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Deal mit mir gefällig?

Guten Tag,

Mein Name ist Gebhard Roese, und ich würde gerne etwas für Sie schreiben … das ist neu, nicht wahr? Aber es ist die Wahrheit. Ich habe derzeit Lust, etwas für Sie zu verfassen, und ich werde es tun, wenn Sie mir einen fairen Deal vorschlagen.

Ich schreibe eigentlich über fast alles außer Sport und für fast alle außer für Rechts- oder Linksextremisten.

Interessant mag auch mein Umschreibservice für Sie sein. Ihn zu nutzen, bedeutet, nahezu jeden beliebigen Text in einen anderen umschreiben zu lassen, um ihn dabei zu kürzen, zu verlängern oder sonst wie zu verändern.

Schreiben Sie mir … ich habe Lust darauf, mir Aufgaben stellen zu lassen.

Ihr Gebhard Roese




Krankenversicherungs-Spam nimmt Überhand

Diesmal kam die SPAM-Werbung für Krankenversicherungen aus Spremberg, sorbisch Grodk, in Sachsen-Anhalt. Das ist ein größerer Ort als die Käffer, in denen die anderen Spammer ganz offensichtlich nicht wohnten, dort aber ihre Adresse angaben. Natürlich gibt es die Person, die mir angeblich schrieb, in Spremberg nicht. Die Internet-Adresse wird verschlüsselt, die Seite, auf der man landet, gehört der „neuepkv-tarife.net“, die in Prag angesiedelt ist. Sie ist bereits einer Anti-SPAM-Organisation aufgefallen, weil sie auch für andere Produkte wirbt.

Der größte Blödsinn am Ende:

Die Austragung ist über unser Webseitenformular möglich. Alternativ haben Sie die Möglichkeit auf diese Mail zu antworten.

Die E-Mail enthält außerdem sichtbaren Text noch wild gemischte Wörter in Sätzen ohne Sinn, zum Beispiel:

Amüsements unhygienischerer erholsamsten strebende Leichenverbrennungen Dramatik Gesangvereine radargesteuerten mitzuerlebend.


Spam-Filter erkennen diese SPAM-E-Mail aus unerfindlichen Gründen nicht.

Zum Tag der Einheit: Deutschland – anstrengendes Land

Eigentlich haben wir in Deutschland beste Bedingungen: Wir sind ein Volk, das ein Volk ist. Mögen hier auch Bayern und Sachsen widersprechen, weil sie „Deutsch sein“ nicht begreifen wollen und gerne ihre Extrawürstchen braten, es ist einfach so. Und ja – neben den bereits Genannten glauben auch manche Schwaben und Badener, nicht so recht zum deutschen Volk zu gehören, weil sie hartnäckig ihre merkwürdigen Sprachen verteidigen, die mit Hochdeutsch wenig zu tun haben. Aber abgesehen davon sind wir Deutsche ein einheitlicheres Volk als das des Vereinigten Königreichs, Frankreichs oder Spaniens.

Neidhammel als Störer und Quertreiber

Leider sind wir aber auch ein Land der Neidhammel. Insbesondere wirtschaftlicher Erfolg wird geneidet, weil er als unverdient gilt. Die „hart arbeitenden Menschen“, die neueste Galionsfigur der Sozialdemokratie, begreifen nicht, dass eine Arbeit, die von Erfolg gekrönt ist, nicht unbedingt „hart“ sein muss. Ein Geistesblitz, eine besondere Fähigkeit oder Kunstfertigkeit muss nicht „hart erarbeitet“ werden, sondern sie ist eine Gabe der Natur, der Evolution oder des Zufalls. Klar gibt es „unverdienten Erfolg“. Er ist nicht viel häufiger als „das große Los“ oder der „Sechser im Lotto“.

Deutschland - anstrengendes Land

Deutschland ist ein anstrengendes Land. Wer hier lebt, muss sich dauernd rechtfertigen. Warum dieser, der doch nur Taxifahrer war, eine Karriere in der Politik machen konnte. Und warum jener, der etliche Semester an Universitäten ausgesessen hat, seit Jahren arbeitslos ist. Wer hier sagt „weil ich es kann“, „weil ich darin gut bin“ oder „weil es mir die Menschen abnehmen“ erscheint bei einem erfolgreichen Lebensweg sofort als suspekt. Er muss mit Neidern, Nörglern und Wadenbeißern leben.

Werte schaffen und erhalten

In manchen Landstrichen in Deutschland herrscht eine „Schafferkultur“, die fälschlicherweise den Schwaben nachgesagt wird, aber auch sonst verbreitet ist. Und in der Tat müssen sich Deutsche anstrengen, um die hohen Standards zu halten, die sich das Land und sein Volk seit 1945 erarbeitet hat.

