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Das angebliche Achteinhalb-Millionen-Erbe

Die erste Frage: „Wie kommen Spammer eigentlich an meine Fax-Nummer?“, kann ich nicht beantworten. In Verdacht stehen einige unzuverlässige Internet-Firmen, die mit den Daten ihrer Kunden hausieren gehen oder eine undichte Stelle in der Übermittlung von Kundendaten an Dritte, zum Beispiel an Transporteure.

Während sonst immer die Nigeriaconnection am Werk ist und versucht, mit E-Mail zu bescheißen, ist es diesmal eine andere Masche, deren Praktiken bereits hier und hier beschrieben wurden. Es geht immer um angebliche Erbschaften in Millionenhöhe – und natürlich in US-Dollar. Der Name des Erblassers wird immer wieder angepasst, ansonsten sind die Anschreiben inhaltlich gleich.

Kurz: alte Masche, diesmal per Fax.

Springers Informationsfreiheit

Bild Screenshot - dann eben danke schön ...
Zitat auf einer Webseite der BILD-Zeitung:

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Und wenn ich's nicht tue? Dann werde ich von Informationen ausgeschlossen.

Nun, auf diese Informationen kann ich notfalls sch... dankend verzichten.

Wahlmüll von der Sex-Community JOYclub

Ist die gleiche politische Überzeugung bei einem ONS wichtig? Jein oder jein? Die Antwort ist eindeutig „Nein“, denn vor der Kurzerfrischung im Genitalbereich fragen weniger als vier Prozent der Befragten danach, ob man politisch zusammenpasst. Hauptsache, man passt ineinander.

War’s das? Hoffentlich.

Die weiblichen Verschwörungstheorien heißen offenbar Esoterik

Verschwörungstheorien sind einerseits ein Übel der Gesellschaft, andererseits ein Ausweg für Abweichler, um sich interessant zu machen. Ob es sich um bewusste Täuschung handelt oder um Glauben, wer weiß es schon? Im „christlichen Abendland“ wird uns ja schon durch die Religion der Glaube an „alternative Wahrheiten“ zugemutet – wundert es uns dann noch, wenn Menschen auch andere Behauptungen für „wahr“ halten?

Ich las gerade recht viel über Verschwörungstheorien, die dem „Reich der Mansplainer“ zugeordnet werden. .

Interessanterweise bietet die Autorin jedoch eine Fortsetzung, die demnächst erscheinen soll:

Die komplementäre Gehirnwäsche für Frauen bietet Esoterik – dazu mehr beim nächsten Mal.


Ich habe in meinem Leben erheblich mehr Frauen kennengelernt, die vehement und unnachgiebig Psycho-Esotherik oder religionsähnliche Esoterik vertreten haben als Männer. Sollte ich sie jetzt als „Womensplainer“ bezeichnen? Als geschickte Manipulatoren, die ein Imperium aufbauen wollten, das der Vernunft entgegenwirkt?

Nein – natürlich nicht. Sie sind einfach verwirrte Menschen, denen logische Erklärungen nicht einleuchten.

Zebrasteifen in Altenburg wieder erlaubt

Das Wildpferd mit den Streifen darf die thüringischen Stadt Altenburg nunmehr wieder betreten. Vor etwa einem Jahr hatte der „weise“ Stadtrat auf Antrag der CDU beschlossen, für Zirkusse ein sogenanntes „Wildtierverbot“ durchzusetzen. Das hätte möglicherweise bedeutet, dass Zirkusse in Zukunft ihre Vorstellungen mit Hundedressuren, Augusten und Hupfdohlen bestreiten müssten. Doch ein wackerer Zirkusdirektor widersetzte sich der Obrigkeit trickreich, was das Blut mancher Stadträte in heftige Wallungen brachte.

Die Zebrastreifen in der Stadt waren davon übrigens nicht betroffen: Sie durften bleiben und mussten nicht in Schwarz-Weiß-Streifen umbenannt werden.

Und nun? Nun hat man den Beschluss wieder zurückgenommen, aber zugleich über den Zirkus gewettert, der dem Gebot des Hohen Rats zum Trotze doch zwei Zebras auftreten ließ. Und der Herr Müller, Chef der SPD-Fraktion, meinte gar, die Rücknahme des Beschlusses „Erzeuge bei den Bürgern Verdruss und Unverständnis“, was ich nicht bemerkt habe. Und auch der CDU-Chef fand, dass der Zirkus den Gemeinderat „am Nasenring durch die Manege“ gezogen habe.

Eine Nasenringpflicht für Gemeinderatsmitglieder wurde allerdings, so weit ich hörte, nicht eingeführt, weshalb für sie auch keine Chance besteht, demnächst durch eine Manege geführt zu werden.

Nun, die örtliche Zeitung nahm die Sache ausgesprochen bierernst und wetterte gleich mit: „Man müsse Stadtratsbeschlüsse verteidigen“, meinte jedenfalls Redakteur Jens Rosenkranz.

Wie schön, wenn man erkennt, was wirklich wichtig ist … denn das Zebra lehrt uns ja: es ist teils weiß, teils schwarz – wie der Zeitungsdruck eben auch.