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Wie wird am Heiratsmarkt entschieden?

Warum guckt uns kein Schwein an?
Am Heiratsmarkt wird zunächst nach Angebot und Nachfrage, dann nach ökonomischen Bedingungen und schließlich nach weiteren Gesichtspunkten entschieden, wobei die aufkommende Liebe eine entscheidende Rolle spielen kann.

Wenn Ihnen diese Worte nicht „in den Kram passen“ - bitte schön. Niemand wird gezwungen, zu heiraten.

Warum junge Frauen knapp sind und sich "teuer verkaufen" können

Schöne, wirtschaftlich „ordentlich“ gestellte junge Frauen mit einer passablen Persönlichkeit zwischen 25 und 34 sind besonders begehrt. Das heißt, dass alle Männer zwischen 18 und (sagen wir einmal) 68 versuchen, auf sie zuzugreifen. Dadurch entsteht ein Nachfragedruck: Die Frauen haben im Prinzip die freie Auswahl und können sich „so teuer verkaufen“, wie sie mögen.

Die Heiratschancen sinken bei Frauen ab 35 - mit jedem Jahr

Frauen zwischen 35 und 40 gelten m Heiratsmarkt als problematisch, solche über 40 sogar als als schwer „an den Mann zu bringen“. Mit jedem Jahr wird der Angebotsdruck größer: Ein Überangebot an Frauen dieser Altersstufen trifft auf eine vergleichsweise geringe Nachfrage.

Akademikerinnen leiden unter den eigenen Ansprüchen

Akademikerinnen sind im Prinzip nicht weniger „marktgerecht“ als durchschnittliche gebildete Frauen, sie haben aber andere „Ansprüche“ an Ehen. Vor allem diese Anspruchshaltung verhindert eine offene, eher pragmatische Vorgehensweise. Es ist auch eine Einstellungsfrage: Wer sich sagt: "Gut ist, was mir gut tut", ist im Vorteil.

Schlechte Zukunftsaussichten - schlechte Chancen

Frauen und Männer, die keine ausreichenden Zukunftschancen haben und bei denen deshalb keine wirtschaftlichen Grundlagen erkennbar sind, haben am Heiratsmarkt wenig Chancen. Das ist ganz selbstverständlich, denn die Ehe ist ein Vertrag. Normalerweise gehen Paare davon aus, dass beide Teile für den Unterhalt des Partners oder der Familie sorgen könnten. Ist absehbar, dass ein Teil kaum Einkünfte und auch kaum verwertbare Ressourcen für das emotionale Wohlbefinden hat, sind die Heiratschancen schlecht. Allerdings gib es Paare, die bewusst solche Risiken eingehen, etwa in der Ehe einer Beamtin mit einem Künstler. Dabei trifft ein sehr sicheres Einkommen auf ein zwar realisierbares, aber unsicheres Einkommen. Umgekehrt geht es natürlich auch – schließlich galt jahrzehntelang die Norm in deutschen Familien, dass der Mann überwiegend für das Einkommen verantwortlich war.

Warum ich dies schreibe?

Die Ehechancen beruhen zum größtenteils auf Fakten, die Chancen für Liebe, Lust und Leidenschaft (auch für Sex) können parallel gehen, müssen es aber nicht, weil Fakten dabei keine so große Rolle spielen. Dies zu wissen, heißt im Zweifel die besseren Entscheidungen zu treffen.

Es steht Ihnen frei, auch mit Illusionen zu leben.

Gebhard Roese schreibt Tacheles - unbequeme Wahrheiten, die oft angefeindet werden. Lieben oder kritisieren Sie ihn - aber bleiben Sie nicht gleichgültig.

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