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Wer mehr verdient, muss weniger für Miete ausgeben?

Wenn Sie 2000 Euro netto (1) verdienten, und 340 Euro für die Miete ausgäben, wären Sie fein heraus, nicht wahr? Und nun lesen Sie mal, was die Hans-Böckler-Stiftung (gewerkschaftsnah) so meint (Auszug):

Trotz des geringeren Flächenverbrauchs und niedrigerer Mieten sind die Mietbelastungsquoten der Haushalte mit geringen Einkommen mit fast 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens deutlich höher als bei den Haushalten mit höheren Einkommen, die lediglich 17 Prozent ihres Einkommens für die Miete ausgeben müssen.


Das würde auch bedeuten, dass eine Miete von rund 1000 Euro, die ja in vielen Städten nicht so ungewöhnlich ist, bereits ein Nettoeinkommen von etwa 6000 Euro voraussetzen würde – für „Haushalte mit höherem Einkommen“. Das wäre dann allerdings schon ein sehr beachtliches Einkommen.

Was will die Böckler-Stiftung nur damit erreichen? Sozialneid schüren?

Und was wird nun die Politik tun, die jetzt diese Studie lesen wird? Sie sollte bei „Instrumenten zur Gewährleistung von einkommensorientierten Mieten“ ansetzen. Solche Instrumente wurden inzwischen vielfach im sogenannten „Sozialen Wohnungsbau“ vorgeschlagen, wo sei einen gewissen Sinn haben: Besserverdiener sollen etwas höhere, Geringverdiener etwas geringere Miete zahlen. Ob das Konzept wirklich durchdacht ist, erscheint mir zweifelhaft, denn Menschen, die ein etwas höheres Einkommen haben und in Sozialwohnungsgegenden ziehen, versuchen zumeist, diese möglichst schnell wieder zu verlassen.

An der Misere auf dem Wohnungsmarkt wird sich ohnehin nichts ändern: Wer in der Großstadt wohnen und arbeiten will, steuert in der Regel auf den Wohnungsmarkt zu und nicht auf Sozialwohnungen.

(1) liegt über dem Durchschnittsnetto.

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