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Öffentlich-Rechtliche: Garanten der objektiven Information

Sie sind nicht immer unzweifelhaft, doch ihr bemühen um Objektivität ist offenkundig: öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehsender.

Der Krieg der Verleger auf dem Schauplatz "Internet"

Die Verleger, die zugleich auch gelegentlich Betreiber privater Fernsehsender sind, wettern oftmals, was das Zeug hält: Schließlich seien sie es, die die Informationsfreiheit und Vielfalt garantierten, nicht die öffentlich-rechlichen Sender. Und sie klagen von Gerichten, um durchzusetzen, dass gerade die von öffentlich-rechlichen Sendern verbreiteten Meldungen in den „angestammten Medien“ verbleiben. Was konkret heißt: Das Internet ist der Schauplatz und der Austragungsort des Pressekriegs. Dabei forcieren die Verleger eine offenkundige Unredlichkeit: Sie selbst waren es ja, die das Medium „Internet“ lange ignoriert haben. Sie sind es, die fragwürdige Nachrichten, Sensationsberichte oder Promi-Scheiß bis zum Abwinken ins Internet stellen. Man muss gar keine Namen mehr nennen – sehr viele Redaktionen – nicht nur diejenigen, über deren Häusern „Springer“ steht, reiten sich auf dieser Masche wund.

Eine tödliche Messerattacke als Aufhänger?

Kürzlich haben sich insbesondere die janusköpfigen Sensationsgeier echauffiert: Da war doch diese Sache mit der tödlichen Messerattacke. Warum berichtet die ARD nicht sofort darüber? Und schon wissen die Verschwörungstheoretiker, warum: weil der verdächtigte Mann, der zugestochen haben soll, ein Afghane war, zudem einer, dem man sein jugendliches Alter nicht abnehmen möchte. Was, bitte, hätte die ARD darüber „berichten“ sollen? Bestürzte Mitschüler zeigen, Passanten oder Kunden interviewen, die diese grausige Tat beobachtet haben? Nein, man hielt sich zurück. Trauer und Bestürzung zuerst.

Tod einer Polizistin

In derselben Nacht lenkte ein nach Polizeiangaben volltrunkener ukrainischer Lkw-Fahrer (mehr als zwei Promille) seinen Sattelzug gegen ein Polizeifahrzeug, fuhr dieses zu Schrott und tötete bei diesem Vorfall eine 23-jährige Polizistin, verletzte eine weitere Polizistin lebensgefährlich und einen jungen Polizisten schwer. Es mag natürlich sein, dass diese Nachricht als „Unfall“ eingestuft wurde. Doch wo auch immer – diese Nachricht versandete, während die Wirrköpfe weiterhin nicht trauern können, sondern giften müssen.

Ich mag noch einmal zurückkommen auf die Zeitungsverleger, ihre Arroganz und ihre zumindest partielle Unredlichkeit. Einerseits, in dem ich Karola Wille zitiere:

Wenn Zeitungen den Begriff „Staatsfunk“ benutzen und wenig später der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger von den Online-Angeboten der ARD als „gebührenfinanzierter Staatspresse“ spricht, dann sind das Sprachverschiebungen, die ich mir so am Beginn unseres Vorsitzes nicht vorstellen konnte. Sie sind allerdings auch ein Zeichen von Unredlichkeit. Ich meine damit die fortgesetzte Suggestion, der öffentliche Rundfunk wäre es, der durch seine Angebote im Netz den Zeitungsverlagen die Rückgänge ihrer Erträge verursachen würde.


Wer sieht denn eigentlich noch fern?

Doch der andere Punkt wiegt schwerer: Immer mehr junge Leute informieren sie weder aus der sogenannten „Bürgerpresse“, noch aus der Boulevardpresse, ja nicht einmal mehr aus dem Fernsehen. Was das bedeutet, lässt sich nur schwer ermessen: Nachrichten gibt es in Hülle und Fülle, und Öffentlich-Rechtliche wie auch Private, Sender wie Zeitungen, wirken dabei als Filter. Ohne diese Filter wäre die Informationsfülle gar nicht mehr zu bewältigen.

