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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Du suchst ein „passendes“ Kommunikationsseminar?

Wenn du ein Internet-Enthusiast bist, dann wirst du vielleicht nach Empfehlungen suchen oder „Bestenlisten“ befragen. Tatsächlich existieren solche Listen, aber sie sind nicht wirklich aussagefähig.

Ich will versuchen, in 10 Punkten etwas Licht in das Dunkel zu bringen:

1. Am neutralsten sind Methoden, die „Grundlagen der Kommunikation“ vermitteln. Die meisten von ihnen arbeiten mit einfachen, universell verwendbaren Modellen. Typisch für solche Seminare ist, dass sie sich nicht ausdrücklich auf ein Verfahren oder einen Begründer berufen.
2. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird oft der Name „Schulz von Thun“ genannt - dem Schöpfer des Vier-Ohren-Modells und des Kommunikationsquadrats. Sein Modell ist ebenso vielseitig wie praxisnah und kann auf die Bedürfnisse vieler Zielgruppen angepasst werden.
3. Wenn sich ein Anbieter auf Paul Watzlawick beruft, sollte er stets erläutern, was sein Konzept noch beinhaltet – außer den „Axiomen“ von Watzlawick. Denn das, was im „Menschliche Kommunikation“ theoretisch ausgezeichnet begründet wurde, muss erst in die Schulungspraxis umgeformt werden.
4. Einige Seminare sind auf ganz bestimmte Berufsgruppen zugeschnitten. Das ist mit vielen Methoden möglich, wenn sie entsprechend angepasst werden. So kann ein Seminar für Verkäufer den gleichen Wurzeln entspringen wie ein Seminar für Personalchefs.
5. In Deutschland sind Seminare zur Konfliktbewältigung sehr beliebt. Sie sind für Personen geeignet, die beruflich oder privat häufig in Konflikte eingebunden sind und diese gern lösen würden.
6. Wenn deine örtliche Volkshochschule einen Kommunikationskurs anbietet, ist dieser häufig einfacher gestaltet als kommerzielle Seminare. Die meisten dieser Kurse eignen sich jedoch hervorragend als „Einstieg“.
7. Vorsicht ist immer dann geboten, wenn ein Kommunikationslehrgang marktschreierisch angeboten wird oder wenn er mit großen Versprechungen verbunden wird.
8. Machen Verfahren beruhen auf einem Menschenbild, das inzwischen als „unvollständig“ angesehen wird oder auf Annahmen aufbaut, die inzwischen als „nicht mehr begründet“ angesehen werden.
9. Änderungen beim menschlichen kommunizieren können Verhaltensänderungen bewirken. Wer dies will, benötigt mehr als einen Kommunikationskurs – nämlich einen Plan für diese Veränderungen.
10. Immer mehr Menschen lassen sich unter dem Einfluss von maschineller Kommunikation (KI) dazu verleiten, auf verbale Verführungen hereinzufallen. Noch ist nicht bekannt, wer Seminare zum Schutz gegen solche Übergriffe anbietet.

Wer sich „nur informieren“ will, dem empfehle ich außer meinem Blog „Realfeelingspro“ vor allem die Online-Darstellung verschiedener Methoden durch die Universität Gießen oder das Büchlein: MiniMax-Interventionen, Verlag Carl-Auer, Heidelberg.

Wenn du eine Übersicht über verschiedenartige Angebote suchst, wirst du bei Semigator fündig.

Frauen, Affen und Äste

Was wäre, wenn der Affe es besser wüsste als du?
„Du kennst doch die Frauen, wie Affen sind sie alle: Erst, wenn sie den nächsten fest im Griff haben, lassen sie den Ast los.“

Zitat aus dem Film: Mission Impossible II (1)

„Oh, mein Gott, wie schrecklich misogyn das doch wieder alles ist – was denkt ihr Männer eigentlich von uns Frauen?“

Das hervorgehobene Zitat stammt aus dem Jahr 2000, und ich sehe schon das Schmunzeln, das eure Lippen umspielt - wenn ihr Männer seid.

Wie so oft, habe ich mal wieder die Zeitschrift „Esquire“ aufgeschlagen. Da stand etwas darüber, wann der Betrug am Partner anfängt - jedenfalls bei Generation „Z“ . Wer „Affen“ mit „Generation Z“ vermischt, kann heute sicher sein, dass sich die Leser(innen) darauf stürzen wie die Schimpansen auf die Bananen. Und siehe da: Der Artikel wurde am 2. April 2026 veröffentlicht. (2) Das Stichwort: Monkey-Branching. (3)

Die Recherche beginnt - wie kommen Frauen, Äste und Affen zusammen?

Nachdem ein Filmzitat nicht viel zählt, habe ich mich auf die Suche gemacht, wer den merkwürdigen Begriff erfunden hat und wann das ungefähr war. Ich selbst wie auch die „oberschlaue“ KI gruben und gruben, fanden aber auch nicht Genaues. Orakelnd berichtete eine der von mir befragten KI-Quellen, das „Affenkonzept“ (Monkey-Branching) würde schon lange existieren. Andere Meinungsbeiträge sagten Ähnliches aus: Der Begriff sei wohl „zwischen Mitte und Ende der 2010er-Jahre“ auf Online-Dating-Seiten aufgetaucht.

Der Affe, die Äffin nebst Mensch und Menschin

Immerhin erfuhr ich, dass inzwischen nicht nur Frauen das „affenartige“ Verhalten nachgesagt wird, sondern auch Männern.

Nehmen wir mal Frauen: Die Ast-zu-Ast-Tendenz müsste ab den 1990-er Jahren im Grunde abgeflacht sein, weil die Masche nicht mehr funktioniert. Frauen verdienen so viel „eigenes Geld“, dass es unattraktiv wird, ständig den Ast zu wechseln.

Männer hingegen haben kaum noch die Möglichkeit, am Affenhupf teilzunehmen, sondern können froh sein, dass sie auf dem Ast sitzen bleiben können, der noch erreichbar war. Klar ist das eine Behauptung - aber sie ist derzeit ziemlich populär.

Und ja – es gibt solche Tendenzen bei allen Geschlechtern und allen Ausrichtungen: Männern wie Frauen.

Das ist nicht neu, nicht wahr?

Der Affe könnte uns wahrscheinlich sagen, warum wir Menschen so äffisch sind

Mal sehen, wer demnächst wieder Affen, Generationen und Äste bemüht, um den Menschen „da draußen“ die Welt der Partnersuche zu erklären.

Die einfachste Theorie bietet (wie so oft) die Evolution.

Das weibliche Tier versucht, die besten Gene zu erwischen, und das klappt möglicherweise nicht mit dem erst besten Partner. Also wechselt die Äffin (symbolisch) manchmal den Ast. Manche Menschen tun dies auch, wenn sie glauben, einen Vorteil daraus zu erzielen.

Es gibt noch andere Theorien darüber, und wer wirklich mehr lesen will, dem empfehle ich „den Affen der das Universum verstand.“ Das Buch ist leider nur in Englisch erhältlich.(4)

(1) Filmzitate
(2) (Affen-Asthüpfen) jüngst als „warmer Wechsel“ (von Nest zu Nest) interpretiert)
(3) Esquire.
(4) The Ape that Understood the Universe, Cambridge 2018
Bild: ©2026 by sehpferd.de