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Am Weihnachtsabend tanzen die Puppen

Die himmlischen Herrscharen waren pünktlich zur Stelle
Mag sein, dass ich sie langweile. Ich will von Weihnachten reden – das tut ja nun fast jeder – Kinder und Erwachsene, Schenker und Beschenkte, Pfarrer und sogar Huren.

Und auch die himmlischen Heerscharen schwirren wieder durch die Luft – an diesem Morgen war es allerdings eine Unzahl von Krähen. Das Fernsehen zeigt Kitschigem ohne Ende, mal solche, in denen just am Heiligen Abend ein Kind geboren wird, mal solche, bei denen das Schmalz auch ohne Kind aus den Bildschirmecken trieft.

Da kommt der Weihnachtsmann um die Ecke, der olle Chlaus oder Santa, und natürlich auch die Lucia, die eigentlich keine Schwester des Christkinds ist, aber doch so daherkommt.

Wenn es denn soweit ist, dann erinnere ich mich an eine Geschichte, an die ich mich kaum noch vollständig erinnere, aus der aber diese Zeilen haften blieben:

Wihnachenobend
denn goht wie no boben,
denn pingelt de Klocken,
denn danzt de Poppen,
denn piept de Müs‘
in Grooßvadder sien Hüs‘.


Inzwischen habe ich erfahren, dass ein gewisser Rudolf Kinau dafür verantwortlich zeichnete – ich bin mir aber nicht sicher, ob die dazugehörige Geschichte auch aus seiner Feder stammt.

Was ist nun an diesem „Weihnachtsabend“?

Wir gehen nach oben - Denn goht wie no boben

Nein, nicht dahin, wo Sie denken. Der „Herr der Herrlichkeit“ ist gar nicht gefragt. Unsere Gedanken gehen nach oben, durchforsten das Oberstübchen, und wir erinnern uns an Ernstes, Lustiges, Sinnliches und Peinliches.

Und die Glocken klingen an - Dann pingelt die Klocken

Ich bin mit Musik aufgewachsen – schrille Stimmen aus Superhet-Emfpänger oder Musiktruhen. Da klirrten die Glocken mit großem Faktor, da schrien die weiblichen Stimmen erbärmliche Sirenentöne heraus. Es ist ein Wunder, dass ich später Gefallen an sogenannter „Klassischer“ Musik fand.

Und die Puppen tanzen - Dann danzt die Poppen

Weihnachten werden die Puppen lebendig. Und die Kuscheltiere, nicht zu vergessen. Manchmal ist es besser, von ihnen zu träumen, aber vielleicht war auch eine dabei, an deren mildes Gesicht voller Liebreiz und Reinheit wir uns erinnern. Und: Weihnachten hat immer auch etwas Erotisches. Selbst die Missionare haben uns das nicht ausgetrieben.

Die Mahnung der Mäuse - Dann piept de Müs

Lasst sie mal piepen – sie versuchen immer wieder, uns zu erinnern , dass wir besser sein könnten, liebevoller und dankbarer. Doch wenn wir gut waren und alles gegeben haben, um glücklich zu werden und andere glücklich zu machen – dann konnten wir eben nicht mehr tun.

Ach, verschließen wir den Dachboden doch wieder – spätestens nach den Raunächten. Nichts ist interessanter als das Heute. Und die 12 „Wiehen Nachten“? Am 6. Januar verschwinden die Engel und die Teufel, die Dämonen und Verführer(innen). Und solange – können wir eigentlich mal denken, was wir wirklich wollen, nicht wahr?

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