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HiFi – der Voodoo-Zauber der Händler

Sehr preiswerte Lösung: Receiver einfacher Bauart mit völlig ausreichender Leistung
Lassen Sie mich HiFi auf eine einfache Formel aus der Praxis der Datenverarbeitung bringen: Shit in – Shit out oder etwas drastischer: Wenn vorne Scheiße rein kommt, kann hinten kein Gold rauskommen. Das heißt: Es kommt in erster Linie auf den Zugang zu den Schallquellen an, die ihrerseits wieder auf Produkten der Audio-Branche beruhen.

Die Herkunft der Töne - mehrfach durch digitale Mühlen gedreht

Ach, und da helfe ich doch mal ein bisschen nach: Bevor Sie die Töne irgendwo her beziehen, sind sie durch Mikrofone, Drähte, Funkverbindungen, analoge und digitale Mischpulte und etliche Korrekturprozesse gegangen. Und dann werden sie auf Bändern und Chips, CDs, DVD und auch auf Schallplatten (Vinyl) gespeichert. Wenn Sie diese Tonträger nicht direkt körperlich beziehen, werden sie erneut auf die Reise geschickt – und zwar durch mehr oder weniger qualifizierte Geräte über extrem lange Verbindungen.

Der Leistungswahn - in Wahrheit reichen meist wenige Watt

So, und nun stehen Sie vor der Frage: Wie viel Leistung muss der Verstärker abgeben, wie gut müssen die Lautsprecher sein? Und genau ab diesem Moment beginnt Hi-Fi-Voodoo. Ihnen wird nämlich suggeriert, dass diese Geräte die Standards übertreffen müssen, die angewendet wurden, bevor der Sound bei Ihnen zu Hause ankam. Dann wird gesagt, dass ihr Kabel ganz besonders wertvoll sein muss, extrem abgeschirmt, die Kontakte vergoldet. Die Verstärker müssen über ganz besondere Technologien und Bauweisen verfügen, die nur absoluten Könnern bekannt sind … und mehr Blabla. Und sie brauchen „Leistung“, um ihre Lautsprecher anzutreiben – enorme Leistungen. Mehr als 20 Watt pro Kanal? Mehr als 50 oder gar 100 Watt? Sie werden jede beliebige Aussage im Handel finden, aber unter 20 Watt wird in der Regel alles als „popelig“ angesehen. Und dazu natürlich alle Arten von Wunderleitungen zwischen Verstärker und Lautsprecher, die den Preis gewöhnlicher Lautsprecherkabel um Längen übersteigen.

Nun muss man wissen, dass die benötigte Verstärkerleistung in der Regel von der Raumgröße und Raumakustik in Verbindung mit dem Wirkungsgrad der Lautsprecher abhängt – und von nichts sonst. Ei, ei … und wer da ein klein wenig Durchblick hat, der findet schnell heraus, das für einen Schalldruck von 100 dB (das ist ein Riesenkrach) bei einigen Boxen nur ein paar Watt benötigt werden – ungefähr 4 Watt, hat neulich jemand gemessen.

Die Box ist heute der letzte "Knackpunkt" der Übertragungskette

Das geht natürlich nicht nur mit einer Box des riesigen Angebots, und nun kommt der Gag – die muss nicht einmal teuer sein. Eine kleine Bassreflex- oder Kompaktbox kann’s zumeist hervorragend.

Und so bleibt dies zu sagen: Der Lautsprecher ist die „letzte Instanz“, wenn es um den Hörgenuss geht, denn „Verstärker“ kann heute jeder. Und vor allem für Verstärker gilt: Es kommt nie etwas Besseres heraus, als hereingekommen ist. Nun schließt sich der Kreis: Was hereinkommt, erreicht uns gegebenenfalls über ein paar popelige Telefonleitungen und eine durchschnittliche Soundkarte – oder vielleicht auch nur über das Sound-Chip eines Mobiltelefons.

Und was dabei herauskommt? Klingt ganz hervorragend. Natürlich geht das alles auch noch eine Spur besser. Aber solange „Spuren“ mit mehreren Tausendern aus der Brieftasche bezahlt werden müssen, sage ich Ihnen: Kaufen Sie ein preiswertes Equipment, und wählen Sie einen Lautsprecher, der Ihren durchschnittlichen Hörgewohnheiten am besten entspricht. Damit machen Sie nichts falsch. Und ich garantiere Ihnen: Da ist unter 1000 Euro Gesamtkosten ganz viel zu machen.

Und bevor ich vergesse, Ihnen dies zu sagen: Röhrenverstärker, angeblich die Königslösung für „analoge Verstärker“ sind ein Treppenwitz, wenn Sie aktuelle Aufnahmen klassischer Musik kauf CD kaufen. Das Einzige, was da noch „analog“ ist, sind die Musikinstrumente.

