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Tag des absichtslosen Schenkens

Drei Könige sammeln für einen guten Zweck - Basel 2002
Wer verschenkt schon etwas ausgesprochen Wertvolles, wenn er weiß, dass er gar nichts davon erwarten darf? Nicht einmal Dank?

Ich verschenke seit Jahren Worte, Wörter, Sätze … und manche davon werden dankbar angenommen, andere versanden bereits am selben Tag.

Die „Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland“, an die der gestrige Tag erinnern sollte, waren weder heilig, noch drei noch Könige. Es gab sie ohnehin nur, weil der Evangelist Matthäus sie benutzte, um auf die weltumspannende Bedeutung der Ereignisse zu Jerusalem hinzuweisen.

Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Diese Weisen aus dem Morgenland sind mir wirklich sympathisch. Sie haben nicht gefragt, was die Eltern des Kindes mit den Schätzen tun würden, so wie ich nicht frage, was ihr da draußen mit meinen Worten treibt. Aber ich bin völlig sicher, dass sie manchem nutzen werden.

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