Sehen Sie, und dazu benötigen wie die Tagesschau (oder meinetwegen auch die Sendung „Heute“). Und um die Hintergründe wirklich zu erfassen (falls wir es noch können) benötigen wir eine kompetente, nicht sensationsgeile Presse. Und was die jungen Leute betrifft: Wir müssen sie lehren, Informationen sinnvoller zu filtern und zu verarbeiten, die sie aus dem Internet gewinnen.

Der Nachtrag zu Sat > IP

Statische IP? Plötzlich funktioniert der Receiver
Ein Nachtrag zu den ständigen Problemen mit SAT > IP.

Nachdem ich mir den Kopf zerbrochen habe, wie ich meinen TELESTAR-Receiver doch noch als zuverlässiges Empfangsgerät für SAT > IP verwenden könnte, kam mir vor einigen Tagen eine zwar absurde, aber letztlich erfolgreiche Idee. Warum sollte ich ihm nicht eine feste IP-Adresse zuweisen? Zwar rät Ihnen jeder davon ab, aber versuchen kann man es ja mal, nicht wahr?

Warum das Gerät dauernd bei der dynamischen Zuweisung iherumzickte, ist mir bis heute ein Rätsel. Nun läuft auch das HD-Fernsehen ziemlich stabil und auch ein Dauertest über drei Stunden ergab: keine Spontanausfälle oder Verpixelungen mehr. Ob’s so bleibt? Ich hoffe es.

Warum Fakten und Kritik wichtig für unser Leben sind

Das Jahr 2017 bewies zumindest eines: Die Kraft des positiven Denkens ist eine Farce, wenn dahinter keinerlei Planung steht und die Fähigkeiten nicht ausreichen, um Ziele zu verwirklichen. Das Beispiel „wir schaffen das“ kann gar nicht oft genug erwähnt werden. Hätten sich die Journalisten, Gutmenschen und Positivdenker nur zwei Fragen gestellt, dann wäre die Sache deutlich geworden:

- Was wollen wir schaffen?
- Wie wollen wir dies schaffen?

Tatsache ist: wer nicht nachdenkt, den bestraft das Leben. Kritik ist nichts schädlich, sondern wertvoll, und Lösungen sind gefragter als je zuvor.

Fragt sich, ob das „Positive Denken“ oder das neue „Visualisieren der Ziele“ nicht ohnehin Produkte aus den Zauberhüten selbst ernannter Psycho-Magier sind.

Gerade las ich, dass man sogar seinen Wunschpartner visualisieren könne und dass dies eine „bewährte psychologische Methode“ sei. Diese Meinung wird selbstverständlich auch von Motivationstrainern vertreten, die vermeintliche „persönliche Erfolge“ ermöglichen wollen. Sieht man genau hin, so versuchen sie, die mentalen Kräfte auf winzige, aber ehrgeizige Ziele zu richten, die sinnreich oder auch fragwürdig sein können. Im Zweifel sind Berater immer „fein heraus“, weil sie am Ende nicht verantworten, was sie dabei angerichtet haben.

Psychologie wird immer mehr zu einem Parkett, auf dem jeder sein Tänzchen aufführen kann, und dennoch hat diese (leider auch im Journalismus) immer noch ein hohes Ansehen.

Was nötig wäre? Vor allem mehr Konzentration auf nachprüfbare Fakten. Natürlich lassen sich weder große Ideen noch beachtliche Erfolge alleine auf Fakten aufbauen. Man benötigt Energie und Zuversicht, Können und Chuzpe.
Wer über solche Eigenschaften nicht verfügt und sie nicht in sein Leben zu integrieren versteht, kann seine Ziele auf Dauer auch mit mit Psycho-Doping nicht erreichen.

Am Weihnachtsabend tanzen die Puppen

Die himmlischen Herrscharen waren pünktlich zur Stelle
Mag sein, dass ich sie langweile. Ich will von Weihnachten reden – das tut ja nun fast jeder – Kinder und Erwachsene, Schenker und Beschenkte, Pfarrer und sogar Huren.

