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Vatertag, Männertag, Himmelfahrt, Auffahrt

Einen Tag wie „Christi Himmelfahrt“ gab es in meinem Kalender noch nie. Man nannte diesen Tag Vatertag, und später erfuhr ich, das er im Osten Deutschlands bis heute „Männertag“ heißt. Immerhin lebte ich eine ganze Zeit an der Französisch/Deutsch/Schweizerischen Grenze, wo der Tag „Auffahrt“ oder „Uufert“ heißt. Englisch ist’s ähnlich: Ascension (Aufstieg) heißt es nach der Version aus dem Französischen wortgleich: Ascension.

Woher er den Namen „Auffahrt“ hat, ist am klarsten: Die Legende berichtet, dass der Religionsstifter nach seinem physischen Tod als eine Art Lichtgestalt weitergelebt hat, um dann aufzufahren zum Himmel, wie man seit dem Jahre 381 offiziell schreibt. Demnach sei der Religionsstifter „auferstanden am dritten Tag, und dann aufgefahren zum Himmel“ wo er „zur Rechten Gottes“ sitzt (also auf dem Platz des Ehrengastes).

Soweit die Religion.

Unklarer ist da schon die Herkunft und Terminierung der Vatertag, der in Deutschland stets an Christi Himmelfahrt gefeiert wird.

Ob wir einen Vatertag brauchen? Ich bezweifle es. Männer müssen derzeit stark sein, aber dazu braucht man keinen speziellen Männertag. Immerhin beschert uns jeder Feiertag, der auf einen Donnerstag fällt, zumeist einen Brückentag. Und das nützt uns wirklich, oder?

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