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Es lebe der Tod – überzeugender TATORT

Wenn zwei wirklich gute Schauspieler zusammenkommen und nicht die Klamottenhelden spielen müssen, wie sonst im ARD-Tatort, dann wird daraus beinahe ein Kammerspiel.

So geschah es gestern Abend. (Ich sah den Tatort erst spät auf „one“). Gutes Drehbuch, sanfte Regie, und zwei Menschen, die einen emotionalen Kampf eingehen, aus der Nähe gefilmt und absolut glaubwürdig gespielt. Felix Murot, gespielt von Ulrich Tukor, und der zunächst namenlose Massenmörder, den Jens Harzer verkörpert, spielen sich vehement in die Tiefen ihrer schwierigen Rollen hinein. Hier der Kommissar, den das Leben plagt und der dennoch den nächsten Tag erleben will, dort der entsetzliche Psychopath mit seiner verbissenen, unerträglichen Moral, der nach eigenen Gesetzen von Gut und Böse lebt.

Zum Schluss leisteten sich Drehbuch und Regie einen teuflischen Gag: Würde der Kommissar seine freiwillig inszenierte, so weit möglich verzögerte Selbsttötung überleben? Traumsequenzen weisen in viele falsche Richtungen, und nur ganz am Schluss wird klar: Murot überlebt, seine Hand ist verbunden, und er betritt ein Café, indem sich die beiden Personen befinden, die er mit seinem Suizid körperlich und emotional retten wollte. Da hätten noch zwei Sätze gut getan.

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