Und auch die himmlischen Heerscharen schwirren wieder durch die Luft – an diesem Morgen war es allerdings eine Unzahl von Krähen. Das Fernsehen zeigt Kitschigem ohne Ende, mal solche, in denen just am Heiligen Abend ein Kind geboren wird, mal solche, bei denen das Schmalz auch ohne Kind aus den Bildschirmecken trieft.

Da kommt der Weihnachtsmann um die Ecke, der olle Chlaus oder Santa, und natürlich auch die Lucia, die eigentlich keine Schwester des Christkinds ist, aber doch so daherkommt.

Wenn es denn soweit ist, dann erinnere ich mich an eine Geschichte, an die ich mich kaum noch vollständig erinnere, aus der aber diese Zeilen haften blieben:

Wihnachenobend
denn goht wie no boben,
denn pingelt de Klocken,
denn danzt de Poppen,
denn piept de Müs‘
in Grooßvadder sien Hüs‘.


Inzwischen habe ich erfahren, dass ein gewisser Rudolf Kinau dafür verantwortlich zeichnete – ich bin mir aber nicht sicher, ob die dazugehörige Geschichte auch aus seiner Feder stammt.

Was ist nun an diesem „Weihnachtsabend“?

Wir gehen nach oben - Denn goht wie no boben

Nein, nicht dahin, wo Sie denken. Der „Herr der Herrlichkeit“ ist gar nicht gefragt. Unsere Gedanken gehen nach oben, durchforsten das Oberstübchen, und wir erinnern uns an Ernstes, Lustiges, Sinnliches und Peinliches.

Und die Glocken klingen an - Dann pingelt die Klocken

Ich bin mit Musik aufgewachsen – schrille Stimmen aus Superhet-Emfpänger oder Musiktruhen. Da klirrten die Glocken mit großem Faktor, da schrien die weiblichen Stimmen erbärmliche Sirenentöne heraus. Es ist ein Wunder, dass ich später Gefallen an sogenannter „Klassischer“ Musik fand.

Und die Puppen tanzen - Dann danzt die Poppen

Weihnachten werden die Puppen lebendig. Und die Kuscheltiere, nicht zu vergessen. Manchmal ist es besser, von ihnen zu träumen, aber vielleicht war auch eine dabei, an deren mildes Gesicht voller Liebreiz und Reinheit wir uns erinnern. Und: Weihnachten hat immer auch etwas Erotisches. Selbst die Missionare haben uns das nicht ausgetrieben.

Die Mahnung der Mäuse - Dann piept de Müs

Lasst sie mal piepen – sie versuchen immer wieder, uns zu erinnern , dass wir besser sein könnten, liebevoller und dankbarer. Doch wenn wir gut waren und alles gegeben haben, um glücklich zu werden und andere glücklich zu machen – dann konnten wir eben nicht mehr tun.

Ach, verschließen wir den Dachboden doch wieder – spätestens nach den Raunächten. Nichts ist interessanter als das Heute. Und die 12 „Wiehen Nachten“? Am 6. Januar verschwinden die Engel und die Teufel, die Dämonen und Verführer(innen). Und solange – können wir eigentlich mal denken, was wir wirklich wollen, nicht wahr?

Ach nee, Herr Lindner …

Immer noch - nie wieder FDP
Herr Christian Lindner machte gerade wieder von sich reden. Und man höre und staune: Er könnte sich vorstellen, wieder eine sogenannte Jamaicakoalition anzustreben … (Zitat)

… wenn eine geänderte politische und personelle Konstellation mehr Erfolg verspricht als 2017.


Ach, du liebes Lieschen. Mit wie viele Prozent will Herrn Lindner dann auftrumpfen? Mit sechs oder sieben Prozent? Ähm … falls es dann überhaupt für ihn und seine Mitstreiter für einen Parlamentssitz reicht, was lange noch nicht sicher ist.

Eine neue personelle Konstellation? Da fällt mir doch noch etwas ein … wie wäre es mit dem Austausch der Führungsspitze bei der FDP?