Skip to content

Rote Passiflora

Prachtvoll und gesund - mit Blüte und Knospe
Nachdem ich einige Jahre gar keine roten Passionsblumen hatte, sind mir mittlerweile drei Exemplare ins Haus geschneit. Dies Jahr sind sie spät dran, bildend dafür aber Knospen in Hülle und Fülle.

Mal ablächeln – ESC und Netta

Glückskatzen, Mickey-Mouse-Frisur, Ententanz = ESC-Erfolg?
Ja, ja, es sei ihr gegönnt. Und bitte: warum auch nicht. Wenn sie meint „Danke, dass Ihr Euch fürs Anderssein entschieden habt und Unterschiede akzeptiert“, dann ist das OK – denn die akzeptieren wir. Dennoch: Mickey-Mouse-Frisur, Bataillone von Glückskatzen und Ententänzchen, dazu eine Rührstory über eine Ex-Underdog, da wurde eben auch kräftig in Emotionen investiert.

Ja sicher, und Deutschland kam auf Platz vier, was sehr ehrenhaft ist und worüber man sich hier in Deutschland durchaus freuen mag.

Unverständliches und heimliche Sieger

Na und dann: Jessica Mauboy, ähnlich schrullig wie Netta, und ebenfalls total überzogen, kam auf Platz 20. Dafür kam Elina Nechayeva verdientermaßen auf Platz acht. Der absolut nichtssagende „Sänger“ aus Schweden auf Platz sieben (was mich sehr verwunderte – hat der eigentlich wirklich gesungen?) Ebenfalls völlig unverständlich, warum der ebenfalls nicht sonderlich begabte Mikolas Josef auf Platz sechs landete.

Einer der wenigen Beiträge, die wirklich „unter die Haut“ gingen, kam immerhin auf Platz fünf: Non Mi Avete Fatto Niente von Ermal Meta und Fabrizio Moro – dem Publikum sei Dank. Michael Schulte auf Platz vier geht in Ordnung – kann singen, ist bescheiden, trifft die Seele der Jugend. Cesar Sampson auf Platz drei - ein wenig überraschend, aber warum eigentlich nicht? Platz zwei –was für eine Katatrophe. Was wirkte denn da auf Publikum und Jury ein? Das Kleid? Der sexy Auftritt? Der Gesang kann’s nicht gewesen sein.

Nun ja, und Netta eben. Platz eins mit Ententänzchen. Muss wohl so sein.

Telestar gibt Rätsel auf

Es kommt ja schon manchmal vor, dass ich meinen Telestar digiHD TS5 mehrfach starten muss, bevor er ein einwandfreies Bild zeigt. Aber vor zwei Tagen präsentierte er mir einen so gut wie schwarzen Bildschirm – und behauptete, kein Signal zu empfangen.

Früher bin ich ab und an wirklich auf den Dachboden gerannt, wo das Gegenstück steht, habe die Verbindungen geprüft und was man sonst so tut.

Nun aber bin ich schlauer: wenn er drei Mal gar nicht startet: Netzstecker ziehen. Dann erneut starten. Das nannten wir in der IT die „Norwegische Methode.“ Sie galt als höchst riskant, aber sie wirkte oftmals. Kommt übrigens als Gag in der Fernsehserie „The IT Crowd“ vor.


Vatertag, Männertag, Himmelfahrt, Auffahrt

Einen Tag wie „Christi Himmelfahrt“ gab es in meinem Kalender noch nie. Man nannte diesen Tag Vatertag, und später erfuhr ich, das er im Osten Deutschlands bis heute „Männertag“ heißt. Immerhin lebte ich eine ganze Zeit an der Französisch/Deutsch/Schweizerischen Grenze, wo der Tag „Auffahrt“ oder „Uufert“ heißt. Englisch ist’s ähnlich: Ascension (Aufstieg) heißt es nach der Version aus dem Französischen wortgleich: Ascension.

Woher er den Namen „Auffahrt“ hat, ist am klarsten: Die Legende berichtet, dass der Religionsstifter nach seinem physischen Tod als eine Art Lichtgestalt weitergelebt hat, um dann aufzufahren zum Himmel, wie man seit dem Jahre 381 offiziell schreibt. Demnach sei der Religionsstifter „auferstanden am dritten Tag, und dann aufgefahren zum Himmel“ wo er „zur Rechten Gottes“ sitzt (also auf dem Platz des Ehrengastes).

Soweit die Religion.

Unklarer ist da schon die Herkunft und Terminierung der Vatertag, der in Deutschland stets an Christi Himmelfahrt gefeiert wird.

Ob wir einen Vatertag brauchen? Ich bezweifle es. Männer müssen derzeit stark sein, aber dazu braucht man keinen speziellen Männertag. Immerhin beschert uns jeder Feiertag, der auf einen Donnerstag fällt, zumeist einen Brückentag. Und das nützt uns wirklich, oder?

Pfötchen halten

Manchmal mögen sich Sehpferd-Leser ja fragen, was ich so tue, wenn ich nicht tue, oder vielleicht auch, ob ich jemals gar nichts tue.

Da ich normalerweise nicht über mich schreibe, könnte natürlich auch der Eindruck entstehen, dass hier ein KI-Programm schreibt – mit eingebauten Flüchtigkeitsfehlern.

Also: Gestern habe ich Pfötchen gehalten. Mehr als zwei Stunden. Mein Hundchen ist derzeit noch nicht wieder ganz gesund, und da habe ich eben Pfötchen gehalten.