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Ein einfacher Gedanke zur Sexualkunde

Niemand fragt sich, in welchen Fachbereichen ethische Lebensgrundlagen noch behandelt werden außer in Ethik, denn ethische Grundsätze und Ansichten durchziehen natürlich auch das Denken in anderen Fächern. Und die Sexualität, die aus biologischer, ethischer, historischer, sozialer, erfahrener und gelebter Sexualität besteht?

Die wird in Bio und Ethik mal eben nebenbei unterrichtet, und sie wird dabei isoliert. Wenn sie denn überhaupt umfassen und vollständig behandelt wird, was wahrhaftig zu bezweifeln ist.

Kampagnen von rechtsgerichteten und klerikalen Wutbürgern, aber auch von der LGBT-Gemeinschaft beeinflussen das, was Journalisten zu wissen glauben. Doch was immer es da zu wissen gibt: Es muss ja auch gelehrt werden, und zum Lehren gehört neben einer gewissen Begabung und dem nötigen Kenntnisreichtum auch eine neutrale Sichtweise.

Ist diese Sicht überhaupt gewährleistet, wenn Lehrer Ekel oder Scham empfinden? Der Bio-Lehrer kann sich nötigenfalls auf Empfängnis und Verhütung zurückziehen und dennoch behaupte, seinen Job gemacht zu haben. Der Ethiklehrer kann es nicht – er muss eigentlich Farbe bekennen, wie seine eigene Gesinnung aussieht. Ein homophober Ethiklehrer ist beispielsweise eigentlich unerträglich für eine Schule. Geschichtslehrer und Deutschlehrer zucken nur allzu oft die Schultern, obgleich sie dann und wann mit dem Thema konfrontiert werden.

Viel Licht fällt in diesem Zusammenhang immer auf die Eltern. Diejenigen, die dreist und verbohrt sind, gehen auf die Straße, weil sie sich vor dem Thema fürchten. Und diejenigen, die klug und mutig sind, reden mit ihren Kindern. Es ist ja so einfach, die Verantwortung für das Unangenehme und Unerwünschte auf die Schule abzuschieben. Doch für jeden Dialog, den die Schule mit den Schülern führt oder nicht führt, gibt es ersatzweise einen Dialog zwischen Eltern und Jugendlichen.

Lesen Sie dazu mehr in der LVZ.

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