Skip to content

Gesundheitsunwesen – Apotheker, Pharmaunternehmen und Kassen

Generika sind normalerweise günstiger als Original-Arzneimittel und die Krankenkassen – das ist im Übrigen ihr gutes Recht – steigend daher gerne auf Generika um.

Wer ein bestimmtes Medikament über Jahre nimmt, kommt dennoch aus dem Staunen nicht heraus. Ich habe die Daten in diesem Artikel verändert, um niemandem zu nahe zu treten.

Schon zwei Mal hat hatte mich die Damen an der Rezeption meiner Ärztin gefragt, ob ich das Medikament „wirklich noch wolle“, da viele Patienten sich über die hohen Zuzahlungen beklagten. Nun tut mir das Mittel gut, und dies seit Jahren – und zudem benötige ich eine Beratung durch meinen Kardiologen, bevor ich es wechsele.

Vor einiger Zeit hat meine Kasse die Generica durch das Original ersetzt, weil man offensichtlich eine Vereinbarung getroffen hatte, so jedenfalls meine Information. Warum auch immer – die Zuzahlung stieg vorübergehend von fünf auf zehn Euro. Das habe ich mir erklären lassen und nachrecherchiert. Und mich natürlich gewundert, warum die Pharmabranche gewonnen und ich verloren habe. (Ja, ich kann’s verschmerzen, darum geht es aber nicht).

Letztens jedoch – man staune – gab es wieder Generika, nur diesmal mit einer Zuzahlung von gegen 30 Euro. Der Apotheker wusste, woran es lag, und die Kasse bestätigte, dass dies so sei, und meine Bearbeiterin erklärte mir die Gründe ausführlich und verständnisvoll. Sie tun hier nichts zur Sache.

Doch weil ich nun einmal gerne die Kalkulation wüsste, die dem zugrunde liegt, habe ich mir das einmal von einmal vorrechnen lassen:

Der Abgabepreis des Herstellers liegt bei etwa 15 Euro, der Festbetrag, den die Kasse zahlt, bei 33 Euro. Wer das Mittel beim Apotheker um die Ecke kauft, zahlt dafür gegen 60 Euro. Damit ist der Gesamtbetrag der Zuzahlungen von 30 Euro zu erklären.

Fragt sich, ob der Patient bei dem Zustand, indem sich das undurchsichtige und mithin fragwürdige Preiskarussell bei Pharmaindustrie, Kassen und Apotheken dreht, noch Vertrauen ins Gesundheitswesen haben kann.

Trackbacks

Sehperd Bloggt am : Knickt der Gesundheitsminister vor der Apothekerlobby ein?

Vorschau anzeigen
Nach Presseberichten hat der CDU-Gesundheitsminster Hermann Gröhe „Experten beauftragt, ein Gesetz vorzubereiten, das den Versand von rezeptpflichtigen Medikamenten untersagt.“ Der angeblich „objektive“ Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichts

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen