Skip to content

Babbeldasch – zu viel für die deutschen Fernsehkritiker?

Die Idee war gar nicht schlecht: Lasst Menschen mal reden, wie Menschen reden, wenn sie keine auswendig gelernten Texte abspulen müssen. Denn klar: Die „Vermenschlichung“ im Tatort war seit ihrem ersten Auftreten immer so verkünstelt, dass sie so wirkte, als würden Contentschreiber Belanglosigkeiten aneinanderreihen.

Ganz gelungen war’s dennoch nicht, dieser Tatort: Der Humor kam nicht recht durch, die Spannung auch nicht. Dabei war die Geschichte irgendwie anders und hätte durchaus etwas werden können: Zwei alte Männer buhlen seit Jahren irgendwie um eine ebenfalls nicht mehr ganz junge Frau- das mag Charme haben. Nur leider gibt’s da wieder ein Klischee, das sattsam bekannt ist, nämlich um eine Vaterschaft. Und die Frau, die jetzt den Theaterkarren wieder flottmachen sollte, wirkt viel zu blass, um glaubwürdig zu sein. Dafür kann sie aber offenbar so fest boxen, dass ihr Pseudo-Papa sogleich umfällt und klischeehaft auf eine Kante fällt, bevor er sein Leben aushaucht. Das hat man nun schon ein paar Dutzend Mal gesehen. Ne, das war kein Mord – das war Pipifax aus einem schlechten Konzept.

Die Kritiker waren jedenfalls ausreichend verwirrt. Was wieder einmal zeigt, dass sie immer noch das alte Puschenkino mit effektvollen Morden und Belehrungspotenzial wollen. Mit anderen Worten: Sie wollen keine Änderungen, sonst würde sich ja vielleicht herausstellen, dass sie Hampelmänner und keine Kritiker sind.

Schlaue CDU – kontert naiver SPD


Ob es nun „nur“ Wahlversprechen sind oder nicht – die CDU/CSU geht’s schlauer in die kommende Wahl als die SPD. Der wesentliche Fehler der SPD ist allerdings kaum noch auszulöschen: Sie hat viel zu früh und viel zu heftig die soziale Armutskarte gezogen – und die sticht nun mal nicht.

Und die Union? Sie plant (jedenfalls in ihren Wahlversprechen) für „die kommende Legislaturperiode eine große Steuerreform mit Steuerentlastungen, von denen alle Bürger profitieren“, las ich in der FAZ. Und man höre und staune, die Entlastung soll vor allem Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen treffen - also die Mehrheit.

Da wird der Finger in die Wunde gelegt – und ein sensibler Bereich berührt, denn die Sozialisten gar nicht mehr kennen. Denn die Sozialisten favorisieren im Wahlkampf die Schere zwischen „extrem arm und unsagbar reich“. Das mag bei ein paar Neidhammeln ankommen, trifft aber nicht die Sorgen der Mehrheit, die üblicherweise hart arbeitet und am Ende des Monats dennoch Ebbe in der Geldbörse hat.

Es ist eben nicht sozial, gute Leistungen nicht ausreichend zu honorieren. Es ist auch nicht sozial, den Armen den Anschluss an den Rest der Gesellschaft zu verweigern. Aber nur im Doppelpack ergibt dies einen Sinn, und nicht, indem man bei der gegenwärtig besten Wirtschaftslage mit Armut Panik verbreitet.

Unfähige Hotlines – warten, warten, warten …

Hier ist Ihre freundliche Hotline – Ihre Wartezeit beträgt ca. zwei bis vier Minuten.

In dem Moment, als ich dies schrieb, waren es 25 Minuten. Dabei musste ich mir schrecklich nervende Musik anhören. Ach, dachten sich die Dummbacken am anderen Ende – der Kunde wird schon irgendwann auflegen. Damit hatten sie recht. Leider war ich auf die Auskunft angewiesen, und das nennt man: Kunden bescheißen mit Service-Leistungen, die gar nicht existieren.

Leute, wenn ihr euch kein Personal mehr leisten könnt, dann macht eure verdammten Baracken dicht. Oder hört wenigstens auf, eure Kunden für Idioten zu halten.

Geben Sie uns bitte Feedback? Mein Feedback ist: Unfähigkeit darf nicht belohnt werden. Nicht mal mit Feedback.

Unfähige Hotlines – ach, das war wohl eine falsche Auskunft ...

Hotline, nette Dame, auch gleich frei, aber die Auskunft war leider falsch, weil das, was ich wollte, nicht möglich war. Hat mich einige Minuten Stress und am Ende auch noch Geld gekostet - nun ja, meine Dummheit, auf eine Hotline hereinzufallen.

Anruf 2: Nette Dame: "Da muss ich mich mal erkundigen". Erkundigt sich - geht schnell. "Nein, das geht bei uns leider nicht." Na ja, es geht fast überall - nur eben bei "uns leider nicht". Dafür kann die Telefondame ja nichts. Nur soviel: Anbieter gestrichen - für immer. Trotz der netten Damen am Telefon. Ich mag nun mal nicht verarscht werden.

Dann eine andere Hotline angerufen - hätte ich lieber nicht tun sollen. Diesmal hatte keiner Lust, den Telefonhörer abzunehmen.

Äh - "ob ich mir vorstellen kann, dass heute Rosenmontag ist?". Gute Frage. Aber seit wann spielt das den eine Rolle?

Privatsender freischalten in TVB-T2?

Da jetzt wieder die Presse-Aktivisten an die Front gehen, die im eigenen Unternehmen auch sogenannte „Privatsender“ betreiben, hier mal eine neutrale Information:

1. Erkundigen Sie sich bitte zuerst, ob, wann und in welcher Qualität bei Ihnen überhaupt DVB-T2 HD ausgestrahlt wird. Einige Sender sind frei empfangbar. Versuchen Sie es zuerst mit diesen, bevor Sie den Code für die Freischaltung kaufen.
2. Sie können oftmals eine Gemeinschafts- oder Solo-Sat-Anlage installieren lassen. Damit können Sie eine Menge Sender kostenfrei empfangen (Astra und/oder Hotbird), vorerst auch noch die Nicht-HD-Versionen sogenannter Privatsender. Vorhandene Anlagen lassen sich auch erweitern, sodass an einer bereits installierten Sat-Schüssel mehrere Haushalte hängen können.
3. Wenn Sie unbedingt Geld fürs Fernsehen loswerden wollen, können Sie beim Satellitenfernsehen noch weitere Anbieter zuschalten lassen, die es auf DVB-T2 nicht gibt.

DVB T2 ist an sich eine gute Sache, wenn Sie mobil fernsehen wollen – und die Installation lohnt sich, wenn Sie gute Empfangsbedingungen haben und einen Fernseher, der das Format schon beherrscht. Auch für Zweitfernseher und Fernsehen am PC, Laptop oder Tablet (mit Stick) ist das Format geeignet.

Viele Links und Fakten finden Sie auch in meinem erste Artikel über dvb-T2