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Frau Nahles und die prekäre Beschäftigung

Eine prekäre Beschäftigung ist ein neudeutsches Wort, das noch nicht lange im Zusammenhang mit Arbeitsverhältnissen angewendet wird. Der Duden sagt, es sei „bildungssprachlich“, in Wahrheit ist es aber ein dummes Geschwätz vermeintlicher Eliten, die vorgeben, sie hätten eine Bildung, weil sie Hohlwörter benutzen.

Wie dem auch sei – eine „prekäre Beschäftigung“ ist keine Festanstellung, sondern gilt nur zeitlich begrenzt. Und da weiß die Arbeitsministerin etwas, das in der Tat besorgniserregend ist:

Wir brauchen eine Reduktion der prekären Beschäftigung. Wir haben viel zu viel Befristungen. Ich sage Ihnen – gerade junge Leute – 42 Prozent der Ersteinstellungen sind jetzt befristet.

Jetzt zeigt sich: Da warf jemand Steine, der im Glashaus sitzt. Denn auch Ministerien haben Mitarbeiter, und auch sie werden teils „prekär“ eingestellt. Das hatte Frau Nahles natürlich nicht in den Kram gepasst – aber "Corrective Org" hatte die richtigen Zahlen – und die sprechen nicht für das von Frau Nahles seit 2013 geführte Ministerium. Man ermittelte:

In der Antwort der Bundesregierung vom Februar 2017 … wurden sogar 61,6 Prozent der Neueinstellungen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Jahr 2016 mit befristeten Arbeitsverträgen vergeben.


Möglicherweise war dies nicht einmal zu vermeiden – aber die Wahrheit sollte schon zu Ehren kommen.


Mehr und die entsprechenden Tabellen bei „corrective.org

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