Unwörter, Wörter und Bullshit

Ganz hübsch, wenn man sich Jahr für Jahr zusammensetzt, um das Unwort des Jahres zu wählen. Man will ein Zeichen setzen – sozusagen einen Orientierungspunkt, was sprachlich nicht sein darf oder nicht sein sollte.

Nun sind es also „Alternative Fakten“, und dies wurde so begründet:

Alternative Fakten sei … der verschleiernde und irreführende Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen.


Nun wäre es schön, wenn alle über Fakten verfügten und die Presse nicht ständig daran arbeiten würde, laue Nachrichten zu „Fakten“ umzuwandeln – besonders wenn sie von „Wissenschaftlern“ behauptet werden.

Das „Unwort“ hat aber noch einen Beigeschmack: Es wird so gut wie gar nicht in Deutschland verwendet. Deutsche wissen ja zumeist nicht einmal, was eine „Alternative“ ist – wie sollen sie dann mit „Alternativen Fakten“ umgehen? Also verpisst euch, Gralshüter der Sprache.

Ich habe übrigens auch kaum vom „Shuttle-Service“ gehört – ein Wort, das ich im Zusammenhang mit Bootsflüchtlingen wirklich für degoutant halte. Hineggen denke ich, dass der „Genderismus“ zwar eine ungute Bezeichnung für den „Genderwahn“ ist, aber das Wort „Wahn“ schon erheblich abschwächt. Denn wer gegen die Dominanz der Genderforscher argumentiert, kann kaum einen anderen Begriff verwenden. Und: Warum wird nicht „Sexismus“ zum Unwort erklärt? Es ist eine ebenso unverschämte Bezeichnung und eine ähnliche sprachliche Herausforderung, weil es faktisch nur gegen Männer und zugunsten von Frauen verwendet wird. Man kann nicht jedes Wort deshalb ächten, weil es eben auch von Idioten und Rechtsextremisten verwendet wird. Und man kann nicht jedes Wort ehren, nur weil es von Feministinnen und Linkspolitikern verwendet wird. Irgendwo gibt es Grenze für die Ächtung wie auch für die Lobhudelei.

Unwörter? War es nicht eher ein sinnloser Populismus, „Alternative Fakten“ als Unwort zu benennen? Und war die Nennung des Begriffs „Genderismus“ nicht schon wieder Ausdruck der linken Ideologie, die zum Unwort erklärt, was ihr gerade in den Kram passt?

Ich verwende Unwörter: „Genderismus“ ebenso wie „Gutmenschen“. Und ich werde es auch weiterhin tun. Klar könnte ich statt „Genderismus“ auch „Geschlechterwahn“ schreiben. Aber ich kann immerhin so viel sagen: Für Naturwissenschaftler ist Genderforschung ein Ausdruck aus dem Bereich der „Alternativer Fakten“. Und wer die Gendertheorie unterstützt, mag sich fragen: Was wäre wohl, wenn wir im Biologieunterricht die Entstehung der Arten nach der Genesis lehren würden?

Testergebnisse – Laborergebnisse und Antennen-Voodoo?

Seit ich eine Antenne aufgrund eines Tests der „Stiftung Warentest“ (1) gekauft habe, die nicht optimale funktionierte, frage ich mich immer wieder, was Tests eigentlich wert sind, wenn sie unter Laborbedingungen stattfinden. Und ja, Stiftung Warentest, ich glaube, dass ihr objektiv seid. Und dennoch: Warum versagt ein teures Produkt, das im Test die Note „sehr gut“ bekam, ein einem Empfangsgebiet, das als schwierig bekannt ist, während eine spottbillige und zudem wesentlich leichter zu montierende Antenne grandiose Ergebnisse lieferte?

Nachträglich ist man schlauer

Ich habe inzwischen gelernt, dass Stabantennen aufgrund ihrer Konstruktion bestenfalls in Gebieten eingesetzt werden können, in den die Signalqualität ohnehin hoch ist. Und ich habe erfahren, dass auch die Konstruktionsprinzipien der flächigen Antennen sehr simpel sind. Was letztlich auch bedeutet: Bauchige oder ausladende Geräte sind auf gar keinen Fall nötig, und der Verstärker muss keinesfalls in die Antenne integriert werden – er kann auch außerhalb stehen, was die Montage wesentlich vereinfacht.

Voodoo, Designzuschlag oder Flexibilität?

Müssen wir bei den Spitzen (Preis) Fabrikaten da einen Voodoo-Effekt vermuten? Einen Aufpreis für eine verborgene Technologie, die gar nicht existiert? Denn soviel ist sicher: Die paar Drähte, die die eigentliche Antenne ausmachen, sind spottbillig – und kein Verstärker dieser Erde kann mehr aus dem Signal herausholen, als von diesen Drähtchen aufgefangen wird. Und also frage ich mich: Wieso baut man beides in eine elegant aussehende Kiste, sodass alles klobig und schwer montierbar wird? Die „Kisten“ wiegen immerhin von 200 bis über 600 Gramm – im Grunde ein totaler Blödsinn, so schwere Geräte herzustellen und zu vertreiben. Und wo die Aufstellung kritisch ist, ist jede leichte Antenne einfacher zu montieren als jedes der schweren und klobigen Stand- oder Hängegeräte.

