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Das Schreiben

Gelegentlich laust mich der Aff', doch dann und wann küsst mich auch die Muse
Eine der wichtigsten Fragen, die ich mir täglich beantworten muss: Für wen schreibe ich eigentlich, wenn ich für dieses Blog schreibe? Ich würde nicht schreiben, wenn ich nicht die Hoffnung hätte, damit etwas zu bewirken.

Also schreibe ich jeden Tag etwas, das ein klein wenig Sinn hat. Das hoffe ich jedenfalls.

Bild: Unbekannter Fotograf, wahrscheinlich Fotomontage, gegen 1906.

Einfache Wahrheiten über das Kennenlernen

Wie lernen wir einander kennen? Indem wir Blicke, Gedanken und Gefühle austauschen. Und weil die Anderen zunächst Fremde sind, nähern wir uns vorsichtig an, versuchen, ob unsere Stärke ausreicht, um sich dem anderen notfalls zu widersetzen, und unsere Schwäche, um sich dem anderen möglicherweise hinzugeben.

Eher hingeben?

Das ist immer und überall so – die Hingabe kann in Geist, Emotionen und Körper angeboten werden, sie kann offen oder verdeckt zutage treten. Und sie ist eine Konsequenz, um dem anderen in seinen intimen Gedanken zu folgen und sich mit ihnen zu befreunden. Nein, es muss nicht der Körper sein. Intimität kann auch darin bestehen, seine Schwächen zu offenbaren und seine Geheimnisse zu teilen. Wichtig ist dabei, die Absichten des anderen zu kennen. Ein Berater oder ein Freund darf keine Absichten damit verbinden, Geheimnisse zu erfahren. Er darf sie vor allem nicht nutzen, um dem anderen zu schaden. Und wer sich selbst gedankenlos hingibt? Auch das gehört zum Leben, und es ist keine Schande.

Eher widersetzen?

Wann widersetzten wir uns? Wenn es scheint, als könne uns der andere körperlich, geistig oder emotionale angreifen. Männer mögen Machtspiele, und sie treten gelegentlich offen zutage. Zwei sehr selbstbewusste Männer auf Augenhöhe werden sich selten beharken, es sind eher die Wadenbeißer und Giftzwerge, die uns angreifen. Sie sind gemein, und das tut weh. Wir alle kennen den Angriff lästiger Vertreter(innen) auf unsere Geldbörsen. Geben wir ihnen nach? Meist nicht hoffe ich. Wir wollten sie eigentlich nicht kennenlernen – und sie nutzen uns nur aus. Das gibt es auch bei Liebespaaren. Nicht Gut? Das ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob es so etwas gibt. Und so etwas gibt es. Also muss ich/du/er/sie/es drauf einstellen.

Mann, Frau, Körper, Geist, Psyche und mehr

Nehmen wir an, da wäre eine Frau und auf der anderen Seite ein Mann. Sie werden einander kennenlernen, wenn sie etwas anbieten können, das den anderen fasziniert: Es kann alles ein, was Körper, Geist und Psyche betrifft, aber auch die Macht oder das Einkommen. Wir können uns fragen, was daran ethisch richtig oder falsch ist. Und dennoch sollten wir zunächst zur Kenntnis nehmen: Ja, es gibt eine Art von „emotionalem Tauschhandel“, die sehr üblich ist und mit zahlreichen schönen und unschönen Namen bedacht wird, je nachdem, wie groß die Leidenschaft dabei ist. Und es gibt Arten des „gemischten“ Tauschhandels, die wir zumeist als „unseriös“ ablehnen.

Doch was ist normal? Etwas ganz Einfaches: Ich kann dir etwas geben, was dich interessiert – du kannst mir etwas geben, was mich interessiert. Das ist die einfache Formel für das Kennenlernen. Von Liebe muss man dabei nicht reden – aber es wäre natürlich für beide interessanter, wenn nun noch die Liebe dazukäme.

Wer über die Liebe schreibt …

Schillernd und vielfältig - die Liebe
Jeder, der über die Liebe schreibt, sollte wissen, dass er nicht mehr über die Liebe schreibt, sobald er es versucht. In Wahrheit erfassen Sie ein paar Gedanken, eigene oder gestohlene. Sie wälzen sich durch Tand und Flitter, Lügen und Halbwahrheiten. Je lauter das Wort Liebe dabei hinausgeschrien wird, umso mehr handelt es sich um Romantik-Kitsch, Pseudowissen oder Propaganda..

Liebe ist ein Begriffsknäuel. Ein Universalwort für ein Gefühl, das gar keines ist, weil es viele wesentlich zutreffendere Namen hat: Zuneigung, Lust, Sehnsucht, Geilheit, Begierde, Sex. Und manche Aspekte der Liebe haben überhaupt keinen Namen. Sie sind Teil unserer menschlichen Natur, die den Zusammenhalt sichern und Fortpflanzung ermöglichen.

Was Liebe wirklich ist? Das wissen nur Sie selbst – für sich selbst.

Oder Sie lesen sich hier mal ein: 12 x Liebe.

Fragen und Antworten

Antworten sind billig – da gehen 12 aufs Dutzend und eine kommt noch obendrauf. Fragen hingegen sind kompliziert – du musst zuvor dein Gehirn nutzen, um die richtigen und sinnvollen Fragen zu stellen. Dann musst du bereit sein, dich zu überwinden, auch unbequemen Fragen zu stellen. Und wenn alles fein herausgearbeitet ist, musst du auch noch darüber schreiben.

Es ist viel komplizierter, kluge, zutreffende und sinnreiche Fragen zu stellen als einfache Antworten zu geben. Antworten können vorgefertigt, plakativ, nicht zum Thema gehörig oder einfach dumm sein. Fragen hingegen verlangen Klugheit und Einfühlungsvermögen, Mut und Logik.

Main Rat an euch alle: Hört nicht denjenigen zu, die euch mit Antworten zuschütten. Spitz die Ohren für jene, die euch die richtigen Fragen stellen.

Sehpferd sieht es - Sehpferd hört es - Sehpferd weiß es

Der neue Hand-Scanner ist da

Hübsches von Keifel & Hirsch in Budapest - Anno 1904
Mein erster Scanner war ein Handscanner – ein furchtbar hakeliges Instrument, wie es damals so üblich war. Ich musste ihn in den USA bestellen, weil es in Deutschland nichts dergleichen gab. Später hatte ich dann aufwendige Flach-Scanner, die alle einen Nachteil haben: alte Bücher, Zeitschriften und dergleichen lassen sich damit kaum scannen, ohne sie zu zerstören.

Nun habe ich wieder einen „intelligenten Handscanner“, den MiWand 2 Pro. Das Schöne an ihm: Er funktionierte auf Anhieb, wie man leicht an dieser gescannten Anzeige aus einem Magazin des Jahres 1903 entnehmen kann. Was ich zuvor bekommen hatte, geht an den Importeur zurück (das war das Gerät, das mit einer Büroklammer konfiguriert werden musste).