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Passende Partner aus mehreren Sichtweisen

Die als naiv angesehen Frage junger Frauen „wer passt eigentlich zu mir?“ kann durchaus aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Doch schon das Wort „Passen“ gibt dem kritischen Journalisten Rätsel auf.

Recherchen im Bereich des Volksglaubens, der Philosophie und der Psychologie ergeben: Wir können noch halbwegs sagen, was wir mit „Passen“ meinen, aber dann ist’s auch schon aus.

Am Ende einer langen Recherche sage ich euch, was „Passen“ bedeutet:

Der Mensch, der sucht, muss mit dem, der gesucht wird, vereinbar sein. Und das lässt sich nicht messen oder wägen, sondern nur erfühlen.

Was sonst noch dazugehört, lest ihr in unregelmäßigen Abständen in meinem Blog über Liebe und Beziehungen.

Modernes Dating ist manchmal ein Rückschritt

Wenn du ein weiblicher Single bist, hast du ich vielleicht schon einmal gefragt: „Wer passt zu mir?“

Wärest du 50 Jahre früher geboren, hättest du dich wahrscheinlich eher gefragt: „Wen mag ich?“

Und das war ein Fortschritt gegenüber der Lage um die Jahrhundertwende von achtzehnten zum neunzehnten Jahrhundert. Dann hättest du (als Mädchen/Frau) gefragt: „Wen hat der Vater für mich vorgesehen?

Frage nicht, wer zu dir passt - frag dich, wen du magst

Wer passt zu mir?“ ist eine dieser neuen, psychologisierenden Fragen, und sie ist ein Rückschritt. Wenn du so fragst, gibst du deine Entscheidungsfreiheit zum Teil wieder ab, die du vor langer Zeit errungen hast. Oder die Frauenrechtlerinnen für dich errungen haben. In deinem Leben entscheidest nur du, was passt und was nicht – schließlich muss du es auch verantworten.

Frag dich lieber, wen du magst. Und dann nimm ihn, wenn er dich auch mag.

Ich schreibe über solche Themen. Zum Beispiel auf "LiebeBeziehungen" - über das gleiche Thema "wer passt zu mir" , nur ausführlicher.

Passionsblumen blühen spät in diesem Jahr

In diesem Jahr geben mir meine Passionsblumen Rätsel auf – nicht wegen der Exemplare, die ich nicht durch den Winter gebracht habe – da habe ich selbst Schuld. Sie standen im November zu lange draußen.

Normalerweise habe ich ein Exemplar, das praktisch das ganze Jahr blüht, aber zwei ähnliche, die gar nicht daran denken, sondern sich erst mal „bitten lassen“. So lange (Mitte Juni) haben sie allerdings noch nie gebraucht.

Sie ließen sich bitten ...
Mit den Standard-Passionsblumen, die jeder kennt und die es für fünf Euro im Baumarkt gibt, habe ich seit Jahren Blühpech. Bleiben mir also die blühfreudigen Roten, weißen, blauen und eine tiefblaue Neuerwerbung.
Eien der ersten fünf Blüten der Neuerwerbung
Dieser Tag habe endlich alle Knospen gebildet – ziemlich spät, obgleich es ihnen an nichts mangelt – Wasser, Dünger, Wind und viel mehr Sonne als letztes Jahr.

Interessiert ihr euch für Passionsblumen? Dann sagt mal, wie ihr sie durch den Winter bringt und wann sie diesem Jahr Knospen bekommen haben …

Die SPD hat ein neues Thema

sehperd wagt es zu sagen
Jetzt setzen die SPD-Frauen bei den Menschenrechten an. Nein, es ist nicht die Internationale, die jetzt das Menschenrecht erkämpft – es ist das „nordische Modell“ und es geht um Prostitution.

Im Prinzip denke ich, dass es es richtig ist, der ausufernden,kommerziell großangelegten Prostitution Grenzen zu setzen. Aber inzwischen ist auch bekannt, welche Auswirkungen Verbote tatsächlich haben. Und dabei ist es ziemlich gleichgültig, ob „Prostitution verboten“ wird oder „Freier bestraft“ werden.

Im Grunde ist es nur so, dass die sichtbare Prostitution, die noch halbwegs überschaubar ist, dann in den Untergrund geht. Ob wir das wollen?

Vielleicht sollte sollte man einmal die Moralinkeule beiseitelegen und dies lesen:

Die Historikerin Sonja Dolinsek … warnt, dass ein Sexkaufverbot "auch ein Verbot der Regulierung von Prostitution" wäre.


(mehr im Tagesspiegel) (1)

Nochmals: Prostitution ist kein wirklich erbauliches Thema. Aber es ist einfach auch unschön, gerade jetzt die letzten Wählerinnenreserven mit gängigem Populismus gewinnen zu wollen. Hat die SPD wirklich keine anderen Themen?

(1) Von Schweden wird angenommen, dass die gesamte Prostitution in den Untergrund beziehungsweise ins Internet abgewandert ist.

Der Psychobranche laufen die Theorien davon

sehpferd schreibt es
Das alte Schema der Neurosen, die im frühen Kindesalter erzeugt wurden und dem Erwachsenen dann die Petersilie verhageln, wird schon lange bezweifelt.

Wenn nun plötzlich ein neues Phänomen auftritt, wie beispielsweise Probleme bei der Partnersuche und schwindender Bindungsbereitschaft, werden dennoch wieder die angejahrten Theorien aus dem Morast geholt. Diesmal war es die Bindungstheorie, die für dieses gesellschaftliche Phänomen ausgebaggert wurde.

Die meisten der Theorien der Psychoanalyse klingen kaum noch glaubwürdig. Auf der einen Seite wird dem Erwachsenen nicht zugetraut, eigenverantwortlich zu handeln, auf der anderen Seite werden gesellschaftliche Veränderungen nicht berücksichtigt.

Mich erinnert dieser Zustand der Psychotherapie an den Zustand der (ehemaligen?) Volksparteien, die ebenfalls immer noch in ihren Ideologie-Rüstungen stecken geblieben sind und (auch) deswegen nicht weiterkommen.

Ich frage mich, ob es für Politiker und Denkschulen nicht so etwas wie die Mauser der Vögel geben sollte. Nun ja, wahrscheinlich ist es ein vorgezogener Sonntagsgedanke von mir.