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Holstebro – die Fußgängerzone ist eine Enttäuschung

Kunst vor trostloser Fassade
Die Tourismusleiterin der Stadt trägt dick auf: Man war immerhin Handelsstadt der Jahre 2006, 2008, 2010, 2012 und 2014 – und seither wohl nicht mehr.

Das hat offenbar Gründe, denn was wir vorfinden, ist eine mehr oder weniger verschlafene Fußgängerzone mit ein wenig angepappter Kunst. Man sieht deutlich: Eigentlich passt die Fußgängerzone nicht zur Kunst und die Kunst nicht zur Fußgängerzone.

Am heutigen Mittag ist diese Fußgängerzone in Holstebro relativ unbelebt. Offenbar ist man noch nicht recht wach, und ich frage mich, ob man hier überhaupt jemals aus dem Dösen herauskommt. Die meisten Lokale sind geschlossen – was etwas verwundert. Einzelne Ladengeschäfte, besonders an den Rändern, stehen leer. Nur wenige Lokale im Zentrum sind geöffnet – etwas Besonderes scheinen sie nicht zu bieten, man ist offenbar auf Touristenabfütterung spezialisiert.

Der Versuch, sich in eines dieser Lokale zu setzen, scheitert: Man will keine Hunde, auch nicht im Außenbereich. Ich hätte den Hund außerhalb des Areals auf dem Gehweg der Fußgängerzone anleinen müssen. Übrigens das erste Mal in einem Lokal mit Außenbereich. Dabei bezeichnet sich Holstebro sich ausdrücklich als „hundefreundliche Stadt“. Nun gut, soll der Wirt sein Steaks selber essen. Die Bewertung auf TripAdvisor war ohnehin höchst durchschnittlich.

Die Gesamtwertung wäre: „Viel gewollt, aber leider wenig gekonnt“. Besser sind übrigens die Parks – und auch bei Weitem hundefreundlicher.

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