Der Wohlstand dieses Landes beruht nämlich nicht, wie der Kanzlerkandidat der SPD sagte, auf Menschen, die hart arbeiten, sondern auch solche, die sich immer wieder anstrengen, für sich, ihre Familien und ihr Land den Wohlstand zu erhalten. Jüngst sagte dazu Bernhard Vogel:

Wir müssen deutlicher machen, dass Soziale Marktwirtschaft zwar zu Wohlstand führt, aber auch sehr große Anstrengungen von jedem Einzelnen erfordert. (Die Lösung ist …) das Schaffen von Möglichkeiten, dass jeder für sich und die Seinen sorgen kann.


Das Anstrengen ist oft schwer zu ertragen - Umverteilen aber auch

Das Gegenteil dieser Aussage wäre: Die Wirtschaft beruht auf dem Verteilen und Umverteilen von Gütern. Oder brutaler: „Wenn andere mehr bekommen als ich, dann wird mir etwas weggenommen.“ Diesen Unsinn höre ich öfter - es handelt sich um Hypotheken deutschen Unwesens, die schwer zu tilgen sind - nicht nur in den Bundesländern, die ehemals zur DDR gehörten.

Manchmal ist es wirklich scher zu ertragen, dass Deutschland so anstrengend ist. Und ich kann Ihnen absolut versichern, dass es normalerweise um so anstrengender wird, je mehr Erfolg Sie haben.

Die Einheit entsteht durch Begegnungen

Falls Sie den Gedanken der Einheit vermissen: Das ist ein Thema für Sonntagsredner. Je mehr Menschen von Ost nach West, von West nach Ost, von Nord nach Süd oder von Süd nach Nord wandern, um dort zu arbeiten und zu heiraten, umso schneller werden wir ein Volk. Und die Menschen, die kaum aus ihren Dörfern und Kleinstädten herausgekommen sind, werden wohl immer glauben, ihre Weltsicht sei die einzige richtige. Ich weiß nicht einmal, wie man diesen armen Menschen helfen kann.

Fehlinformation über schrumpfende Brüste

Zierliche Brüste - hier die romantische Darstellung in einer Bali-Werbung
Zu kleine Brüste? Die BUNTE weiß, warum, und stellt ihre dreiste Behauptung gar nicht erst infrage, sonder gibt bereits die Antwort:

Darum lässt Kaffee bei Frauen die Brüste schrumpfen


„Oh, my god! Das darf doch nicht wahr sein“, werden jetzt manche Damen sagen, „nie wieder trinke ich Kaffee.“

Und wer weiter liest, bekommt tatsächlich diese Antwort:

Kaffee lässt bei Frauen die Brüste kleiner werden. Denn Koffein fördert den Abbau des Hormons Östrogen im Körper. Dies hat eine Verkleinerung der Brüste zur Folge.


Andere verkünden publikumswirksam:

Ab drei täglichen Tassen schrumpft die weibliche Brust und mit jeder zusätzlichen Tasse nimmt der Umfang weiter ab.


Oh, oh … die „Mutter aller Studien“, die der neuen Popularität der Artikel zugrunde liegen, wurde in der New York Times veröffentlicht. Da war allerdings nur von minimalen Effekten die Rede und nicht einmal von Brüsten. Vielmehr sagte die Studie aus (Zitat).

Aber für Frauen im gebärfähigen Alter wird das Kaffeetrinken die hormonalen Funktionen nicht in einer klinisch relevanten Weise verändern.


Die meisten ähnlichen Aussagen über das „Schrumpfen“ oder die „deutliche Verkleinerung“ von Brüsten durch Koffein, namentlich aber durch Kaffee, basieren aber auf einer schwedischen Studie, bei der es zwar um Kaffee, aber weniger um dessen Wirkstoff Koffein ging. Demnach sind aber andere Wirkstoffe, namentlich Phytoöstrogene für niedrigere Werte an Östrogen verantwortlich. Diese Stoffe werden zum Teil sogar als „Alternativmedizin“ oder als „Nahrungsergänzungsmittel“ angeboten. Für die Wirkung ist offenbar zusätzlich ein Gen, CYP1A2*1F, verantwortlich.

Sowohl hinsichtlich der generellen Wirkung von Phytoöstrogenen wie auch von den Ergebnissen der Studien sind selbst Forscher allerdings nicht vollständig überzeugt. Geforscht wird zumeist vor allem, ob diese Stoffe beim Entstehen von Brustkrebs eine Bedeutung haben, sei sie nun positiv oder negativ.

Bild: Bali, Herstelleranzeige in einer historischen Frauenzeitschrift.