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Politiker: Wir wissen nix, und wir machen deshalb fast nix

Der Herr Söder hat gerade gesagt:

Wir wissen nicht, was kommt.

Wenn er das nicht weiß, warum redet er dann darüber?

Wie man sich herausredet - die bayrische Art

Nein, Herr Söder, niemand weiß, was kommt. Aber wir haben alle ein Recht darauf, zu erfahren, was – beispielsweise in der Bildung oder auch nur der Gastronomie - geplant ist. Wir wüssten auch gerne, worauf die Entscheidungen beruhen.

Was wäre gewesen, wenn? Auch das wissen die Politiker nicht

Und auch noch diese Frage von Söder befremdete mich:

Was wäre in unserem Land los gewesen, hätten wir es verschlafen?
Die Frage bezieht sich auf die Vergangenheit, soll der Rechtfertigung der eigenen Position dienen. In Wahrheit weiß niemand, "was gewesen wäre, wenn ...". Es ist die reine Rhetorik. Und zudem bezieht Söder sich auf die Vergangenheit, und die interessiert im Moment nicht die Bohne.

Denn „wir“ leben im Hier und Jetzt und wollen wissen, ob wir als Personen, Familien, Unternehmen und was wir sonst noch darstellen, eine Zukunft habe - und falls ja, wollen wir Perspektiven dafür.

Und insofern: Nicht viel Neues aus Berlin, München und dem „kleinen Rest“ Deutschlands.

Frau Merkel versteckt sich hinter der "Tagesordnung" - die Manager-Art

Ach ja, und Frau Merkel:

Es stünde jetzt nicht auf der Tagesordnung, über die ‚europäischen Reisebewegungen‘ im Sommer zu sprechen.

Liebe Frau Merkel – es mag nicht auf Ihrer Tagesordnung stehen, aber es steht auf der Tagesordnung von Millionen anderer Menschen in Deutschland, die ihren Urlaub bereits geplant haben oder ihn jetzt planen wollen. Das ist weder verwerflich noch ehrenrührig - und dabei können Sie sich auch nicht mit ihrer "Tagesordnung" herausreden. Übrigens erinnert mich dies an manchen Manager, der auf Nachfragen zu seinen Absichten ähnlich reagiert hat. Im Klartext hießt das: "erlauben Sie sich bloß nicht, weiter solche Fragen zu stellen".

Fast nix ist fast etwas zu wenig

Und – so langsam wird es Zeit, dass sich diese Regierung mal in die Puschen kommt und wieder Perspektiven statt Schwarzmalerei und Frust anbietet.

Zitate: DIe ZEIT.

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