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Eine Frage im Grundsatz: Gebühren und doch kein Fernsehen?

Deutschland hat etwas sehr Vernünftiges und Segensreiches für die Demokratie: ein öffentlich-rechtliches Fernsehen. Und es sollte selbstverständlich sein, dafür auch Rundfunk- und Fernsehgebühren zu bezahlen.

So weit – so gut. Nur – wenn das so ist, dann muss das Fernsehen auch mithilfe eines Fernsehgeräts und einer verfügbaren Antenne ohne laufende Kosten in die Wohnung kommen.

Tut es das?

Nein – tut es nicht. SAT-Anlagen, die weitgehend wartungsfrei sind, gibt es nicht überall – stattdessen gibt es Kabelfernsehen, das alles andere als „kostenlos“ ist. Oder es gibt das neue DTB – T2, das zwar kostenlos ist, für das aber in weiten Teil des Landes entweder gar keine oder nur eine sehr eingeschränkte Empfangsmöglichkeit besteht. Nämlich „mit Dachantenne“, die man zwangsläufig nicht einfach mal kaufen kann, wenn man in einem Haus mit vier Mietparteien lebt. Und es gibt ein paar Anbieter, die ebenfalls davon leben, einen Mix aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen und dem Privatfernsehen anzubieten – gegen Gebühr.

Klar wissen IT-Freaks, wie sie das öffentlich-rechtliche Fernsehen am Bildschirm kostenlos in HD ansehen können. Das setzt allerdings einen PC, einen hochauflösenden Bildschirm, eine gute Grafikkarte und einen schnellen Rechner mit ebenso schneller LAN-Anbindung voraus.

Ich weiß ja nicht, was Sie so denken: Aber wenn man schon eine Fernsehtechnologie hat, die überall verfügbar gemacht werden kann – warum hat man diese Technik nicht flächendeckend eingeführt?

Es ist eine Schande, Fernsehgebühren zu verlangen und dafür kein Fernsehen für alle zu bieten.

CDU in Hamburg beharkt den Bürgermeister

Ach, das Schnattern hat kein Ende – das Schnatterfernsehen, die Schnatterpresse und die Schnatterköpfe – und eine CDU-Fraktion in Hamburg,, die nun auch den Bürgermeister zum Rücktritt auffordert.

Ach, liebe Christdemokratische Union in der Hansestadt, hattet ihr nicht einst den Herrn Ole von Beust als Bürgermeister? Immerhin sagte die MoPo vor einiger Zeit:

Wer aber heute mit etwas Abstand darüber nachdenkt, was in neun Jahren Ole eigentlich gut war, der kommt nach einigem Grübeln zu dem erschreckenden Ergebnis: Viel fällt einem da nicht ein... Seine Fehler aber werden noch in Generationen zu spüren sein.


Ob Fehler oder nicht … die CDU hatte ihren Bürgermeister. Und er hätte die Probleme anpacken können, die ja auch damals schon bestanden. Und jetzt hat die Stadt einen anderen Bürgermeister – und da darf man wohl erwarten, dass sich diese CDU als Teil der Hamburger Bürgerschaft erweist und zunächst einmal das tut, was nötig ist – zur Sache kommen und konkrete Pläne schmieden. Abgesehen davon ist es nicht nur unverschämt, seitens der CDU-Fraktion den Rücktritt des Bürgermeisters zu fordern, sondern auch unhanseatisch. Denn wenn man selbst keine besseren Lösungen hat, sollte man gefälligst still sein und in sich gehen.