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Einfache Wahrheiten über das Kennenlernen

Wie lernen wir einander kennen? Indem wir Blicke, Gedanken und Gefühle austauschen. Und weil die Anderen zunächst Fremde sind, nähern wir uns vorsichtig an, versuchen, ob unsere Stärke ausreicht, um sich dem anderen notfalls zu widersetzen, und unsere Schwäche, um sich dem anderen möglicherweise hinzugeben.

Eher hingeben?

Das ist immer und überall so – die Hingabe kann in Geist, Emotionen und Körper angeboten werden, sie kann offen oder verdeckt zutage treten. Und sie ist eine Konsequenz, um dem anderen in seinen intimen Gedanken zu folgen und sich mit ihnen zu befreunden. Nein, es muss nicht der Körper sein. Intimität kann auch darin bestehen, seine Schwächen zu offenbaren und seine Geheimnisse zu teilen. Wichtig ist dabei, die Absichten des anderen zu kennen. Ein Berater oder ein Freund darf keine Absichten damit verbinden, Geheimnisse zu erfahren. Er darf sie vor allem nicht nutzen, um dem anderen zu schaden. Und wer sich selbst gedankenlos hingibt? Auch das gehört zum Leben, und es ist keine Schande.

Eher widersetzen?

Wann widersetzten wir uns? Wenn es scheint, als könne uns der andere körperlich, geistig oder emotionale angreifen. Männer mögen Machtspiele, und sie treten gelegentlich offen zutage. Zwei sehr selbstbewusste Männer auf Augenhöhe werden sich selten beharken, es sind eher die Wadenbeißer und Giftzwerge, die uns angreifen. Sie sind gemein, und das tut weh. Wir alle kennen den Angriff lästiger Vertreter(innen) auf unsere Geldbörsen. Geben wir ihnen nach? Meist nicht hoffe ich. Wir wollten sie eigentlich nicht kennenlernen – und sie nutzen uns nur aus. Das gibt es auch bei Liebespaaren. Nicht Gut? Das ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob es so etwas gibt. Und so etwas gibt es. Also muss ich/du/er/sie/es drauf einstellen.

Mann, Frau, Körper, Geist, Psyche und mehr

Nehmen wir an, da wäre eine Frau und auf der anderen Seite ein Mann. Sie werden einander kennenlernen, wenn sie etwas anbieten können, das den anderen fasziniert: Es kann alles ein, was Körper, Geist und Psyche betrifft, aber auch die Macht oder das Einkommen. Wir können uns fragen, was daran ethisch richtig oder falsch ist. Und dennoch sollten wir zunächst zur Kenntnis nehmen: Ja, es gibt eine Art von „emotionalem Tauschhandel“, die sehr üblich ist und mit zahlreichen schönen und unschönen Namen bedacht wird, je nachdem, wie groß die Leidenschaft dabei ist. Und es gibt Arten des „gemischten“ Tauschhandels, die wir zumeist als „unseriös“ ablehnen.

Doch was ist normal? Etwas ganz Einfaches: Ich kann dir etwas geben, was dich interessiert – du kannst mir etwas geben, was mich interessiert. Das ist die einfache Formel für das Kennenlernen. Von Liebe muss man dabei nicht reden – aber es wäre natürlich für beide interessanter, wenn nun noch die Liebe dazukäme.