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Das Diktat des radikalen Feminismus

Feministen versuchen, aus den Elfenbeintürmen heraus unsere Sprache zu zensieren, zu verfremden, zu bagatellisieren und letztendlich Zensur auszuüben.

Der Versuch ist legal, die Durchsetzung allerdings fragwürdig. Man darf ältere Kulturen nicht zerstören, nur weil es nicht in die eigene feministische Ideologie passt. Da könnte man auf die Idee kommen, das sei vergleichbar mir der Zerstörung buddistischer Tempel durch radikale Muslime.

Die Studierenden an der Alice-Salomon-Hochschule täten gut daran, in sich zu gehen und den Kulturkampf, in dem sie sich befinden, zu beenden.

Es geht um das Gedicht „Avenidas“. Der Bewunderer erwähnt, wie er „Alleen, Blumen und Frauen“ bewundert. Alleen und Blumen sind, wie es scheint, tragbar für den Feminismus, Frauen aber dürfen nicht bewundert werden.

Was die Studierenden fordern, ist schlicht, das Gedicht zu ächten und es auszuradieren auf der Fassade der Universität.

„Neugestaltung“ nennt sich so etwas. Ich sage; es ist radikale ideologische Verblendung, die es sonst nur im politischen Extremismus gibt – und da gehört diese „Fassadenabwaschung“ auch hin. Nein, eine Bücherverbrennung ist es nicht. Aber es könnte tendenziell dorthin führen. Vorläufig nennen wir es einfach mal Zensur.