno-Flut“ warnen, zu veröffentlichen udn zu denken, damit einen wesentlichen Beitrag zur Volksmoral geleistet zu haben.. Das hatte mit dem Tatort - trotz des Themas - allerdings recht wenig zu tun.

Ich sah den Tatort selbstverständlich selbst, empfehle aber die Kritik in der ZEIT.

Und noch einmal SPAM – von 2000 Euro auf 6000 Euro?

Diese E-Mail war mir natürlich als SPAM bekannt –wie ich täglich 2000 Euro verdienen kann. Diesmal, so hieß es, könnten es zwischen 2000 und 6000 Euro im Monat sein. Immerhin sind die Spammer jetzt von Tagen auf Monate übergegangen.

Die Adresse der Dame (oder wem auch immer), die mir dies schrieb, residiert im Zeil 107 in Frankfurt. Das Gebäude ist eine Baustelle. Wie nett.

Übrigens fällt mir auf: Es waren auch schon mal 5.000 Euro täglich.

Neueste SPAM-E-Mail: Kosten für Krankenversicherung einsparen

Heute sind zwei E-Mails bei mir eingegangen, die von zwei Algorithmen nicht eindeutig als SPAM identifiziert werden konnten, aber von jeweils einer dort unbekannten Einwohnerin der kleinen Orte Biere (99 Einwohner) und Hollnich (303) Einwohner stammen sollen. Vermutlich sind beide Namen und Adressen falsch,

Beide verweisen auf eine angebliche Testseite für private Krankenversicherungen. Ob es sich wirklich um eine solche handelt und welche Motive dahinter stehen, sie auf merkwürdigen ausländischen Webseiten zu verbreiten, entzieht sich meiner Kenntnis.

Tatort Goldbach – Langeweile mit Gefühl und Waffen

Im Schwarzwald schmilzt der Schnee schnell. Das ist die Haupterkenntnis des gestrigen Tatorts. Die Zweite: Die Guten sind oft nicht so gut, und die Bösen eigentlich nicht so schrecklich böse. Und die Dritte: Es ist langweilig im Schwarzwald, jedenfalls in irgendwelchen Siedlungen.

Die Ermittler im neuen Tatort sind neu und agieren von Freiburg aus. Mann groß, Frau klein. Mann ziemlich burschikos, Frau eher sensibel.

Nochmals zurück zu den Bösen: Das ist der Waffenproduzent, denn der Herr Polizist schon mal persönlich am Sonntag in seiner Villa heimsucht. Er wird als Wurzel des Übels hochstilisiert. Muss ja so sein: Kapitalist, Tötungsgerätehersteller. Pfui, bäh.

Und die Handlung? Schleppt sich so hin. Schon früh wird klar, dass nur ein Kind getötet haben kann, und dafür kommen zwar zwei infrage, aber eigentlich doch eher nur eins. Und das hat keine Schuld, wie sollte es auch. Und wie konnte das Kind an die Waffe kommen, wie gar damit herumballern? Weil das Böse in der Region ist, sonst wäre es nicht gegangen. Die Waffenschmiede, die Kistchen mit Waffen herumstehen lässt, ist schuld. Derjenige, der sie gemaust hat und verhökern wollte, eher nicht so. Da wäre ja auch nicht passiert, wenn nicht eine Kugel in der Pistole gewesen wäre. Und die ging dann los. Päng, bumm, umfällt, tot. Denn zu allem Überfluss war die Pistole nicht einmal gesichert, oder das Kind weiß, wie man die Pistole entsichert.

Die Kritik? Oh, sie lobte und lobte und lobte. Der Schwarzwald war zwar öd und nicht besonders anheimelnd, aber da waren doch so tolle Charaktere dargestellt, richtig nette Ex-Ökos. Und die haben sich gezofft und gefühlt und dann wieder anders gefühlt und sich erneut gezofft.

Ein Kritiker traf immerhin den Nagel auf den Kopf: „Das Problem an diesem Tatort ist, dass nichts an ihm besonders ist.“

Und so ist es: Nichts ist besonders, alles wie gehabt. Außer, dass wahrscheinlich niemand mehr in den Schwarzwald fahren will, wenn er denn so trostlos ist - und die Schießprügelhersteller so nah.