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Was sind Umfragen und Forschungsergebnisse wert?

Umfragen wird in der Regel geglaubt. Forschungsergebnissen noch mehr, selbst dann, wenn die Grundlagen haarig sind.Die Ergebnisse gelangen dann an Journalisten, und die "verhacken" solche Nachrichten mit Genuss. Ein Ärgernis? Für Journalisten ist es oft ein Kavaliersdelikt - sie "berichten" ja nur. Dieser Tage berichtet der SPIEGEL über die Art und Weise, in der Umfragen manipuliert werden.

Wie der SPIEGEL erfahren haben will, sei die …

scheinbar exakte Welt von Statistiken und "repräsentativen" Umfragen mitunter nicht mehr ist als eine sorgsam konstruierte Kulisse.


Dies gilt allerdings auch, und das dürfte noch erschreckender sein – für bestimmte „wissenschaftliche“ Forschungen. Es ist nicht so, dass diese Forscher sich vorgenommen haben, zu lügen, aber man kann immer wieder feststellen: Zu wenig Probanden (teils weit unter 100), einseitige Auswahl (Studentinnen, Studenten) fragwürdige Methoden (Fotos vorlegen).

Die Wissenschaftler schreiben in ihre Forschungsberichte oftmals, dass ihre Studien nur unter gewissen Vorbehalten gelten. Geraten ihre Projekte später über die Fachpresse in britische Massenmedien und von dort aus in die ganze Welt, wird dies nicht berücksichtigt. Und statt zu sagen, dass man anhand „soundsoviel Prozent der Befragten“ oder „der Probanden“ dies oder jenes festgestellt habe, wird dann behauptet, dies gelt für alle Konsumenten, Frauen oder Männer.

Man kann dies als „groben Unfug“ oder als „gefährliche und einseitige Meinungsmanipulation“ bezeichnen. Die Presse, insbesondere die Boulevardpresse, kümmert dies kaum. Sie beruft sich auf die „wissenschaftlichen Quellen“ – und die sind in Deutschland so etwas wie ein Heiligtum.