Testergebnisse nur unter Laborbedingungen erreichbar?

Ähnliche Ergebnisse bei anderen Geräten und anderen Testern sind mir durchaus geläufig: Erst neulich erwarb ich nach einer Testempfehlung einen sehr teuren USB-WLAN-Adapter für Microsoft-Betriebssysteme. Er soll eine ultimative WiFi-Leistung bieten – aber ach, er war keinesfalls besser als mein ständiger Begleiter von TP-Link. Ich will das Gerät nicht nennen, weil ich kein Test-Equipment habe, sondern nur einen Praxistest durchführen konnte, bei dem Verpixelungen im Bild von HD-Fernseh-Übertragungen auftraten. Was ich sagen will, ist dies: Test von Empfängern (egal welche) beruhen auf Laborergebnissen, nicht auf Praxisergebnissen. Insofern können Sie auf Tests eben nicht bauen – nur erproben hilft.

(1) Heft Februar 2017

Wer schreibt gratis für Sie?

sehpferd - schreibt im Januar 2018 gratis
Gratis Artikel von Gebhard Roese, aka Sehpferd aka Wortwechsler? Der Mann verschenkt doch nichts!

Das sagen vielleicht meine Kollegen.

Und ich sage: Ich schreibe für Sie bis zu 300 Wörter – absolut kostenfrei. Allerdings unter folgender Bedingung:

1. Sie schenken mir einen zündenden Gedanken. Ich erfinde einen zweiten Gedanken hinzu kombiniere beides miteinander in ungefähr 300 Wörtern.
2. Dann veröffentlichen Sie es mit einem Link auf meine Autoren-Webseite. Sollten Sie es nicht gebrauchen können, veröffentliche ich es selber.
3. Es darf sich nicht um ein käufliches Produkt oder eine käufliche Dienstleistung handeln.
4. Es darf nicht extremistisch sein, weder von links noch von rechts.
5. Und es muss legal sein.

Ich tausche also Ihre Gedanken gegen meine Worte. Damit mache ich einem meiner Web-Namen alle Ehre: Wortwechsler.

Und ist es kostenlos? Ja, es ist kostenlos für Sie. Sie zahlen null Cent, egal, ob Sie’s nehmen oder ablehnen.

Die Aktion beginn sofort und endet am 31. Januar 2018.


In der SPD grassiert immer noch der sozialistische Bazillus

Nie wieder Sozialismus in Deutschland!
In manchen Parteien setze ich Lernfähigkeit gar nicht erst voraus: in der Partei „Die Linke“ beispielsweise. Diese Partei fühlt sich als Verwalterin des Sozialismus in Deutschland – man hat eben nicht vergessen, woher man kommt und hechelt immer noch der Vergangenheit hinterher.

Doch auch in der SPD – namentlich bei den Jungsozialisten – grassiert immer noch der sozialistische Bazillus. Damit sich dieser ausbreiten kann, wünscht man sich weiterhin „ein linkes Regierungsbündnis“, sprich eine Regierung der drei angeblich mit dem Sozialismus sympathisierenden Parteien SPD, Linkspartei und Grüne.

Wirklich zutreffen dürfte dies nur auf die Partei „Die Linke“, denn sowohl in der SPD wie auch bei den Grünen gibt es inzwischen konservative Grundzüge und mehr Neigung, sich mit Wirtschaftsthemen zu beschäftigen.

Und vielleicht sollte man den Jungsozialisten mal vorhalten, dass es in Deutschland lange Zeit den „real existierenden Sozialismus“ gab, und dass er noch lange nicht in allen Köpfen getilgt wurde.

Man darf der SPD wünschen, dass sie sich selbst endlich und endgültig vom sozialistischen Ballast befreit und sich zur Fortschrittspartei mausert – denn dort liegt die wirklich verletzliche Flanke der CDU. Wenn junge Aufsteiger, tüchtige Facharbeiter, erfolgreiche Akademiker und kritische Intellektuelle demnächst SPD wählen sollen, dann muss die SPD klar machen, dass sie für sie und ihre Interessen sorgen wird. Das bedeutet nicht, die berühmten „kleinen Leute“ oder den Rest der „hart arbeitenden Bevölkerung“ zu vergessen. Es bedeutet nur, die gegenwärtige Fehlorientierung aufzugeben, die auf ganz wenige Unzufriedene und angeblich „Abgehängte“ zählt. Denn wer herausposaunt, „Mehr für die Menschen“ zu erreichen, darf nicht vergessen, dass Menschen aus allen Gesellschaftsschichten angesprochen werden müssen – möglichst nahezu die Hälfte der Bundesbürger.